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Ried

04.01.2019

Hier entstehen Rieds erste Mehrfamilienhäuser

Momentan werden beim Bauplatz an der Sirchenrieder Straße in Ried die Fundamente erstellt.
Bild: Christine Hornischer

Plus Die Käufer für die Wohnungen stammen fast alle aus der Umgebung. Wann die Bewohner einziehen können und was der Quadratmeter kostet.

An der Sirchenrieder Straße drei werden momentan die Fundamente erstellt. Eine große Bautafel weist auf die geplanten drei Mehrfamilienhäusern mit jeweils acht Wohnungen hin. Der Anblick erscheint in Ried, in dem bis auf ein Sechsfamilienhaus nur Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften stehen, sehr ungewohnt.

Bauträger ist die Ulrich Reitenberger Bau GmbH aus dem Landkreis Dillingen. Dieser gehört auch der Baugrund. Die Wohnungen sind auch bereits alle verkauft. „Wir waren wohl zu billig“, lacht Stefan Mayershofer, Vertriebspartner bei Ulrich Reitenberger Bau. Zum Vergleich: Während in Mering der Quadratmeter bei 4300 Euro liegt, wurden die Wohnungen in Ried für 3600 bis 4000 Euro verkauft. „Das sind zehn bis 15 Prozent weniger“, erläutert Stefan Mayershofer und deutet damit an, dass sie die Wohnungen zu preiswert verkauft haben.

Rieds Bürgermeister hält die Preise für angemessen

Dem widerspricht Rieds Bürgermeister Erwin Gerstlacher. „Für Ried sind die Preise absolut angemessen.“ Er freut sich über das neue Projekt, kommt er doch seinem Ziel der Innerortsverdichtung wieder einen Schritt näher. „Der Wohnbau in Ried ging bis dato schleppend voran“, sagt Gerstlacher, aber jetzt sei ein Markt vorhanden. Gerade Jüngere, die von Zuhause ausziehen, könnten mit einem Angebot von kleineren Wohnungen in Ried bleiben. Aber auch ältere Rieder könnten ihr Haus verkaufen und trotzdem in der Heimatgemeinde bleiben. „Ich will nicht ein Baugebiet nach dem anderen hochziehen“, so Gerstlacher. Er wünscht sich eine gesunde Innerortsentwicklung. So wolle er jetzt rausfinden, wo denn überhaupt bebaubare Orte seien, aber das alles in „Konsens mit den Bürgern“. Das liege ihm wie immer sehr am Herzen.

Die Käufer der Wohnungen in den neuen Mehrfamilienhäusern geben ihm Recht, kommen sie doch fast alle aus dem Einzugsgebiet. „Man könnte wirklich einen Zirkel nehmen und um Ried einen Radius ziehen“, veranschaulicht Stefan Mayershofer. Die Käufer stammen bis auf zwei Ausnahmen aus einem Umkreis von rund 15 Kilometern. Nur zwei Käufer kommen aus München. Die wissen die optimale Lage Rieds mit der schnellen Anbindung an die Autobahn zu schätzen. Und auch der Nahversorger sei ein Riesenpluspunkt, so Mayershofer. Etwa 40 Prozent der künftigen Eigentümer wollen die Wohnung selbst beziehen, rund 60 Prozent nutzen sie als Kapitalanlage und vermieten.

In Ried werden 1800 Quadratmeter Gesamtwohnfläche geschaffen

Ungefähr Mitte 2020 sollen die ersten Bewohner einziehen können. Insgesamt werden hier 1800 Quadratmeter Gesamtwohnfläche geschaffen. Diese verteilt sich auf die 24 Wohnungen mit einer Größe von 50 bis 100 Quadratmetern. Es gibt eine Tiefgarage und in jedem Haus einen Aufzug, sodass alle Wohnungen schwellenlos, also auch für ältere Menschen problemlos bewohnbar sind. Explizit für Senioren hat Gerstlacher aber nach wie vor das Projekt Seniorenwohnen im Kopf. Entweder soll es ein 60-Plus-Wohnprojekt werden, wo die Senioren größtenteils selbstständig agieren und vielleicht durch die Familie oder Ehrenamtliche unterstützt werden. Oder aber ein trägergestütztes Wohnheim, beispielsweise von der AWO oder der Caritas.

„Das war aber gleichzeitig mit dem Supermarkt, der ja erst am 8. August dieses Jahres eröffnet wurde, zu viel, deswegen haben wir das noch mal zurückgestellt“, erläutert Gerstlacher. Zudem hofft er noch immer darauf, wieder einen Arzt in Ried anzusiedeln – das Erdgeschoss eines solchen Gebäudes wäre für die Praxisräume ideal.

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