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Aktion

28.11.2018

Hobbykünstler zeigen Perspektive

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2 Bilder
Bilder aus dem neuen Kalender der Bürgernetz-Malgruppe zeigen (von links) Ute Kürten, Angelika Richler, Gitti Baier und Sigrun Lachenmeir.

Die Malgruppe im Meringer Bürgernetz gestaltet mit ihren Aquarellen wieder einen Kalender mit Motiven rund um die Marktgemeinde

In seiner dritten Auflage wird der neue Kalender des Meringer Bürgernetzes bereits von vielen mit Spannung erwartet. Zum Jahreswechsel ist er auch zu einer beliebten Geschenkidee geworden. Erstmals ist er am kommenden Sonntag beim Merchinger Advent am Bürgernetzstand erhältlich. Gestaltet wurde der Kalender mit dem Titel „Rund um Mering“ wieder von der Bürgernetzgruppe „Freude am Malen“ unter der Leitung von Ute E. Kürten und Gitti Baier.

Bereits seit sieben Jahren kommen die Hobbymalerinnen und -maler im zweiwöchentlichen Rhythmus jeweils am Dienstagnachmittag in der Meringer Sozialstation zusammen, um sich mit der Aquarellmalerei zu beschäftigen. 2016 wurden erstmals Ergebnisse der geselligen Kreativrunde in einem Kalender veröffentlicht. Damals waren es Landschaftsaquarelle, die den Kalender zierten.

Ansichten rund um Mering folgten im vergangenen Jahr, und auch in diesem Jahr ist dies das Motto. Zu sehen sind wohlbekannte Ansichten wie das Meringer Schloss, das Gerda Busch in Aquarell umgesetzt hat, oder auch gleich in der Nachbarschaft der ehemalige Kuhstall der Schlossmühle Mering mit seiner Holzfassade, von Annemone Zamoscik in feinen Pinselstrichen aufs Papier gebracht.

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Beliebte Motive sind auch die Kirchen wie die Leonhardskapelle von Kurt Schiller oder Mariä Himmelfahrt in der St.-Afra-Siedlung, die von Gertraude Sept gemalt wurde. Da darf auch die frisch renovierte St.-Franziskus-Kirche von Renate Fickel nicht fehlen. Einen anderen Blick auf diese Kapelle am Meringer Ortsrand mit dem Feldkreuz im Vordergrund bietet Bürgernetz-Vorstand Franz Sedlmeir. Wieder mit dabei ist auch das markante Ensemble von St. Michael, das Gerhard Köhler als verschneite Winteransicht für das Dezemberblatt des Kalenders gestaltet hat. Auch Ansichten auf etwas verstecktere Gebäude, wie das auf dem Juni-Blatt prangende Bader-Haus in der Rosengasse, gibt es im Kalender zu entdecken. Dieses hat Agathe Sedlmeir mit Blick von der Paar aus gemalt. Doch nicht nur reine Meringer Motive sind im neuen Kalender zu sehen. So gibt Michael Rohr den Blick frei auf die Dorfstraße in Meringerzell und Angelika Richler hat sich das Anwesen Köchl in Merching als Bildvorlage vorgenommen. Den beiden Mal-Dozentinnen war es dabei wichtig, dass alle Teilnehmer der Malgruppe unabhängig von ihrem unterschiedlichen Können und Kenntnisstand ein Bild für den Kalender beisteuern konnten. „Denn wir sind eine Gemeinschaft und im Vordergrund steht der Spaß am Malen“, erklärt Ute E. Kürten.

Bei 14 Teilnehmern wurde das Titelblatt kurzerhand aus zwei Aquarellen gestaltet. Es zeigt einen Blick über die Felder auf die Kirche von Meringerzell von Heike Hille sowie den Gartenpavillon beim Meringer Schloss, den die in diesem Jahr leider verstorbene Inge Loder als Motiv wählte.

Ein ganz besonderes Bild ist auch das Februarblatt mit dem Titel „An der Paar“. Dieses wurde von dem blinden Eduard Rauschmayr gestaltet, der seit Bestehen der Gruppe mit dabei ist und mithilfe der Dozentin Gitti Baier seine Bilder malt. „Die richtige Perspektive bei den vorwiegend architektonischen Bildansichten richtig darzustellen, war für uns alle eine große Herausforderung“, erklärte Dozentin Ute E. Kürten.

Fallen die Linien nach links oder nach rechts, steigt der Giebel oder fällt er, und wie bekommt das Haus die richtige Tiefe? Das waren Fragen, mit denen sich die Hobbymaler unter Anleitung der Meringer Künstlerin auseinandersetzten. Beispiel einer in diesem Sinne gelungenen Umsetzung ist das von Sigrun Lachenmeir gestaltete Kalenderblatt mit dem Wohlgeschaffenhaus in der Münchner Straße in Mering. „Gerade Teilnehmer, die noch nicht so lange dabei sind, müssen diese Techniken erst lernen“, erklären die Dozentinnen. Erfreulicherweise stoßen auch immer wieder neue Mitglieder dazu, während manche alters- oder krankheitsbedingt nicht mehr mitmachen können. „Wir haben nicht nur Senioren in unserer Runde, jeder Erwachsene, der Spaß an der Aquarellmalerei hat, ist willkommen“, betont die Gruppe.

Beim Merchinger Advent verkauft werden auch Grußkarten, die von der Malgruppe gestaltet wurden. Der günstige Preis des Bürgernetzkalenders ist auch dem Meringer Grafikbüro Benseler zu verdanken, das zugunsten des Ehrenamtlichennetzwerks wieder eine kostenlose Gestaltung anbot.

Der Verkaufserlös kommt wieder einem Bürgernetzprojekt zugute. Erhältlich ist der Kalender auch beim Meringer Weihnachtsmarkt vom 6. bis 16. Dezember.

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