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Friedberg

28.07.2010

Hochwasserschutz für Bachern kommt teuer zu stehen

Um den Friedberger Stadtteil Bachern in Zukunft vor Überschwemmungen zu schützen, muss die Stadt eine erhebliche Summe investieren. Trotzdem entschied sich der Friedberger Bauausschuss dafür, die aufwendigste Variante weiter planen zu lassen. Sechs Hochwasser-Rückhaltebecken, Erneuerung von Brücken im Ort usw. sind vorgesehen. Von Andreas Schmidt

Friedberg Um den Friedberger Stadtteil Bachern in Zukunft vor Überschwemmungen zu schützen, muss die Stadt eine erhebliche Summe investieren. Trotzdem entschied sich der Friedberger Bauausschuss dafür, die aufwendigste Variante weiter planen zu lassen. Sechs Hochwasser-Rückhaltebecken, Erneuerung von Brücken im Ort usw. sind vorgesehen. Damit soll sichergestellt werden, dass selbst ein Regenereignis, wie es nur alle hundert Jahre erwartet wird, Bachern nicht flutet. Dafür legte das planende Aichacher Ingenieurbüro Mayr eine erste, allerdings nur "äußerst grobe", Kostenschätzung über 3,25 Millionen Euro vor. Dabei sind noch nicht einmal Kosten für Grunderwerb, Grunddienstbarkeiten und ökologische Ausgleichsflächen enthalten. "Tage des Zorns werden kommen", prophezeite Peter Feile für den Zeitpunkt, wenn die tatsächlichen Gesamtkosten feststehen.

Die teuerste Variante bekam dennoch den Vorzug, weil nur bei ihr eine staatliche Förderung zu erwarten ist - und zwar bis zu 45 Prozent. Die Stadt selber müsste demnach etwa 1,8 Millionen Euro in den Hochwasserschutz für Bachern stecken. Unterm Strich kämen die beiden weniger aufwendigen Planungsvarianten teurer, weil keine Zuschüsse fließen. Für weniger Geld verspricht man sich in Friedberg nun also mehr Schutz.

Diskussion Doch auch der verbleibende Betrag, verbunden mit der Unsicherheit der Schätzung, bereitete den Ausschussmitgliedern "Magenschmerzen". "Es ist sehr viel Geld, aber notwendig für den Hochwasserschutz", sagte Thomas Kleist (CSU). Er verwies darauf, dass es auch in anderen Stadtteilen Hochwasserprobleme zu lösen gilt. Wolfgang Rockelmann (Parteifreie Bürger) appellierte schon vorab an Grundeigentümer, keine unrealistischen Preise für ihre Grundstücke zu erwarten: "Sonst haben wir und die Bacherner ein Problem." "Zähneknirschend" stimmte auch Claudia Eser-Schuberth (Grüne) zu: "Wir versuchen, Sünden der Vergangenheit zu reparieren." Wie die Grüne schlug auch Jakob Eichele (Freie Wähler) vor, das Projekt nach und nach in mehreren Abschnitten zu verwirklichen. Die "gewaltige Summe" sei nicht auf einmal zu schultern.

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Baureife frühestens 2012

So geht es weiter Nach dem einstimmigen Beschluss des Bauausschusses wird das Projekt zum Schutz vor einem hundertjährigen Hochwasser weiter verfolgt. Die Verwaltung bekam den Auftrag, konkrete Fördervoraussetzungen und die damit verbundene Zeitplanung mit Fachbehörden abzustimmen. Wegen des erwarteten aufwendigen Genehmigungsverfahrens wird mit einer Baureife frühestens 2012/13 gerechnet. "Aufgefallen

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