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Konzert

07.05.2018

Hörgenuss mit Blech und Orgel

Der Posaunenchor St. Petrus mit Solisten. Vorne von links: Elisabeth Spreng, Carolin Woywod, Phil-David Hettinger und Dirigent Otto Kramer.
Bild: Manuela Rieger

Die Bläser des Augsburger Posaunenchors St. Petrus füllen die Kirche in Paar

Die Klangwelten, die am frühen Samstagabend die Kirche St. Johannes Baptist in Paar erfüllten, waren majestätisch und mitreißend, sodass es den Zuhörern schwerfiel, sich mit ihrem Applaus zwischen den Musikstücken zurückzuhalten. Musikalische Feinheiten wurden von dem Augsburger Posaunenchor St. Petrus in Hülle und Fülle geboten.

Auf dem Programm standen besonders Werke von Komponisten des 20. Jahrhunderts, als Kontrast dazu wurden auch einige Stücke aus der Barockzeit zu Gehör gebracht. Sehr barock eröffneten die elf weiblichen und vierzehn männlichen Bläser unter der Leitung von Otto Kramer das Maikonzert mit einer Barockintrade von Hanns Martin Bartels. Dabei entspann sich ein experimentelles und hervorragendes Zusammenspiel mit der Orgel, gespielt von Elisabeth Spreng.

Da gab es bereits einen ersten starken Applaus, ehe Dirigent Kramer mit interessanten Informationen aufwartete. Wie unterschiedlich Musikstücke sein können, wurde mit einem Ausflug in die Barockzeit eindrucksvoll demonstriert. Zunächst ging es nach England mit einem Madrigal, „The silver swan“ von Orlando Gibbons. Auch die Gemeinde durfte sich mit zwei gesungenen Liedern musikalisch beteiligen. „Ich singe dir mit Herz und Mund“ wurde von der 1973 geborenen Anne Weckeßer arrangiert und mit Zwischenspielen versehen; Johann Sebastian Bach folgte. Aus dem Posaunenchor spielte auch immer wieder der Trompeter Phil-David Hettinger die Orgel. Neben Bach die wunderbare Cantilene F-Dur aus der Orgelsonate Nr. 11 von Josef G. Rheinberger. Schwung in die Kirche brachten die Bläser sowohl mit Traugott Fünfgelds „Come and go“ und Dieter Wendels „Best memories“ als auch mit Friedrich Veils „Rumba del camino“. Heute so aktuell wie zu Charles V. Stanfords Zeiten „Pray that Jerusalem may have peace“ und darauf folgte „We have a Dream“ von Reinhold Schelter.

Mit einer eingehenden Melodie sollten die Zuhörer ein Lied mit der Augsburger Sängerin Carolin Woywod anstimmen. Doch „Lieber Vater im Himmel“ von Dennis Bischoff war dem Publikum unbekannt und so war nur ein leises Summen zu hören. Mit einer Serenata von Dieter Wendel verabschiedeten sich der Posaunenchor, die Organistin und die Sängerin unter lange anhaltendem Applaus.

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