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Friedberg

28.10.2020

Hornkonzert in Friedberg: Blechbläser mit Perfektion

Mit Corona-Abstand musizierten die Hornisten in wechselnden Formationen bei ihrem Konzert im Hof der Theresia-Gerhardinger-Schule in Friedberg.
Bild: Manuela Rieger

Plus Das Konzert mit 70 Hornistinnen und Hornisten im Hof der Theresia-Gerhardinger-Grundschule begeistert das Friedberger Publikum.

Wer bislang dachte, das Horn sei ein einseitiges Instrument, der wurde hier vom Gegenteil überzeugt: 70 Hornistinnen und Hornisten gastierten unter der Leitung von Benjamin Comparot im Schulhof der Theresia-Gerhardinger-Grundschule und zeigten, was damit alles möglich ist. Den Umständen geschuldet waren die Bläser weit auseinandergestellt und auch das Publikum wurde unter Einhaltung der pandemischen Vorschriften auf dem Hof verteilt und die Darbietung wurde in zwei Konzerte geteilt.

In erster Linie sind sie - so Benjamin Comparot als Musiker und Moderator - eine „dienstlich-konzertante“ Gruppe in unterschiedlichen Orchestern. Doch von Zeit zu Zeit treten die Hornisten mit einem eigenen Programm auf. Im Repertoire haben sie Bearbeitungen symphonischer Werke, aber auch Originalkompositionen für ihre Besetzungen in unterschiedlichsten Arrangements.

International gefragte Musiker gastieren in Friedberg

Zu Beginn des Konzerts war der Pausenhof bis auf den letzten zugelassenen Platz besetzt. Die Hornistengruppen in wechselnder Besetzung, in der fünf international gefragte Hornisten (neben den beiden Professoren François Bastian und Carsten Duffin auch Swantje Vesper, Pascal Deuber und Christoph Eß) mitspielen, musizierten auf hohem Niveau. Und alle spielen auf Augenhöhe, zu hören war kein Unterschied zwischen Dozenten und „Schülern“.

Der Friedberger Benjamin Comparot führte durch das Programm und spielte selbst mit.
Bild: Tom Solo (Archiv)

Der Auftakt war fulminant: Die jeweils ersten Stücke der beiden Konzerte dirigierte Andras Thon: Einmal „O Fortuna“ von Carl Orff und mühelos gelingen die Tempowechsel in einem Thema aus dem Phantom der Oper von Andrew Lloyd Webber.

Die Ensembles hatten vielfältige Literatur aus den Bereichen Film, Klassik, Pop und Schlager ausgewählt. Ein Novum war die Aufführung von Ludwig van Beethovens Egmont aus Anlass des 250. Geburtstags des Komponisten. Daraus wurde die Ouvertüre in einem Arrangement von Alan Civil gespielt. Der verlangte darin eine Tuba. Unter dem Dirigat von Prof. Carsten Duffin integrierte sich Tubist Linus Coutureau hervorragend. Das Publikum belohnte den Auftritt mit begeistertem Applaus.

Hornkonzert in Friedberg: Nichts scheint unmöglich

Wie die Ensemblemitglieder in Rossinis Ouvertüre La Danza ein ganzes Orchester ersetzen, auf ihren Hörnern diffizile Geigenfiguren in irrsinnig rascher Genauigkeit spielen und schnellste Tonwiederholungen mühelos erklingen lassen, das ist atemberaubend. Nichts scheint unmöglich, und dass dabei sowohl Intonation als auch der gemeinsame Ansatz derart genau ist, das beeindruckt mächtig. Die Spieler entlocken den verschiedenen Hornarten, die nur selten als Solisten auf der Konzertbühne zu erleben sind, scheinbar federleicht und mühelos einen sonoren, geschmeidigen, warm und rund modulierten Klang. Das Publikum war restlos begeistert.

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