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Sondersitzung

19.02.2015

IG „Lebenswertes Dorf“ fordert Verkehrskonzept

Steindorfer Bürgermeister sollen Stellung dazu nehmen, warum sie ihr Versprechen nicht halten können

Die Interessengemeinschaft (IG) „Lebenswertes Dorf“ will für Steindorf/ Hofhegnenberg ein Verkehrskonzept. Dazu wird es am Donnerstag, 26. Februar, um 19.30 Uhr eine Sondersitzung des Gemeinderats geben.

Nun verteilt die IG Flugblätter an alle Haushalte in Steindorf und Hofhegnenberg und bittet: „Unterstützen Sie uns am 26. Februar in unserem Bemühen um ein lebenswertes Dorf, ohne fremden Schwerlastverkehr, und scheuen Sie sich nicht, auch Ihre persönlichen Interessen zu vertreten.“

Als Hauptthema der Sondersitzung erwartet die IG die Begründung und eine Erläuterung seitens des Bürgermeisters Paul Wecker zur Abkehr von allen schriftlichen Zusagen seitens des Gesamt-Gemeinderats im Neujahrsbrief 2013 (wir berichteten). In dem Brief hieß es: „Es ist auch künftig nicht vorgesehen, die Vorstattstraße/Herzog-Wilhelm-Straße/Dorfstraße grundlegend auszubauen und die Anlieger an den Kosten zu beteiligen.“ Ziel ist es, nach erfolgreicher Umsetzung eines Verkehrskonzepts (Beschränkung des Durchgangsverkehrs auf 7,5 Tonnen) die Brücke in ihrer jetzigen Breite mit voller Tragfähigkeit neu zu bauen.

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In dem Schreiben der IG wird vor allem der Bruch des Versprechens angeprangert: „Nun wird der Erlass einer Straßenausbaubeitragssatzung mit fünfzigprozentiger Kostenbeteiligung der Anlieger, ein zweispuriger Brückenneubau und kurz- bis mittelfristig auch der Straßenneubau von Herrn Bgm. Wecker und, dem Vernehmen nach, einer Mehrheit des Gemeinderats favorisiert oder in Erwägung gezogen.“

Auf der Sondersitzung am 26. Februar sollen dem 1., 2. und 3. Bürgermeister als Unterzeichnern des Neujahrsbriefs Gelegenheit gegeben werden, ihre Position darzulegen und die Beweggründe zur Abkehr zu erläutern. Die Positionen der Gemeinderäte der hauptsächlich betroffenen Gemeinden Hofhegnenberg und Hausen werden ebenfalls mit Spannung erwartet.

Zahlen belegen, dass der Lkw-Verkehr zurückging

Bürgermeister Paul Wecker begründet, dass die Verkehrszählung für ein mögliches Konzept aus dem Jahr 2008 stamme. „Mittlerweile haben wir neue Zahlen, die belegen, dass der Lkw-Verkehr zurückging.“ Am verkehrsreichsten Tag waren es 2008 31 Lastzüge, die am Ortseingang Hofhegnenberg aus Richtung der B2 gezählt wurden. 2014 waren es 17 Lastzüge. „Warum brauchen wir ein teures Konzept, wenn kein Verkehr da ist“, überspitzt Wecker seine Begründung. Falls der Gemeinderat einer Sanierung der Brücke zustimmt und dann der Schwerlastverkehr doch ansteigen sollte, könne man immer noch reagieren. Auch ist Wecker kein Freund davon, in Hofhegnenberg für die Gemeindestraßen eine Tonnagebeschränkung zu erlassen. „Vor der eigenen Haustür will man die Laster nicht, die Nachbarn können sie aber sehr wohl abbekommen“, sagt Wecker. Und die Aufstellung einer Straßenausbaubeitragssatzung werde von der Dienstaufsichtsbehörde, dem Landratsamt Aichach-Friedberg, immer wieder angemahnt. „Meines Wissens sind wir im Landkreis die einzige Kommune, die eine solche Satzung noch nicht hat“, informiert Wecker.

Die Sondersitzung soll aufzeigen, wer Nutznießer und wer Geschädigter sein wird, fall die Forderung der IG nach einem Verkehrskonzept mit Tonnagen- und Geschwindigkeitsbeschränkung vom Gemeinderat abgelehnt wird. Zudem erwartet die IG, dass aufgezeigt wird, in welch katastrophalem Zustand sich die Gemeindestraßen befinden. (sev)

Im Vorfeld der Sitzung wird es am heutigen Donnerstag, 19. Februar, eine Vorbesprechung der IG Lebenwertes Dorf im Vereinsheim in Hofhegnenberg geben.

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