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Mering

13.08.2019

Im neuen Café Lupo wird brasilianisches Flair geboten

Klemens Etschmann (links) und seine Tochter Lilli Blume freuen sich im Café Lupo in Meirng auf die Besucher.
Bild: Heike Scherer

Plus Geschäftsinhaber Etschmann hat sich einiges einfallen lassen. Die Zutaten für seine Speisen stammen aus solidarischer Landwirtschaft. Was er in Zukunft plant.

Eine Palme, Mandarinen- und Zitronenbäume schmücken das kleine und nachhaltig eingerichtete Café in Mering. Aus der Musikanlage ertönen brasilianische Rhythmen und es duftet nach frisch gebackenem Gemüsestrudel.

Besucher nutzen den Tag der offenen Tür im neuen Café Lupo in der Luitpoldstraße, um sich umzusehen und die Speisen aus eigener Herstellung zu probieren. Für Anfang September plant Inhaber Klemens Etschmann aus Großaitingen die Einweihung mit brasilianischer Jazzmusik. Das Café soll von Mittwoch bis Samstag von 11 bis 18 Uhr geöffnet haben. Christian Matros testet beim Tag der offenen Tür ein Mategetränk. Barbara und Jörg Häberle wählen Zwetschgendatschi und Lupinenkaffee, eine koffeinfreie Variante zu Bohnenkaffee. „Schön, dass in Mering wieder ein Geschäft neu eröffnet“, freuen sich Monika und Benno Mair. Sie entscheiden sich ebenfalls für Lupinenkaffee und dazu Zitronenkuchen.

Meringer haben bis Mitternacht Kuchen gebacken

An der Theke stehen Klemens Etschmann und seine Tochter Lilli Blume. Beide haben in der Nacht zuvor bis Mitternacht Kuchen gebacken: Zitronenkuchen mit kandierten Früchten, Käsekuchen, Zwetschgendatschi mit Streusel und einen veganen Karottenkuchen. „Dafür verwendete ich Kokosöl, braunen Zucker, Karotten, vegane Milch, Walnüsse und die Gewürze Muskatnuss, Zimt und Ingwer“, erklärt Lilli Blume. Derweil ist ihr Vater damit beschäftigt, Gemüsestrudel nach georgischem Rezept vorzubereiten. „Ich fülle ihn mit angebratenem Gemüse aus dem Solawi-Anbau der letzten Woche: Kürbis, Zucchini, Sellerie, Kraut, Mangold, Tomaten, Paprika und grüner Chili“, sagt er. Einem zweiten Strudel fügt er Feta hinzu, bevor er ihn für 30 Minuten in den Ofen schiebt.

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Seit 2014 besteht die Solawi Augsburg mit 200 Mitgliedern – die Abkürzung steht für solidarische Landwirtschaft. Jedes Mitglied bezahlt monatlich 54 Euro und erhält jede Woche eine Kiste mit Gemüse aus der aktuellen Ernte. Den beteiligten Landwirten werde das ganze Jahr über ein konstantes Einkommen bezahlt, sodass sie Planungssicherheit hätten und Investitionen tätigen könnten. „Ich möchte mit meinem Café diese Bio- und Kleinproduzenten unterstützen“, sagt Etschmann. Er werde täglich ein kleines Mittagsgericht aus Solawi-Anbau anbieten wie Gemüsesuppe, Gemüsestrudel oder vegetarische Burger mit Bratlingen.

Besucher können im neuen Café auch verschiedene Bioprodukte kaufen

Seit seiner Kindheit habe sich der gelernte Steinmetz fürs Backen und Kochen interessiert. Sein Vater sei Bäcker und Konditor gewesen und er habe ihm gerne in der Backstube geholfen. Im Café gibt es 15 Sitzplätze, bei schönem Wetter werden auch im Außenbereich vier Tische aufgestellt. Die Besucher können auch selbst gebrautes Augsburger Bier und alkoholfreie Limonaden und Säfte aus der Kühltheke wählen sowie Produkte aus Bioanbau kaufen.

Im Regal stehen unter anderem Nudeln aus Dinkelmehl und Lupinen, Soja-, Hanf- sowie Leindotteröl und Kaffeeprodukte. Die Einrichtung ist barrierefrei und auch für Mütter mit Kindern gedacht. Es ist geplant, dass ab September Literatur-, Musik- und Kinoabende stattfinden oder Gruppen für einen Abend das Café reservieren.

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