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In Friedberg auf das Machbare konzentrieren

In Friedberg auf das Machbare konzentrieren
Kommentar Von Thomas Goßner
28.10.2019

Plus Die Stadtpolitik darf bei den Bürgern keine unerfüllbaren Hoffnungen wecken.

Gerade die Hälfte aller knapp 30.000 Einwohner von Friedberg lebt in der Kernstadt selbst, der Rest verteilt sich auf mehr als ein Dutzend Stadtteile von Derching im Norden bis Bachern im Süden, von Friedberg-West auf der einen bis Rinnenthal auf der anderen Seite. Doch ist die Politik in den vergangenen Jahrzehnten dieser Tatsache immer gerecht geworden?

Investitionsschwerpunkt war stets Friedberg selbst; draußen auf den Dörfern ging es allenfalls um Neubaugebiete, Schulen, Kindergärten, Sportplätze und Vereinsheime. Diese Gewichtigung schlägt sich in belangloser Architektur und einer oft breiigen Siedlungsstruktur ohne erkennbare Ortsmitte nieder.

Menschen wünschen sich einen Mittelpunkt

Dabei ist es gerade dies, was die Menschen in den Diskussionen über die Zukunft ihrer Heimat immer wieder wünschen: ein Mittelpunkt, an dem man zusammenkommen, Identität und Gemeinsamkeit finden kann.

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Die jetzt eingeleiteten Ortsentwicklungskonzepte können dazu ein wichtiger Schritt sein. Mit vier parallelen Projekten besteht aber die Gefahr, dass wenig herauskommt. Friedbergs Ressourcen sind sowohl finanziell wie personell begrenzt, schon jetzt bleibt vieles unerledigt.

Die Stätzlinger „Dorfwerkstatt“ war ein Negativbeispiel

Statt sich zu verzetteln und unerfüllbare Hoffnungen zu wecken, muss sich die Stadtpolitik auf Machbares konzentrieren. Sonst bleibt am Ende nur Enttäuschung. Die weitgehend folgenlose Stätzlinger „Dorfwerkstatt“ aus dem Jahr 2004 ist ein Beispiel dafür, wie es nicht laufen darf.

Lesen Sie dazu unseren BerichtFriedberg poliert seine Stadtteile auf

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