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16.02.2015

In Friedberg kommen weniger Kinder zur Welt

Weniger Babys als im Jahr davor sind 2014 im Friedberger Krankenhaus auf die Welt gekommen.
Bild: Andreas Schmidt

Auf jahrelangen Aufwärtstrend folgt nun ein Dämpfer bei den Geburtenzahlen. Die Stadt wächst aus einem anderen Grund

Von Andreas Schmidt

Die Geburtshilfe am Friedberger Krankenhaus ist nach wie vor beliebt bei werdenden Eltern. Trotzdem ist in der Klinik die Zahl der Neugeborenen 2014 im Vergleich zum Jahr davor deutlich zurückgegangen. Das Bürgerbüro der Stadt Friedberg verzeichnet in seinem jetzt vorgelegten Jahresbericht 550 Geburten (2013: 596) im Krankenhaus. Dies sind im Rückblick bis 2004 nach wie vor Zahlen auf einem hohen Niveau, aber doch spürbar weniger Babys als in den beiden Boomjahren 2012 und 2013. Die Zahl der Hausgeburten blieb unverändert bei zwei.

Der Dämpfer wirkt sich allerdings nicht negativ auf die Friedberger Einwohnerstatistik aus. Denn die Mehrzahl der neugeborenen Friedberger wohnt anschließend eh anderswo als an ihrem Geburtsort.

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Bei den Buben gibt es ein komplett neues Spitzen-Trio. Alexander, Jakob und Josef (jeweils zehnmal) lauten die aktuellen Favoriten. Bei den Mädchen gab es einen Positionswechsel. Maria und Marie (40-mal) liegen 2014 wieder vorne vor Sophia und Sophie (22-mal) in verschiedenen Schreibweisen – gefolgt von Lena (13-mal).

Etwas weniger Paare haben sich 2014 das Ja-Wort im Friedberger Standesamt gegeben: 219 Trauungen waren es und damit 19 weniger als noch im Jahr davor, das allerdings über ein Jahrzehnt hinweg rekordverdächtig war. Vergleichsweise hoch ist die Zahl der fünf geschlossenen Lebenspartnerschaften.

Zurückgegangen ist die Zahl der registrierten Todesfälle auf 364. Im Jahr davor waren es noch ein Zehntel mehr (2013: 399).

Deutlich mehr Friedberger als in den beiden Jahren davor verabschiedeten sich aus ihren Kirchen. 261 Kirchenaustritte waren es 2014 (2013: 228). Noch deutlich höher war die Austrittswelle im Jahr 2010 mit 361 ausgetretenen Friedbergern.

Friedberg bewegt sich hier langsam wieder auf einen neuen Höchstwert zu. Zum Jahresende 2014 hatte die Stadt 29448 Einwohner – gut 200 mehr als ein Jahr zuvor. Nun ist es nicht mehr weit zu dem Höchstwert von 29524 Friedbergern im Jahr 2005. Bürgerbüroleiter Hans-Jürgen Trinkl erklärt den Anstieg unter anderem mit den neu dazu gekommenen Asylbewerbern.

Der Einwohnerzuwachs lässt sich tatsächlich fast ausschließlich auf einen höheren Anteil von Ausländern zurückführen. So haben mittlerweile 1900 Friedberger (2013: 1704) einen ausländischen Pass. Der Ausländeranteil ist damit auf 6,5 Prozent angestiegen. Fast konstant ist die Zahl der 444 aus der Türkei stammenden Friedberger als größter Gruppe geblieben. Am deutlichsten ist der prozentuale Anstieg bei den jetzt 70 Afrikanern. Ein Jahr zuvor waren es nur halb so viele in Friedberg.

Deutlich mehr Geschäftsleute als im Jahr davor trauten sich 2014 Unternehmergeist zu. Die Zahl der Gewerbeanmeldungen in Friedberg stieg deutlich auf 305 (2013: 215) an. Vergleichsweise viele gaben aber auch auf, wie 258 Gewerbeabmeldungen (2013: 186) zeigten.

Weniger neue Wirte haben sich ans Werk gemacht. Die Stadt erteilte 2014 nur noch sieben Gaststättenerlaubnisse. Im Jahr davor waren es noch zwölf.

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