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Fußball-Nachlese

04.09.2018

In Mering jubeln derzeit nur die Reserven

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Torschützen unter sich: Links Daniel Kitzberger, rechts Maximilian Obermeyer vom SV Mering II, der das Derby gegen den BC Rinnenthal II mit 4:1 für sich entschied. Kitzberger avancierte vom Pechvogel zum Matchwinner: Er erzielte ein Eigentor und steuerte dann noch zwei Treffer zum Meringer Sieg bei.
Bild: Peter Kleist

Die Erste des MSV steckt nach einem Drittel der Saison mitten im Abstiegskampf. In Kissing  fällt eine resolute Schiedsrichterin auf. Dämpfer für Rinnenthal.  

Beim SV Mering läuft es momentan nur in Teilbereichen so, wie es sich die Verantwortlichen vor dem Saisonstart erhofft hatten. Jubeln können derzeit nämlich nur die Spieler der zweiten und der dritten Mannschaft. Die dritte MSV-Vertretung gewann das Derby in der B-Klasse gegen Wulfertshausen II mit 4:3, und die Zweite legte in der A-Klasse Ost einen überzeugenden 4:1-Sieg gegen den BC Rinnenthal II nach. Ein Akteur avancierte dabei vom Pechvogel zum Matchwinner: Daniel Kitzberger. Der besorgte zunächst per Eigentor die Führung für den BCR II, sorgte dann aber mit zwei Toren dafür, dass sich für die Meringer alles zum Guten wendete. Gemessen an den Chancen, die sich Obermeyer, Ludwig und Co. gegen einen ersatzgeschwächten Gegner erspielt hatten, hätte der Erfolg durchaus noch höher ausfallen können.

Dagegen herrscht beim Meringer Team in der Landesliga Südwest Tristesse pur, das 0:3 gegen den SC Olching stellt den Tiefpunkt der bisherigen Saison dar. „Das war das schlechteste Spiel der Saison, bis auf zwei, drei Akteure hat keiner Normalform erreicht“, meinte Trainer Gerhard Kitzler. Der nahm sich auch selber in die Pflicht: „Es ist mir als Trainer offensichtlich nicht gelungen, der Mannschaft den Ernst der Lage klarzumachen“, so Kitzler mit etwas Resignation in der Stimme. „Die Tabelle lügt nicht. Wer nach einem Drittel der Saison da unten drinsteckt, der ist ein Abstiegskandidat, da dürfen wir uns nichts vormachen. Gegen Oberweikertshofen am Sonntag haben wir schon ein Endspiel vor der Brust“, meinte der Trainer. Pech für den MSV: Mit Markus Gärtner, der sich ohne Gegnerweinwirkung eine Adduktorenverletzung zuzog, fällt ein wichtiger Stürmer womöglich länger aus.

Dagegen konnte Alex Bartl, der Trainer des FC Stätzling, ein zufriedenes Fazit nach dem Spieltag in der Bezirksliga Süd ziehen. Mit 3:0 gewann der FCS beim FC Heimertingen – und das auch völlig verdient. „Das ware eine bemerkenswerte Leistung des ganzen Teams. Wir haben kompakt verteidigt und vorne unsere Nadelstiche gesetzt. Die Mannschaft hat den Auftritt vom Vorsonntag bei Viktoria vergessen lassen“, freute sich der Stätzlinger Trainer. „Solange wir so mitschwimmen und immer unsere Punkte holen, so lange ist alles in Ordnung“, meinte Bartl.

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Auch beim Kissinger SC blickte man nach dem Spiel gegen Viktoria Buxheim in zufriedene Gesichter. Nach dem 3:1-Sieg kann sich der KSC langsam wieder nach oben orientieren. Diesmal machte man auch einen frühen Rückstand wett, spielte geduldig und wurde schließlich mit zwei späten Toren noch belohnt. Trainer David Bulik selbst war es, der sein Team in der 86. Minute mit 2:1 in Führung brachte, Luca Ogino legte in der Nachspielzeit das 3:1 nach. Einen bemerkenswerten Auftritt legte auch die Schiedsrichterin Barbara Karmann hin. Sie hatte für die Aktiven nicht nur klare Ansprachen parat, sie scheute sich auch nicht davor, konsequent zu entscheiden. Buxheims Trainer Ulf Schmidt wurde wegen Reklamierens auf die Tribüne geschickt, und auch Viktoria-Spieler Leon Schenk durfte mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen.

Womöglich hätte auch Schiedsrichter Benedikt Müller beim Spiel der Kreisliga Ost zwischen Firnhaberau und dem TSV Friedberg eine gute Leistung gezeigt, doch für den Referee aus Aichach war die Partie schon nach wenigen Minuten – genauer gesagt nach deren drei – beendet. Er hatte einen Ball von Friedbergs Simon Bunk an die Schläfe bekommen und war k. o. gegangen. An ein Weitermachen war nicht zu denken, und so musste Linienrichter Simon Winter einspringen. Friedberg siegte mit 3:1, ohne dabei aber zu überzeugen. „Wir haben uns viele Abspielfehler geleistet und uns das Leben selber schwergemacht“, so TSV-Abteilungsleiter Marcus Mendel.

Der BC Rinnenthal indes musste erstmals seit dem 8. April in einem Punktspiel wieder als Verlierer vom Platz. Damals verlor man 0:3 gegen Affing, diesmal hieß es 0:3 gegen den BC Aichach. „In der ersten Halbzeit hat alles eigentlich noch gepasst, aber nach der Pause haben wir den Faden verloren und die Positionen nicht halten können. Und als wir nach dem 0:2 auf Dreierkette umgestellt haben und mehr Risiko gegangen sind, sind wir halt noch in einen Konter gelaufen. Man muss sagen, Aichach hat verdient gewonnen“, meinte BCR-Trainer Franz Losert. Der BCR musste auf seinen zweiten Spielertrainer Markus Rolle verzichten, den plagten Rückenprobleme.

In der Aichacher Gruppe der Kreisklasse ist momentan der TSV Dasing das Maß aller Dinge, was diesmal auch der Aufsteiger SV Wulfertshausen neidlos anerkennen musste. Die von Jürgen Schmid trainierten Dasinger gewannen gegen den SVW mit 3:0 und feierten damit im fünften Spiel der Saison den fünften Sieg. Für die Truppe von Trainer Bastian Schaller indes war es die dritte Niederlage in Serie. Und der SV Ried ist nach dem 0:2 auf eigenem Platz gegen den SC Oberbernbach wieder da, wo er eigentlich unter keinen Umständen hinwollte: am Tabellenende. Am Donnerstag muss das Team von Dominik Koch schon wieder ran – um 19 Uhr beim TSV Inchenhofen.

In der Augsburger Gruppe ist der Kissinger SC II nach dem 2:2 bei Pfersee weiter ungeschlagen, dagegen kommt der FC Stätzling II (0:3 bei Türkspor II) nicht auf die Füße und der SV Ottmaring (1:4 gegen Öz Akdeniz) bleibt auch im Tabellenkeller. Und der TSV Merching? Der darf sich nach dem verdienten 3:1-Sieg bei der TSG Stadtbergen nach oben orientieren.

Nach oben, das wollen in der A-Klasse Ost auch die Sport-Freunde Bachern – und das Team von Trainer Michael Guggumos scheint auf dem besten Wege dazu. Das 6:0 bei Spartak war der fünfte Sieg in dieser Saison. Nun kommt das Derby gegen die Sportfreunde Friedberg, die ebenfalls nach oben streben und sich mit einem 9:0 gegen Lechhausen II schon „warm geschossen“ haben.

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