1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. In Steindorf feiern die Vereine kostenlos

Sitzung

24.01.2019

In Steindorf feiern die Vereine kostenlos

Der Gemeinde entgehen dadurch rund 3000 Euro pro Jahr. Warum die Kommune auf die Miete verzichtet

Wenn Steindorfer Vereine etwas zu feiern haben, tun sie das, ohne dafür Raummiete zahlen zu müssen. Der Gemeinderat hat dies einstimmig beschlossen.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Nach den Berechnungen aus den Vorjahren entgehen der Gemeinde dadurch circa 3000 Euro pro Jahr. Bisher wurden die Vereine punktuell für einzelne Anlässe gefördert, was einen erheblichen Aufwand nach sich gezogen hatte. Für private Veranstaltungen werden künftig folgende Gebühren erhoben: Die großen Räume im Gemeindehaus und im Sportheim Hofhegnenberg kosten 50 Euro pro Tag, alle kleinen Räume der Gemeinde, zum Beispiel in den Feuerwehrhäusern, kosten 30 Euro. Für auswärtige Benutzer verdoppeln sich die Gebühren.

lLiftenweg Es soll so gebaut werden, wie der Bebauungsplan das vorsieht. Ein Bauherr möchte im Neubaugebiet „Liftenweg“ ein Einfamilienhaus mit Carport bauen, möchte aber die vorgegebenen Baumaße überschreiten. Die Räte wollten den, wenn auch geringen Abweichungen nicht zustimmen, da sich die meisten anderen Bauherren dort an die Vorgaben gehalten hatten und ein ähnliches Anliegen schon einmal abgelehnt wurde.

lNachträgliche Genehmigung In der vergangenen Sitzung wurde der Anbau eines Geräteraumes an ein bestehendes Wohnhaus in Hofhegnenberg beantragt. Allerdings erst, nachdem der Bau schon fertig war. Die Räte wollten den Anbau nicht nachträglich genehmigen. Der Bauherr behauptete, sich bei der Verwaltungsgemeinschaft in Mering informiert zu haben, und dass das Vorhaben genehmigungsfrei wäre. Bürgermeister Paul Wecker geht davon aus, dass der Bauherr keine solche Auskunft erhalten hat, und teilte diesem das schriftlich mit. Laut Aussage des Landratsamtes ist der Anbau nachträglich genehmigungsfähig. Er liegt baurechtlich beurteilt im Außenbereich. Mit der Hauskante des Wohngebäudes endet der Innenbereich. Eine Genehmigung nach Paragraf 35 Abs. 2 BauGB wäre möglich, da der Geräteraum als sonstiges Vorhaben eingestuft werden kann und öffentliche Belange dieser Art der Nutzung nicht entgegenstehen. Der Antrag zielt auf die einzige Nutzung als Geräteraum ab. Die Räte lehnten den nachträglichen Antrag dennoch gegen die Stimme von Wecker ab. Dieser ging von einer Genehmigung durch das Landratsamt aus.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren