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In der Pflege gibt es kein Entweder-oder

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Kommentar Von Thomas Goßner
22.04.2019

Warum das Pflegestärkungsgesetz seine Ziele nicht erreicht.

Mit dem Anfang 2017 in Kraft getretene Pflegestärkungsgesetz sollten die stationären Einrichtungen entlastet und die häusliche Pflege finanziell bessergestellt werden. Angesichts der stetig steigenden Zahl von Pflegebedürftigen – allein zwischen 2013 und 2015 lag der Zuwachs im Wittelsbacher Land bei zwölf Prozent – hoffte der Gesetzgeber, so den Druck von Kassen und Heimen gleichermaßen zu nehmen. Zudem sollte dem Wunsch vieler Menschen entsprochen werden, im Alter in der vertrauten Umgebung zu bleiben.

Doch in der Praxis werden ohnehin fast drei Viertel der Pflegebedürftigen im Landkreis von den Angehörigen und ambulanten Diensten versorgt. Und immer seltener wird in einer sich wandelnden Gesellschaft die Familie in der Lage sein, diese Arbeit zu leisten.

Bis zum Jahr 2030 sagen die Prognosen einen weiteren Anstieg der betagten oder auf Hilfe angewiesenen Menschen im Kreis um über 40 Prozent voraus. Viele Pflegedienste beklagen bereits jetzt, nicht mehr genügend Personal zu finden. Was bleibt dann anders übrig als der Weg ins Heim? Altenpflege ist nie eine Frage des Entweder-oder, sondern stets des Sowohl-als-auch.

Lesen Sie dazu auch unseren Bericht Im Wittelsbacher Land sind die Plätze in den Heimen sind knapp

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