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Friedberger Gesellschaft

09.11.2018

Integration in Friedberg gemeinsam gestalten

Freundschaft und Gemeinschaft: Zusammen haben Engagierte rund um die Integration in Friedberg diese Illustration angefertigt.
Bild: Stadt Friedberg

In Workshops sollen Bürger miteinander herausfinden, wie gut Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenleben. Und wie man die Situation verbessern kann.

Drei Jahre ist es nun her, dass auch in Friedberg viele Geflüchtete angekommen sind. Inzwischen ist für die meisten der wichtigste Papierkram erledigt, der Aufenthaltsstatus geklärt und der Alltag beginnt in der neuen Heimat. Und damit auch eigentlich erst so richtig die Integration. Um herauszufinden, wie gut man als neuer Bürger in Friedberg ankommt, veranstaltet die Stadt nun am 17. November das World Café.

Ulrike Proeller und Stephanie Posch vom Büro für Asly und Integration der Stadt Friedberg haben die Veranstaltung organisiert. Das Konzept des World Café sei neu, so berichten die beiden. Aus vielen Gesprächen mit Beteiligten in der Stadt habe das Projekt dann Form angenommen. Die Idee dahinter ist, dass in einem ungezwungenen Rahmen die Bürger miteinander ins Gespräch kommen und dabei herausfinden, was in Sachen Integration in Friedberg schon ganz gut läuft – und was nicht. Egal ob Geflüchtete oder alteingesessene Friedberger: Bei dem Termin sollen sich alle auf Augenhöhe begegnen.

Unterschätzt werden Themen wie Freizeit und Religion

In insgesamt acht Workshops sollen die Teilnehmer in Kleingruppen in bestimmten Themenbereichen Schwerpunkte setzen. Dazu gehören Dinge wie: Religion und Kultur, Wohnen, Arbeit, Freizeit und Familie, Schule und Kindergarten oder Erwachsenenbildung. Diese Themen seien nicht in Stein gemeißelt, sagen die Veranstalterinnen. „Wir wollen dem Ganzen aber eine gewisse Struktur geben“, erklärt Posch. Wenn man merke, dass bei bestimmten Themen ein besonderer Diskussionsbedarf bestehe, werde man darauf natürlich reagieren. Gerade das Thema Freizeit und Religion, so haben Posch und Proeller in Gesprächen mit Beteiligten herausgefunden, würden in ihrer Wichtigkeit häufig unterschätzt. Denn in den Bereichen würde ein Gefühl von Gemeinschaft und Zugehörigkeit eigentlich erst so richtig entstehen.

Um sich in ungezwungener Atmosphäre ein bisschen kennenzulernen, startet die Veranstaltung mittags mit einem Buffet. Dabei trifft bayerische auf arabische Küche: Es gibt zum Beispiel Rindfleischbällchen mit Minzsauce, Falafel und dazu Bergkäsekuchen.

Die Ergebnisse werden an Integrationsbeirat weitergegeben

Es gibt nur eine Voraussetzung, für Bürger, die beim World Café mitmachen möchten: Ein bisschen Deutsch sollten sie sprechen können, um sich in den Workshops beteiligen zu können. Eingeladen sind alle Bürger: Ob Migranten dritter Generation, Geflüchtete, die erst seit kurzer Zeit in Friedberg sind oder Menschen, deren Ahnen schon seit Jahrhunderten in Deutschland leben. „Wir wollen, dass alle, die hier in Friedberg die Gesellschaft mitgestalten, mitmachen“, betont Posch.

Aber inwiefern können die Ergebnisse der Workshops dann tatsächlich etwas verändern? „Wir möchten die Ergebnisse in den Integrationsbeirat einbringen“ erklärt Posch. Das Gremium könne dann entscheiden, welche Vorschläge umgesetzt werden oder für welche angesprochenen Probleme man Lösungen erarbeitet. Zunächst ist das World Café nur als einmalige Veranstaltung geplant, eine Art Pilotprojekt. Proeller könnte sich aber auch vorstellen, dass solche World Cafés in Zukunft noch öfter stattfinden.

Anmeldung Die Veranstaltung findet am Samstag, 17. November, von 13 bis 17.30 Uhr in der Mensa der Grund- und Mittelschule statt. Wer am World Café teilnehmen möchte, sollte sich bis heute Abend (Freitag, 9. November) beim Büro für Asyl und Integration anmelden. Das ist online unter www.friedberg.de/worldcafe, per Mail an integration@friedberg.de oder telefonisch unter 0821/65073654 möglich.

Lesen Sie hierzu einen Kommentar: Das World Café sollte nicht nur eine schöne Veranstaltung werden, sondern auch in konkrete Projekte münden.

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