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Neujahrsempfang

10.01.2015

Interessant, echt und dynamisch

Bürgermeister Erwin Gerstlacher im Gespräch mit der neu zugezogenen Familie Tengoua aus Baindlkirch sowie (von links) Gabriele Vogt-Engelhardt von der SVE, Kinderhausleiterin Petra Damm und Rektorin Melanie Prager.
Bild: Heike John

Rieds Bürgermeister Erwin Gerstlacher hat Spaß am Amt in seiner Gemeinde

Selbst nach acht Monaten hat Erwin Gerstlacher noch Spaß am Amt des Bürgermeisters. Seit er diese Position innehat, sei die bislang fast unbekannte Straße, in der er wohnt, von vielen neugierigen Spaziergängern bevölkert, stellte er schmunzelnd fest. Mit einer launigen Ansprache zum Neujahrsempfang zeigte der gebürtige Rieder viel Sinn für Humor, auch als er versicherte, dass über den bislang einen Schneetag hinaus der Winterdienst sichergestellt sei – selbst wenn der Schneeräumer nicht direkt vor der Haustür der Bürger in Warteposition sei, so spielte er auf eine Beschwerde an. Hier bewies er auch gleich seine gelassene, besonnene Art.

Diese hat Klaus Metzger an ihm als neuen Kreistagskollegen besonders schätzen gelernt, so betonte der Landrat als Nachfolgeredner. Viele lobende Worte über Ried, seine Bürger und seinen Verwaltungschef gab es im Laufe des Abends. Zum Empfang in die Turnhalle im Untergeschoss des Rathauses geladen waren Rieder Neubürger, Vereinsvertreter, die Leiterinnen der Kindereinrichtungen wie Schule, Kinderhaus, Kindergarten und schulvorbereitende Einrichtungen, Gemeinderäte und viele weitere Bürger, die sich für das Wohl der 3000 Einwohner großen Gemeinde engagieren.

Auch den erst kürzlich geborenen jüngsten Einwohner, den kleinen Max, hatten seine Eltern zum Neujahrsempfang mitgebracht. Anwesend war auch die vierköpfige Familie Tengoua, die seit elf Monaten in Baindlkirch lebt. „Wir sind aus beruflichen Gründen hierhergezogen, erklärten die beiden aus Kamerun stammenden Akademiker. In Baindlkirch schätzen sie die geruhsame Atmosphäre und die freundliche Art der Mitbürger und fühlen sich rundum wohl. In der gesamten Gemeinde ist man stolz auf die Angebote für junge Familien wie das Kinderhaus sowie die neu erschlossenen Baugebiete.

Ein Ort auf dem Land müsse gut aufgestellt sein, betonte Landrat Klaus Metzger, und führte aus, dass ihm sowohl die Gesundheitsvorsorge als auch die Bildung vor Ort am Herzen liege. „Wir müssen versuchen, die Jugend am Ort zu halten und sicherstellen, dass sie nicht nur in hiesigen Handwerksbetrieben ausgebildet wird, sondern dort im Mittelstand dann auch Beschäftigung findet.“ Metzger griff auch das Thema Asyl auf und lobte den von Gerstlacher vorgestellten Plan, im ehemaligen Rieder Pfarrhaus Asylbewerber aufzunehmen. Zusammen mit Pfarrer Michael Würth habe er besprochen, dort eine Familie unterzubringen, denn sich rauszuhalten, sei nicht fair. Dies entspricht den Plänen des Landratsamtes, das eine dezentrale Unterbringung favorisiert. Weiterer Gastredner war der Landtagsabgeordnete Peter Tomaschko. Er lobte die gute wirtschaftliche Lage Rieds im Dreieck München – Augsburg – Ingolstadt mit einem guten Mittelstand. „Sie arbeiten daran, dass Ried immer ein Stück vorne dran steht“, so das Kompliment Tomaschkos. Ein Beispiel dafür sei der Zuschuss für das modellhafte städtebauliche Projekt, das bayernweit einmalig sei.

Erwin Gerstlacher sonnte sich nicht in diesem Lob, sondern gab es gleich an die Bürger weiter. Er erzählte von der großen Resonanz der ersten Zukunftswerkstatt zur Gestaltung der Ortsmitte, an der sich rund 140 Bürger beteiligten. „Ich entschuldige mich hiermit bei unseren Gemeinderäten, dass ihr Beitrag dabei nicht gewünscht war“, erklärte er lächelnd. „Die Meinung der Bürger ist mir wichtig. Sie sind unser größtes Potenzial.“ In diesem Sinne bedankte er sich vor allem auch bei den Vereinen und Organisationen für die gute Zusammenarbeit. „Das Leben in unserer Gemeinde ist durchaus lebenswert. Ried ist richtig, interessant, echt und dynamisch“, so lautete sein Bekenntnis als neuer Bürgermeister.

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