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Gemeinderat

23.05.2015

Internet soll in Eurasburg schneller werden

Wo es bisher hakt, wird nach Lösungen gesucht, um die Breitbandversorgung zu optimieren

Die Gemeinde Eurasburg bemüht sich um Lösungen, das Internet auch dort schneller zu machen, wo es bislang vergleichsweise lahmt. Betroffen davon sind ausgerechnet auch Teile des Hauptorts. Der Gemeinderat beauftragte jetzt den ehrenamtlichen Breitbandpaten Ronald Hoeck, auch dort tätig zu werden.

Zum Thema Breitbandversorgung (schnelles Internet) hatte Ronald Hoeck den Gemeinderat informiert. Demnach hatten ihn nach den jüngsten Schritten zur Verbesserung der Internetversorgung (wir berichteten) mehrere Bürger angesprochen. Die maximale Bandbreite in allen Ortsteilen nach dem Breitbandausbau sollte eigentlich zwischen 30 und 50 Mbit/s liegen. Eurasburger hätten ihm aber gemeldet, dass an einigen Stellen (Bürgermeister-Völk-Straße, Waldstraße, Lagerhaus Osterhuber und Ortsteile Hinterholz und Pfandlaich) weniger als 10 Mbit/s erreicht werden. Hoeck machte sich kundig: „Mich hatte die Sache technisch persönlich interessiert, da ich nur 150 Meter von einigen Stellen entfernt wohne und volle 50 Mbit/s erhalte.“ In der Bürgermeister-Völk-Straße wurden laut Hoeck zur Erschließung der Anlieger von der Telekom Kupferkabel verlegt.

Von der Vermittlungsstelle Gartenstraße abgehend über Hauptstraße, Siedlerstraße bis zum Verteiler Am Hartfeld. Hoeck: „Die Kabellänge beträgt hier 1600 Meter. Es wurde dazu der damals kleinste zu beschaffende Leitungsquerschnitt verwendet und nicht der direkte Weg über die Schulstraße genommen.“ Nun schlug Hoeck vor, Am Hartfeld einen neuen Verteiler mit DSLAM zu installieren und von der Vermittlungsstelle Gartenstraße mit Glasfaser zu erschließen. Von dort aus könne man auch die Anlieger der Bürgermeister-Völk-Straße und das Neubaugebiet Bergfeld versorgen. Hinterholz, Pfandlaich und andere Stichstraßen könnten in ein Kumulationsgebiet zusammengeschlossen werden.

Damit könnten weitere Fördergelder des Freistaats abgerufen werden. Dazu Hoeck: „Wir haben die für uns mögliche volle Fördersumme von 900000 Euro noch nicht ausgeschöpft und könnten somit ein neues Verfahren anstoßen.“ Das Gesamtprojekt könnte bis zu 500000 Euro kosten. Der Anteil Eurasburgs beträgt rund 100000 Euro. Hoeck warb um Zustimmung: Für eine Investition von 100000 Euro erhalte man einen Gegenwert von einer halben Million Euro. Breitbandförderung sei Infrastrukturförderung – vor allem für Gewerbebetriebe und junge Familien. Der Gemeinderat schloss sich dieser Meinung an.

Der Tenor lautete, Breitband-Anbindung ans Internet sei für Bürger und Unternehmen in Eurasburg ein unverzichtbarer Bestandteil regionaler Infrastruktur. Der Gemeinderat erteilte schließlich Hoeck die Freigabe, zusammen mit einer Fachfirma die weitere Planung und Kostenausarbeitung zur Optimierung der Breitbandversorgung in Eurasburg zu beginnen.

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