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Friedberg

28.07.2010

Isländer schrecken auch vor Feuer und Trollen nicht zurück

Reiten, Fußball und Jungs? Geht das zusammen? Es geht! Lucca Aschenbrenner, Eric Mattes Melchior, Markus Pröll und Konstantin Oberlander als wilde Kerle bei der kleinen Pferdenacht auf der Lechleite. Foto: Islandpferde Lechleite
Bild: Islandpferde Lechleite

Das Wetter war auf der Seite der Islandpferde. Pünktlich zu Beginn der kleinen Pferdenacht des Friedberger Islandpferdehofs "Lechleite" hörten die Regenschauer auf. 300 Besucher genossen an der Lechleite den Sonnenuntergang und die Abendstimmung. Lichteffekte, Musik und Feuer entführten sie in eine Pferde-Fantasiewelt.

"Auf ein Gläschen" baten zwei Damen im Damensattel die Gäste. Einhändig wurde ein Pas de deux im Sonnenuntergang geritten. Gegensätze waren ein Thema des Abends. So fanden sich die Zuschauer nach kurzem Umbau in einer dunklen Reithalle mit hell erleuchtetem Boden und Nebelschwaden wieder. Zu "Stayin alive" von den Bee Gees tanzten zwei nachtschwarze Pferde durch den Sand.

Atemberaubendes Tempo

Ein Höhepunkt der Show war der "Tanz mit dem Feuer". Betriebsinhaberin Veronika Frisch und Reitpädagogin Petra Lisy zogen zunächst reitend zwei lange Feuerschnüre hinter sich her. Im Rahmen der gerittenen Figuren wurden die Schnüre von den Pferden überritten, durch die Luft geschleudert. Schließlich hing zwischen den Schnüren ein Feuerball, der von den beiden Reiterinnen zwischen den Pferden in atemberaubendem Tempo balanciert und durch die Luft gewirbelt wurde.

Isländer schrecken auch vor Feuer und Trollen nicht zurück

Die Fortsetzung der Pferdenacht folgte auf dem weitläufigen Außengelände. Aus dem Feuerball wurde eine große Feuerschale, die Sebastian Frisch und Tobias Buchwieser zwischen ihren Pferden trugen. Begleitet von Pferden mit Lichterketten und "Elfen" und "Trollen" im Sattel. Es war eine atemberaubende Show mit absolut ruhigen und zuverlässigen Pferden, die scheinbar vor nichts zurückschrecken.

Der Tag darauf stand im Zeichen der offenen Stalltür. Neben kleinen Showauftritten wurden viele Informationen geboten. Der Moderator, Hofbetreiber Sebastian Frisch, vermittelte auch so vermeintlich trockene Themen wie Pferdefütterung und -anatomie spannend und interessant. Der Tag war gespickt mit kleinen und großen Attraktionen: Die Sechsjährigen traten als "freche Früchtchen" auf. Die Teens boten schönes Reiten in Dressurlektionen oder Spektakuläres als "Turniergruppe". Bei der "Madagaskar-Show" waren kostümierte Pferde und Reitlehrerinnen zu sehen. Schulpferde und Pensionspferde zeigten große Quadrillen. Sogar Jungs lassen sich an der Lechleite vom Reiten überzeugen. Sie begeisterten als wilde Kerle auf schwarzen Pferden. Viele der insgesamt etwa 800 Besucher wollten neugierig mittags nur kurz vorbeischauen, und konnten sich dann nicht mehr loseisen, bis kurz nach 17 Uhr die Stalltüren geschlossen wurden. So auch z. B. die Familie Lauter aus Friedberg. "Kreativität, Tierliebe, frische Luft, Spaß und Lernen, das Komplettpaket!" Tochter Linea findet es einfach toll. (FA)

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