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15.03.2018

Iva Vlahinic trifft aus allen Lagen

Sprunggewaltig und torgefährlich: Im Rückraum kann Iva Vlahinic auf allen Positionen agieren. Die 19-Jährige betreibt neben dem Handball aber noch einen anderen Sport. Privat greift sie gerne zu einem Musikinstrument.
Bild: Melanie Nießl

Seit ihrer Kindheit spielt die Aichacherin beim TSV Handball. Aus dem Landesliga-Team ist die 19-Jährige nicht mehr wegzudenken. 

Aktenkundig ist das zwar noch nicht, doch die Wahrscheinlichkeit, dass die Handballerinnen des TSV Aichach nach nur einem Jahr die Landesliga schon wieder verlassen müssen, ist groß. Die Rückkehr in die Bezirksoberliga würde in der Abteilung aber nicht als Beinbruch bewertet werden. Denn für die Zukunft ist durchaus Potenzial vorhanden, das aus den eigenen Reihen stammt. Zum Beispiel Iva Vlahinic. Die 19-Jährige spielt seit ihrem fünften Lebensjahr Handball und gehört zu den größten Talenten des TSV.

Trainer Martin Fischer kann sich ein fundiertes Urteil erlauben über die junge Frau, die zur AN-Sportlerin des Monats Januar gewählt wurde: „Die ist bei uns eine Leistungsträgerin trotz ihrer Jugend. Sie kann aus dem Rückraum werfen und hat Möglichkeiten im Spiel Eins-gegen-Eins. Außerdem hat sie das Auge für ihre Mitspielerinnen. Sie ist auf einem sehr guten Weg.“ Wenn es gilt, Entscheidungen unter Druck zu treffen, dann mache Vlahinic das „schon sehr gut“, betont Fischer. Der Coach fügt aber gleich hinzu: „Da sind mit Sicherheit noch ein paar Prozent offen.“ Kein Wunder, angesichts der Tatsache, dass Vlahinic noch nicht einmal ein Jahr bei den Frauen dabei ist. Darum auch gleich der Hinweis des Coaches: „Ich bin froh, dass ich sie im Team dabei habe.“ Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass sie auf allen drei Positionen im Rückraum einsetzbar ist. Genau 70-mal hat sie bisher in dieser Saison getroffen und damit öfter als jede andere Spielerin im Team des Aufsteigers.

Iva Vlahinic hat kroatische Wurzeln, wurde aber in Aichach geboren. Die 19-Jährige ist zweisprachig aufgewachsen und hat beide Staatsbürgerschaften. Vor Kurzem hat sie ihre Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau abgeschlossen uns ist nun im Industriegebiet in Aichach-Ecknach tätig. In nächster Zeit wird sie noch einem anderen Sport frönen, denn sie geht beim Tennis für den TC Aichach auf Punktejagd. „Wenn die Saison beim Handball vorbei ist, geht es beim tennis erst los.“ Das ist keineswegs untypisch für Handballerinnen. Teamkollegin Lara Leis greift ebenfalls zum Schläger. Bleibt daneben noch Zeit für weitere Aktivitäten? Durchaus, etwa beim Gitarre-Spielen. „Eine kleine Abwechslung zum Sport“, erzählt Iva Vlahinic, die außerdem gerne mit Freunde weggeht.

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Wer als Sportlerin Überdurchschnittliches leistet, der kann bereits als Teenager ins Rampenlicht rücken. Iva Vlahinic hat diese angenehme Erfahrung beim Ball des Sports vor gut einem Monat in Aichach gemacht, als die A-Jugend der Handballerinnen zu einer Sonderehrung geladen war: „Das war total schön und hat uns alle sehr gefreut.“ 2017 bestand reichlich Grund zum Feiern. Die Jugend holte ebenso den Titel wie die Frauen. Vlahinic erinnert sich nur zu gerne: „Das war super, sowohl bei der A-Jugend als auch bei den Damen.“

Dass die sich jetzt wieder auf die BOL einstellen müssen, findet auch Vlahinic nicht sonderlich tragisch: „Ja, leider – ist halt so“, meint sie. Dann verweist sie - sicher nicht ganz zu Unrecht - darauf, dass es sich bei der Landesliga Süd um eine starke Klasse handelt, die im Laufe der Jahre an Niveau eher zugelegt hat. Wenn es gilt, außerhalb der Halle was zu unternehmen, dann ist die 19-Jährige stets gerne mit dabei: „Es ist schön, wenn man was zusammen macht.“

In ihrem Alter ist jede Athletin noch steigerungsfähig. Das Duell mit einer direkten Gegnerin, also das Eins-gegen-Eins, mag sie sehr gerne. Und wo sieht sie noch Luft nach oben? „In der Abwehr.“ Grundsätzlich besteht im Sport ständig die Möglichkeit, sich zu verbessern.

Am Wichtigsten aber dürfte für Iva Vlahinic die Tatsache sein, dass sie sich im Handball so richtig wohlfühlt. „Das ist ein Mannschaftssport“, lautet ihr Argument: „Man hat immer Kontakt mit den Mitspielern. Die Gemeinschaft finde ich toll.“

Diese Erfahrung hat sie als Fünfjährige bei den Minis bereits gemacht und daran hat sich bis heute nichts geändert – egal ob die Erfolgskurve mal nach oben oder nach unten zeigt.

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