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Kultur

15.10.2018

Jazz und Brunch – eine prima Kombination

Kathrin Feige und ihre musikalischen Begleiter begeisterten das Publikum im Großen Saal. Als echtes Bürgerschloss sollen gerade einheimische Gruppe hier ein Podium finden..
Bild: Peter Stöbich

Die erste große Konzertveranstaltung im Wittelsbacher Schloss zieht mehr Gäste an als erwartet. Bis auf ein paar Kleinigkeiten besteht der Große Saal den ersten Testlauf

Früh aufstehen hieß es gestern für Sonja Weinfurtner: Die Veranstaltungs-Managerin für das Friedberger Schloss musste mit ihrem Team am Sonntagmorgen die erste große Konzertveranstaltung vorbereiten. Das Fazit: Viele begeisterte Besucher aus nah und fern, bei Kleinigkeiten lässt sich manches aber noch optimieren.

Zweiter Bürgermeister Richard Scharold begrüßte im großen Saal mehr als 150 Gäste zum Brunch mit dem Kathrin-Feige-Quartett. Die Musiker umrahmten das Frühstück mit einschmeichelnden Melodien wie dem Girl von Ipanema und freuten sich über ihr gelungenes Heimspiel: „Ein familiäres Treffen in so schönem Ambiente – da spielen wir jederzeit gern wieder!“

Sonja Weinfurtner hatte die Friedberger Band bewusst ausgewählt, um bei der ersten öffentlichen Veranstaltung deutlich zu machen, „dass wir ein echtes Bürgerschloss gerade auch für einheimische Künstler und Gruppen sein wollen“. Weil man nicht mit einem solchen Andrang von Gästen gerechnet habe, mussten noch zusätzliche Tische und Stühle herangeschafft werden. Kein gravierendes Problem, so die Managerin, „denn wir müssen jetzt mit den ganzen Abläufen erst mal Erfahrungen sammeln und bei einem Testlauf schauen, was warum möglicherweise nicht klappt“. Mit dem gestrigen Start sei sie auf jeden Fall zufrieden.

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Mehr als zufrieden zeigten sich zahlreiche Gäste, die auch aus dem weiteren Umkreis nach Friedberg gekommen waren, um ein entspanntes Frühstück zu genießen und zu sehen, wo die 22 Millionen Euro für den Schlossumbau geblieben sind. „Mir gefällt sehr gut, wie das alles gemacht worden ist“, meinte Wilhelm Heimberger, „für die Stadt bedeutet das einen kolossalen Fortschritt“, Barbara Tollmann war mit ihrem Mann und Freunden aus Nordendorf gekommen und hatte das Schloss bisher noch nicht gekannt. „Ich bin überrascht über das angenehme Ambiente, Jazz und Brunch sind eine prima Kombination“, sagte sie.

Die offene Decke mit den hellen Balken gefiel Dagmar Aumiller aus Wulfertshausen, die nicht beim Eröffnungswochenende im Schloss mit dabei war. „Die jahrelange Umbauarbeit hat sich echt gelohnt, für Friedberg dürfte das ein toller Publikumsmagnet werden“, stellte sie fest.

Ähnlich äußerte sich Josef Leberle, der sich vor einer Woche schon in den neuen Räumen umgesehen hatte. „Gestalterisch hat man gute Kompromisse gefunden“, sagte er, „das wirkt edel und ist hervorragend gelungen!“ Es sei zu wünschen, dass sich Friedbergs kulturelles Zentrum bald mit Leben füllt. „Dazu ist bei schönem Wetter auch der Schlosshof sehr einladend.“

Claudia Frohwein aus Landsberg hatte sich von einer Freundin zum Geburtstagsfrühstück einladen lassen und suchte gestern wie viele andere Gäste Garderobe, Toiletten und Ausgang. „Es wirkt ein bisschen verwirrend, wenn man zum ersten Mal hier ist“, meinte sie, „aber ich bin erstaunt, was die Friedberger alles auf die Beine gestellt haben.“ Sie wolle gern wieder zu weiteren Veranstaltungen ins Schloss kommen. Die finden unter anderem am Sonntag, 28. Oktober, statt (Blechbläser-Quintett „men in blech“), am Freitag, 9. November, (Jazzkonzert mit Wolfgang Lackerschmid) sowie am Sonntag, 11. November, (Big-Band-Frühschoppen mit den Swingin’ Peaceburgers).

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