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Jugendarbeit: Dasing muss über seinen Schatten springen

Michael Postl
Kommentar Von Michael Postl
22.11.2020

Plus Endlich war ein guter Jugendpfleger in Dasing gefunden. Der entschied sich jedoch gegen eine Zusammenarbeit. Die Gemeinde muss nun über ihren eigenen Schatten springen.

Zum zweiten Mal in einem Jahr haben die Dasinger Gemeinderäte gezeigt, welchen Stellenwert die Jugendarbeit in der Gemeinde besitzt. Im Juni haben sie den Vertrag mit der SIA gekündigt, ohne eine wirkliche Alternative zu haben. Damals übernahm kommissarisch Thomas Däubler, der sich nach und nach als Glücksgriff entpuppte.

In den vergangenen Jahren war nie so viel los im Juze wie jetzt, die Jugendlichen kommen zahlreicher und loben Däublers Arbeit. Da sein Vertrag aber auslief, kümmerte sich Andreas Wiesner um eine Nachfolgerin und fragte unter anderem bei Hort und Pfarrei an. An sich ein hehrer Gedanke.

Die Jugendarbeit in Dasing: Ein Sozialarbeiter oder eine Sozialarbeiterin muss her

Doch zum einen verlören die Jugendlichen erneut eine Bezugsperson. Zum anderen können Erzieherinnen nicht die Lösung sein, zumal sie in ihrem Beruf in der Regel mit jüngeren Kindern zu tun haben. Da muss ein Sozialarbeiter oder eine Sozialarbeiterin her, die mit Jugendlichen umgehen und sie motivieren kann. Da auf Thomas Däubler zu kommen, war naheliegend.

Der Haken: Er war zum Zeitpunkt, als der Ausschuss für Jugend, Kultur und Soziales über seine Anstellung diskutierte und bereits die weiteren Schritte plante, bei der SIA unter Vertrag. Ab 1. Januar. Also der Zeitpunkt, an dem die Zusammenarbeit zwischen SIA und Gemeinde Dasing beendet wird.

Die Dasinger Gemeinderäte müssen über ihren eigenen Schatten springen

Eine Lösung wäre, über seinen eigenen Schatten zu springen und wieder eine Zusammenarbeit mit der SIA zu forcieren. Dieser Gedanke mag einigen Gemeinderäten womöglich nicht schmecken, in diesem Falle ist es aber nicht ihr Interesse, das zählt. Es ist im Interesse derer, auf deren Rücken dieser Konflikt ausgetragen wird, sollte Dasing in Zukunft keinen Jugendpfleger mehr haben: die Jugendlichen selbst.

Lesen Sie dazu Michael Postls Text Jugend in Dasing: Die Gemeinde steht ohne Lösung da

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