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Fußball-Nachlese

12.11.2018

Katerstimmung in Mering

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2 Bilder
Sieben Mal gab es dieses Bild am vergangenen Spieltag in Landsberg zu sehen: Jubelnde Landsberger Spieler, konsternierte Meringer wie hier Keeper Nicolas Köpper und am Boden Lukas Krebold. Nach dem 0:7 will MSV-Coach Gerhard Kitzler nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, sondern dieses Debakel aufarbeiten. 
Bild: Leitenstorfer

Trainer Gerhard Kitzler sieht nach der Pleite in Landsberg Redebedarf. Stätzling und Kissing stecken unten fest. TSV Friedberg freut sich über Derby-Sieg.

War der Spieltag letzte Woche einer, in dem viele Emotionen steckten, so war dieser einer, an dem an manchen Orten das Motto „Tag des offenen Tores“ herrschte. Nur so mancher Trainer hätte auf die Trefferflut gerne verzichtet, wie beispielsweise auch Gerhard Kitzler, Trainer des SV Mering. Kein Wunder, wurde doch seine Truppe vom Tabellenführer der Landesliga Südwest, dem TSV Landsberg, gleich mit 0:7 abgewatscht. Der MSV-Coach zog am Tag nach dem Spiel schonungslos Bilanz: „Das war ein Offenbarungseid von uns – Landsberg war uns taktisch, physisch und spielerisch in allen Belangen überlegen und die haben auch zu keinem Zeitpunkt nachgelassen.“ Nach diesem Debakel will der Trainer auch nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen. „Das geht nicht, so darf man sich nicht präsentieren und darüber müssen wir reden. Das, was wir geboten haben, war kollektives Versagen, kein Spieler hat annähernd das gebracht, was er könnte“, erklärte Kitzler. Zwar hatte der MSV am Ende noch einige Möglichkeiten zur Ergebniskosmetik, doch „wenn Landsberg das Ding zweistellig gewinnt, dann können wir uns auch nicht beschweren“, sagte der 62-Jährige, den nach diesem Debakel nicht einmal der Besuch beim „Honky-Tonk“ am Abend aufheitern konnte. Nun gilt es die Fehler zu analysieren und abzustellen, schließlich steht am Sonntag ein richtungsweisendes Spiel gegen den FC Kempten an.

Es läuft nicht wie gewünscht

Bei den beiden Bezirksligisten FC Stätzling und Kissinger SC lief es am Wochenende auch nicht wie gewünscht. Der FC Stätzling zog mit seinem neuen Trainer Stefan Tutschka in Bobingen mit 0:1 den Kürzeren, der Kissinger SC verlor zu Hause gegen Türkgücü Königsbrunn ebenfalls mit 0:1. Der überraschende Trainerwechsel hatte beim FCS nicht den erhofften Effekt, wobei Alex Bartl ja nicht wegen der sportlichen Situation aufgehört hatte. „Ich habe mit Abteilungsleiter Manfred Endraß gesprochen und gesagt, dass ich wegen meines Studiums, in dem jetzt die Prüfungen anstehen und meiner Tätigkeit beim DFB-Stützpunkt und in der BFV-Trainerausbildung, nächstes Jahr keine Mannschaft mehr betreuen kann – und so haben wir uns ohne Groll getrennt“, erklärte Bartl. „Ich habe in Stätzling zweieinhalb schöne Jahre gehabt und wünsche der Mannschaft und dem Verein alles Gute“, meinte der Ex-Coach weiter.

Stefan Tutschka hätte ursprünglich erst im Winter den FCS übernehmen sollen, nun sprang er sofort ein. „Ich war gerade in Berlin, als der Anruf kam“, erzählte er. Mit der Vorstellung der Seinen war er nicht unzufrieden. „Wir haben ein bisschen was umgestellt. Das hat ganz gut geklappt – nur vorne sind wir halt zu ungefährlich“, meinte der Neue. Tutschka ärgerte sich aber auch über zwei Szenen: „Dem Bobinger Tor geht ein klares Foul an Simon Adlinger voraus und ich denke, dass Maxi Heiß bei seinem Treffer nicht im Abseits stand.“

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Auch beim Kissinger SC war nach dem Spiel gegen den starken Aufsteiger Türkgücü Königsbrunn die altbekannte Leier zu hören: „Wir treffen einfach das Tor nicht. Du kriegst zwar hinterher immer ein Lob vom Gegner, dass du gut gespielt hättest, aber dafür kannst du dir nichts kaufen“, meinte KSC-Abteilungsleiter Mario Borelli. Er könne keinem Spieler einen Vorwurf machen, alle würden sich voll reinhängen – nur der Ertrag stimme nicht mit dem Aufwand zusammen. „Wir spielen jetzt gegen den Abstieg und wir müssen aufpassen, dass wir nicht auf einem Abstiegsplatz überwintern“, meinte Borelli. Doch die beiden letzten Gegner vor der Winterpause haben es in sich: Bad Grönenbach und Durach, also der Tabellendritte und der Spitzenreiter warten auf den KSC. Eines steht laut Borelli aber fest: die Trainerfrage stelle sich nicht. „David Bulik leistet tolle Arbeit und hängt sich voll rein. Wir wollen ihn auf jeden Fall länger behalten“, so der Abteilungsleiter.

In der Kreisliga Ost durfte sich der TSV Friedberg über einen unerwartet deutlichen 5:0-Sieg im prestigeträchtigen Derby gegen den BC Aichach freuen. Dabei standen die Vorzeichen gar nicht so gut: Peter Müller und Abwehrchef Simon Kiefl fielen verletzt aus, Philipp Boser war angeschlagen ins Spiel gegangen und auch Florian Haug war nicht hundertprozentig fit. „Ich bin froh, dass es so gelaufen ist und wir mit den ersten beiden Angriffen gleich zwei Tore gemacht haben“, freute sich Trainer Ali Dabestani. Der BC Rinnenthal präsentierte sich in Feldheim auch in guter Verfassung – nur hätte angesichts der Spielanteile und der Chancen mehr als nur das 1:1 rausspringen müssen. Doch das Team des Trainerduos Losert/Rolle ist nunmehr seit sieben Spielen ungeschlagen – und im Frühjahr wollen die Rinnenthaler dann noch einmal richtig angreifen.

Dasing, Ried und Wulfertshausen siegen 

Für die Teams des Altlandkreises Friedberg in der Kreisklasse Aichach war es ein sehr erfreulicher Spieltag. Der TSV Dasing nahm auch die hohe Auswärtshürde in Oberbernbach, siegte mit 2:1 und baute damit seine Spitzenposition weiter aus. Verfolger Gundelsdorf ließ beim 2:2 in Kühbach Federn, sodass die Dasinger jetzt sechs Punkte Vorsprung haben – und das bei einem Spiel weniger auf dem Konto. Der SV Wulfertshausen kletterte mit dem zweiten Sieg hintereinander – dem 3:1 in Gebenhofen – auf den achten Platz. Und der SV Ried ist nach dem 5:2-Sieg bei Affing II dem rettenden Ufer wieder näher gekommen – allerdings hat das Team auch ein Spiel mehr auf dem Konto als die Konkurrenz.

Weniger gut lief es bei den Teams in der Augsburger Gruppe – vor allem dem SV Ottmaring scheint die Anstoßzeit am Sonntagvormittag nicht zu liegen. Mit 2:8 ging der SVO in Kriegshaber unter. Eine „unterirdische Leistung“ wurde dem TSV Merching beim 2:4 gegen Türkspor II bescheinigt und für den Kissinger SC II war der Punkt beim 1:1 gegen Hammerschmiede zu wenig – nun ist man Schlusslicht. Nur der FC Stätzling II freute sich über einen 4::0-Sieg bei Öz Akdeniz und das Verlassen der Abstiegsplätze.

Auf Titelkurs steuern nach wie vor die Sport-Freunde Bachern in der A-Klasse Ost – diesmal erwischte es den SV Ottmaring II beim Spitzenreiter deftig. Mit 9:1 behielt das Team von Michael Guggumos die Oberhand. Die Sportfreunde Friedberg revanchierten sich mit dem 1:0 in Mühlausen für die Vorrundenniederlage und bleiben damit in Lauerstellung hinter dem Spitzentrio. Auch der Auftritt des BC Rinnenthal II fällt unter die Kategorie „torreich“. Mit 6:3 gewann man bei der TSG Augsburg. Das 1:2 des TSV Friedberg II im Derby gegen den SV Mering II fiel dagegen in die Kategorie „unnötig“ – ein Punkt wäre für den TSV drin gewesen.

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