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Religion

16.11.2018

Katholiken setzen ihre Kreuze

Am Sonntag wählen Kirchengemeinden bayernweit neue Verwaltungen – auch in Sankt Jakob. Acht Personen sitzen im Gremium. Was sind ihre Aufgaben?

Sie sind die Männer und Frauen, von denen die meisten Kirchgänger nichts mitbekommen, aber für die Gemeinde sind sie unverzichtbar: Die Rede ist von den Mitgliedern der Kirchenverwaltung. Hinter den Kulissen erledigen sie wichtige Aufgaben. Am kommenden Sonntag wählen Kirchengemeinden bayernweit neue Verwaltungen - beispielsweise in Sankt Jakob in Friedberg.

Pfarrer Steffen Brühl liegt viel an der bevorstehenden Wahl. Für die kommenden sechs Jahre wird er als Vorstand der Kirchenverwaltung mit den gewählten Kandidaten zusammenarbeiten. Etwa sechsmal im Jahr kommt das Gremium zusammen und entscheidet demokratisch über die anstehenden Themen. Diese reichen von der Verwaltung und Pflege des Stiftungsvermögens, der Liegenschaften und des Inventars über die Aufstellung des Haushaltsplans und der Jahresabschlüsse bis hin zur Planung und Durchführung von Baumaßnahmen. Unter anderem fällt die Personalverwaltung in den Zuständigkeitsbereich der neunköpfigen Runde.

All das erledigen die gewählten Mitglieder ehrenamtlich. Brühl freut sich, dass für die Aufgaben nicht hauptamtliche Profis beschäftigt werden: „Die Pfarrei soll von Pfarrmitgliedern vor Ort verwaltet werden“, findet er. Schließlich gehe es um das Vermögen und die Mitarbeiter der Pfarrei selbst.

Die Kirchenverwaltung von Sankt Jakob kümmert sich auch um die Finanzen von Sankt Afra im Felde und von den beiden Stefanskirchen in Friedberg und Wiffertshausen. Nur Herrgottsruh gehört einer separaten Stiftung an und hat demzufolge auch eine eigene Kirchenverwaltung.

Die Sitzungen der Kirchenverwaltung werden von ihrem Vorstand, dem Pfarrer, vorbereitet. Er legt auch die Tagesordnung fest, alle Themen werden dann gemeinsam diskutiert und entschieden. Dabei gibt es keine Enthaltungen, jedes Mitglied muss mit einem klaren Ja oder Nein abstimmen.

„Die Wahl am Sonntag ist eine sogenannte Bestätigungswahl. Für die acht freien Plätze gibt es genauso viele Kandidaten“, erklärt Brühl. Er bittet seine Gemeinde dennoch, möglichst zahlreich abzustimmen. „Diese Leute übernehmen freiwillig und ehrenamtlich sehr wichtige Aufgaben im Interesse aller. Es wäre schön, wenn sie dafür durch eine rege Wahlbeteiligung eine positive Rückmeldung bekommen.“

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