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10.02.2015

Kein Geld für Hortneubauten

Nicht umsonst heißt der Hort „Alte Burg“. Er soll nun länger bestehen bleiben, als geplant.
Bild: Eva Weizenegger

Heute Abend beraten die Meringer Gemeinderäte über  den Haushalt  und entscheiden, welche Projekte gestrichen werden sollen.

Entsetzt reagierte Barbara Hirsch heute Nachmittag auf die Nachricht, dass in Mering beide Hortneubauten aus dem Haushaltsentwurf und der Finanzplanung der Gemeinde gestrichen wurden. „Diese Informationen hat man mir nicht mitgeteilt“, sagte sie und fühlte sich schon vor den Kopf gestoßen, dass sie diese Nachricht nicht im Vorfeld der Haushaltsberatungen bekam.

„Ich kann doch nicht vorher über etwas diskutieren, das noch nicht spruchreif ist“, sagte Bürgermeister Hans-Dieter Kandler. Es handle sich um einen Entwurf und es müsse erst im Finanzausschuss darüber beraten werden. Heute Abend stehrt in einer Sitzung die Finanzsituation der Gemeinde auf dem Prüfstand. Im Rahmen der Einsparmaßnahmen schlug Kämmerer Stefan Gillich im Vorentwurf vor, die Sanierung der Wendelstein-, Zettler- und Meringerzeller Straße sowie den Schäfflerberg aus dem Investitionsprogramm zu nehmen. Zudem waren die beiden geplanten Hortneubauten in der Ambérieustraße und an der Klostergasse gestrichen.

„Wir wissen nicht, wohin die Entwicklung geht und wir müssen uns darüber erst klar werden“, sagte Kandler. Er hatte noch im Wahlkampf von einer Erweiterung der Hortplätze und in der neuaufgelegten Ortsbroschüre von „modernen“ Hortneubauten gesprochen.

Davon ist jetzt, aber keine Rede mehr. „Die Plätze haben wir aber sehr wohl erweitert“, sagte er. Die Einsparmaßnahmen im Hochbau seien deshalb notwendig, weil der Gemeinderat Teile des Baugebiets Oberfeld selbst vermarkten will. „Ich wollte das über den Bauträger machen lassen, jetzt müssen wir über 3,3 Millionen Euro in die Hand nehmen und die Grundstücke kaufen“, begründete Kandler. Dieses Geld fehle eben nun an anderen Stellen, wie zum Beispiel den Hortneubauten.

Zudem müsse sich der Gemeinderat erst einmal klar werden, was künftig mit dem Areal an der Klostergasse geschehe. „Solange wir das nicht wissen, können wir hier nicht einen Hort neubauen“, betonte Kandler. (Weiterer Bericht von der Sitzung folgt morgen). (sev)

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