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Kultur

30.01.2018

Keiner will den Musikbund im Wittelsbacher Land „dirigieren“

Anneliese Schlögl (links) wurde für 25 Jahre Tätigkeit als Schatzmeisterin beim ASM von von Centa Theobald ausgezeichnet.<b>  </b>
Bild: Günther Jaumann

Der Allgäu-Schwäbische Musikbund im Landkreis sucht verzweifelt einen Nachfolger für den Vorsitzenden für Hans Rabl. Wie kann es weitergehen?

 Der Bezirksverband des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM) hat ein Problem: Die Neuwahlen der kompletten Bezirksvorstandschaft fielen bei der Jahreshauptversammlung ins Wasser, weil kein Kandidat für dieses Amt gefunden wurde. Hans Rabl, der schon 22 Jahre im Vorstand tätig ist, führt momentan nun nur noch kommissarisch das Amt des Vorsitzenden weiter. Laut Satzung muss innerhalb von drei Monaten eine neue Versammlung als zweiter Anlauf stattfinden.

Der ASM richtet daher einen Aufruf an alle Musikfreunde: Da der Bezirk führerlos ist, wird dringend ein Nachfolger gesucht. Man ist bereits, Zugeständnisse bei der Kandidatensuche zu machen. Der Bewerber muss nicht in einer Musikkapelle spielen. Rabl erhielt vom Bezirksdirigenten Andreas Thon ein kleines Geschenk für all seine Mühen. Er frage sich, ob diese Lücke, die Rabl hinterlässt, überhaupt schließbar ist, sagte Thon.

Musik verbindet Generationen

Die 34. Bezirksversammlung des ASM fand im Friedberger Rathaus statt. Centa Theobald, stellvertretende ASM-Präsidentin, sprach in ihrem Grußwort zahlreiche Erfolge an.

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„Hinter Blasmusik stehen mehrere Generationen“, betonte sie. Die Freude am gemeinsamen Musizieren sei wichtig, der ASM stelle einen hohen Gesellschaftswert dar. Theobald bedankte sich bei allen Mitgliedern im 14. Bezirk. „Die Erfolgsspur geht weiter, eindrucksvolle Zahlen und Termine bestätigen die Qualität“, so ihre Meinung.

Bezirksjugendleiterin Katrin Popfinger berichtete außerdem über Ereignisse des vergangenen Jahres, Prüfungs-Termine, Qualifikationen, Vorbereitungskurse, Wettbewerbe, Termine etc. Der Tätigkeitsbericht von Bezirksdirigent Andreas Thon umfasste Fortbildungsmöglichkeiten für Dirigenten, Kurskosten, Zuschüsse, Richtlinien, Kosten bei Auftritten, öffentliche Förderungen und mehr.

Als es um das Thema Sicherheit bei Veranstaltungen ging, wurde lebhaft diskutiert. „Es ist schwer eigene Leute zu verpflichten“, sagte Thon. Professionelle Unterstützung von Sicherheitskräften sei unentbehrlich und richtig.

Ehrungen für drei Mitglieder

Anschließend standen Ehrungen auf der Tagesordnung. Anneliese Schlögl wurde für 25 Jahre Tätigkeit als Schatzmeisterin ausgezeichnet. Bezirksdirigent Andreas Thon übt seinen Dienst ebenfalls schon seit 25 Jahren aus. Sie erhielten die Goldene Anstecknadel. Hans Rabl bekam für sein unermüdliches Schaffen die Förder-Medaille in Bronze.

Unter dem Punkt Veranstaltungen 2018 wurden unter anderem das Starkbierfest in Wulfertshausen am 3. März mit Fastensprecher Anton Oberfrank und den Moos-Spitzen, das Frühjahrskonzert am 17. Mai, das Herbstkonzert am 20. Oktober und der Schwabentag am 19. August in Nördlingen angekündigt.

Und so blickt der ASM trotz aller Personalprobleme auf das neue Jahr. Schließlich war man guten Mutes in die Sitzung gestartet, mit dem Lied „Grüß Gott alle miteinander“ aus der Operette „Der Vogelhändler“. Interpretiert hatte es das Friedberger Bläserquintett Men in Blech, das sich vor vielen Jahren im Bezirksorchester des ASM zusammengefunden und seitdem immer noch viel Spaß an der Blasmusik mit all seinen Facetten hat.

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