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Merching

05.07.2010

Kicken für den guten Zweck

Am Ende freuten sich alle, beim Turnier mit dabei gewesen zu sein, egal, ob Gewinner oder nicht. Für die Organisatoren Dominik Sonnenberg (hinten, 6.v.l.) und Pascal Steinborn (hinten 8.v.l.) haben sich alle Mühen gelohnt. Auch die Familie Woldert (hinten Mitte: Sabine Woldert mit Jonas und Tobias, Wolfgang Woldert 5.v.l.) freute sich sichtlich über so viel Engagement der Jugendlichen. Bürgermeister Martin Walch (hinten, 1.v.r.) bedankte sich im Namen der Gemeinde. Foto: Sandra Lepper
Bild: Sandra Lepper

Mitgefühl und Hilfsbereitschaft kennen keine Altersgrenzen -das bewiesen jetzt zwei Jugendliche aus Merching. Der 15-jährige Dominik Sonnenberg und der 16-jährige Pascal Steinborn spielen leidenschaftlich gern Fußball. Bei jeder Gelegenheit kicken sie auf dem Hartplatz. Eines Tages kam ihnen die Idee, ein Turnier zu veranstalten. Doch dabei sollte es nicht bleiben. "Wir dachten uns, wenn wir schon so etwas auf die Beine stellen, warum dann nicht gleich für einen guten Zweck", erzählten die zwei Freunde. Von Sandra Lepper

Merching Mitgefühl und Hilfsbereitschaft kennen keine Altersgrenzen -das bewiesen jetzt zwei Jugendliche aus Merching. Der 15-jährige Dominik Sonnenberg und der 16-jährige Pascal Steinborn spielen leidenschaftlich gern Fußball. Bei jeder Gelegenheit kicken sie auf dem Hartplatz. Eines Tages kam ihnen die Idee, ein Turnier zu veranstalten. Doch dabei sollte es nicht bleiben. "Wir dachten uns, wenn wir schon so etwas auf die Beine stellen, warum dann nicht gleich für einen guten Zweck", erzählten die zwei Freunde.

Schnell war jemand gefunden, dem sie das Geld spenden wollen: dem kleinen Jonas Woldert. Der vierjährige Junge leidet an einem seltenen Gendefekt, dem Phelan McDermid Syndrom. Um die damit verbundene Muskelschwäche zu trainieren, sind verschiedene und vor allem auch kostspielige Therapien notwendig. Schon einmal ist die Familie deswegen in die Türkei zu einer Delfintherapie gereist (wir berichteten). Die Kosten in Höhe von rund 10 000 Euro werden von der Krankenkasse nicht übernommen. Die beiden Merchinger Jugendlichen wollten dabei helfen, ihm dieses Erlebnis noch einmal zu ermöglichen.

Fast im Alleingang stellten Dominik und Pascal das Turnier auf die Beine, mit ein wenig Hilfe ihrer Familien und Merchings Bürgermeister Martin Walch, der zusammen mit den Schulverbundspartnern die Erlaubnis gab, die Veranstaltung auf dem Hartplatz der Schule durchzuführen. "Ich war begeistert und sagte sofort zu. Ein solches Engagement von Jugendlichen muss unterstützt werden", freute sich Walch. Die Pokale für das Turnier wurden von der Königsbrunner Firma Bollinger gespendet, Semmeln gab es zum halben Preis von der Familie Storch.

Kicken für den guten Zweck

Zunächst meldeten sich sieben Mannschaften für das Turnier an, zwei sprangen jedoch kurzfristig wieder ab. In einer Vorrunde spielte jeder gegen jeden, jeweils über zehn Minuten. Danach schied schon die erste Mannschaft, der FC Haudaneben aus. Ins Spiel um Platz 3 schafften es der Mobby Club und die Wilden Kerle, in der die Veranstalter selbst spielten. Das Finale bestritten die Rot-Weiß-Kickers gegen Rey de Football.

Alle Mannschaften, bestehend aus einem Torhüter, vier Feldspielern und ein paar Ersatzspielern, waren mit großem Ehrgeiz aber auch viel Spaß bei der Sache. Den Posten des Schiedsrichters übernahm der Onkel von Jonas Woldert, Konrad Limmer. Die Organisatoren schafften es letztlich immerhin auf Platz drei, bekamen einen Pokal und Urkunden, ebenso der Zweitplatzierte, die Rot-Weiß-Kickers. Die Sieger des Turniers, Rey de Football, schenkten ihren Pokal dem kleinen Jonas.

Dank an Organisatoren und die jungen Leute

Die Familie Woldert war beim gesamten Turnier mit dabei und freute sich über den Einsatz der Jugendlichen. "Wir möchten uns ganz herzlich bei den Organisatoren, vor allem bei den beiden Jungs bedanken. Es ist sehr respektvoll, dass es auch mal Jugendliche sind, die sich so sozial engagieren", betonte Sabine Woldert.

Der Erlös aus Teilnahmegebühr und dem Verkauf von Kaffee, Kuchen und belegten Semmeln, insgesamt 555,55 Euro, wird der Familie in den kommenden Tagen übergeben.

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