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Bürgerversammlung in Kissing

10.11.2017

Kissing hofft auf die Umgehung

Täglich rollen rund 22000 Fahrzeuge durch Kissing. Ob, wann und wie die Ortsumgehung kommt, war deshalb auch in der diesjährigen Bürgerversammlung in der Paartalhalle ein zentrales Thema.
Bild: Bernhard Weizenegger (Archiv)

Dass die Ortsumfahrung sicher kommt, verspricht Manfred Wolf seinen Zuhörern. Neben der Verkehrsbelastung geht es aber auch um Kindergartenplätze und die leidige Sanierung der Paartalhalle.

Die Kissinger sind erleichtert: die B2-Ortsumfahrung wird kommen. Die große Verkehrsfrage war das Thema, das am stärksten bewegte bei der Bürgerversammlung in der gut gefüllten Paartalhalle. Rund 200 Kissinger waren der Einladung ihres Bürgermeisters Manfred Wolf gefolgt, sich über alle gemeindlichen Aktivitäten des noch laufenden Jahres 2017 zu informieren.

Zu Beginn stand ein ca. 45-minütiger Vortrag des Bürgermeisters. Danach hatten die Kissinger die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Besonders beschäftigte die Kissinger in diesem Jahr, ob denn die B2-Ortsumfahrung nun kommt oder nicht. „Die Ortsumfahrung kommt. Das steht fest“, versicherte der Rathauschef. Der neue Bundesverkehrswegeplan sehe vor, dass die Umgehung Kissing weiterhin in der vordringlichen Planung sei. Dies werde eine Entlastung nicht nur der direkten Anwohner der jetzigen Bundesstraße sondern auch der Bewohner des Altortes bringen. Da die B2 nun mal eine Belastungsgrenze habe und irgendwann voll sei, suchten sich die Autofahrer mehr und mehr Schleichwege durch den Ort. „Insbesondere in der Bachernstraße konnte man heuer im August ganz deutlich die Belastungen spüren“, so Wolf weiter. Auf die Frage einer Zuhörerin, wie groß denn die Ortsumfahrung werde, konnte der Bürgermeister jedoch noch keine konkrete Antwort geben, da die Planungen noch am Anfang seien.

Kissing baut die Kinderbetreuung aus

Eine weitere zentrale Aufgabe für Kissing war in den vergangenen Monaten das Thema „Familien und Kinder“. Durch zahlreiche Neubauten konnte die Gemeinde gewährleisten, dass jedes Kind, ob in der Krippe, im Regelkindergarten oder im Hort, einen Platz bekommen hat, berichtete Wolf.

Zu den diesbezüglichen Baumaßnahmen zählten unter anderem der Anbau bei den Johannipiraten und der Bau der „Kindervilla“ für Hort und Ganztagesbetreuung. Für die Jugendlichen wurde zudem eine neue Streetworkerin eingestellt.

Zur Finanzlage informierte Wolf, dass der Gesamthaushalt eine leichte Verringerung des Schuldenstandes aufweist. Der Bürgermeister bedauerte, dass e das Dach der Paartalhalle in den großen Ferien nicht saniert werden konnte. Die Einwände des Architekten Herbert Bühler aus Urheberrechtsgründen standen dem entgegen. Dieser Umstand erforderte eine Umplanung in den Bereichen Dach, Akustik und Beleuchtung. Zum Wohle der unterrichtenden Sportlehrer müssten auch Maßnahmen zur Schallvermeidung ergriffen werden, so Wolf. Dies alles habe zur Folge, dass die Paartalhalle im Sportbereich erst 2018 saniert werde.

Die Bebauung des Wohngebiets Oberland ist in vollem Gange, der Ausbau der Bahnhofstraße ist für das kommende Jahr geplant. Als Zukunftsprojekt würde Bürgermeister Wolf den Bau eines Lechsteges für Radler und Fußgänger begrüßen. Hierfür stünden auch EU-Fördergelder im Rahmen des Leader-Projekts bereit.

Wortmeldungen bei der Bürgerversammlung

Zu den kulturellen Highlights im Jahre 2017 zählten das Brunnenfest, die Teilnahme am Kunstparcours der PaarKunst 2017 sowie die Wanderausstellung „Miteinander“. Für den Weiterbetrieb der Hiasl Erlebniswelt sei allerdings noch keine Ersatzfläche gefunden worden, räumte der Bürgermeister ein.

Die Kissinger schienen sehr zufrieden zu sein mit dem verangenen Jahr, denn es gab nur wenige Wortmeldungen nach den Ausführungen des Rathauschefs. So wollte Werner Ruchte aus der Kirchstraße wissen, was denn im Hinblick auf die Flüchtlinge passiert sei. Laut Bürgermeister Wolf gebe es diesbezüglich nichts zu berichten, da alles prächtig funktioniere und es keinerlei Auffälligkeiten gegeben habe. Karl Kinzl aus der Badangerstraße bemängelte ein Straßenloch vor seinem Haus, das seine Fassade regelmäßig so beschmutze, dass jetzt ein Neuanstrich fällig war. „Sollte sich da nichts ändern, werde ich beim nächsten Mal die Rechnung ans Rathaus schicken“, so Kinzl. Bürgermeister Wolf versprach, sich der Sache anzunehmen.

Dasselbe versprach er hinsichtlich des Anliegens von Robert Schimpel aus der Schulstraße, der den mangelhaften Heckenschnitt in der Nachbarschaft bemängelte. „Da kommt man mit dem Kinderwagen teilweise überhaupt nicht richtig vorbei.“ Wolf will sich diesbezüglich das Meringer Modell genau anschauen, wo es in Zukunft auch Sanktionen bei mangelhaftem Heckenschnitt geben solle.

Für den Jahresbeginn sprach er abschließend die Einladung zum Neujahrsempfang am 14. Januar 2018 um 18 Uhr aus.

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