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Kissing

14.02.2020

Kissinger Bauausschuss will kein Hotel im Industriegebiet

Ein Investor wollte in dem Gebäude in der Industriestraße in Kissing ein Hotel einrichten. Der Bauausschuss ist aber dagegen.
Bild: Philipp Schröders

Plus Ein Investor will für Geschäftsreisende in Kissing Übernachtungsmöglichkeiten bieten. Warum der Bauausschuss das Vorhaben ablehnt.

Für Geschäftsreisende sind Übernachtungsmöglichkeiten in der Gemeinde Kissing, allein schon aufgrund der Nähe zu Augsburg, interessant. Ein Investor ist aber nun mit einem entsprechenden Projekt im Bauausschuss gescheitert.

Der Antragsteller will das bestehende Bürogebäude in der Industriestraße 34a, früher war hier die Firma Van der Molen beheimatet, in ein Hotel umbauen lassen. Wie Bürgermeister Reinhard Gürtner in der Sitzung vortrug, sieht der Plan 24 Einzel- und Doppelzimmer vor. Wegen der Lage im Industrie- und Gewerbegebiet soll das Hotel hauptsächlich für Geschäftsreisende dienen. Es sind kein Restaurantbetrieb und auch keine Wellness- und Erholungsbereiche geplant. In der Sitzungsvorlage heißt es, dass die im Industrie- und Gewerbegebiet zulässigen Immissionswerte, also der Lärmpegel in den umliegenden Firmen, hauptsächlich in der Nacht problematisch sein könnten.

Bebauungsplan in Kissing müsste geändert werden

Bauamtsleiter Alfred Schatz gab zu bedenken, dass eine Bebauungsplanänderung für das Hotel nötig sei. Er plädierte dafür, die Betriebe in dem Industriegebiet zu schützen.

Kissinger Bauausschuss will kein Hotel im Industriegebiet

Orgelbaumeister und CSU-Gemeinderat Andreas Offner hat in der Nähe selbst seinen Betrieb. Er gab zu bedenken, dass in vielen Firmen nachts gearbeitet wird. Auch CSU-Sprecher Franz-Xaver Sedlmeyr sah keine Chance für das Hotel an diesem Standort. „Wir können dem nicht zustimmen.“

Gemeinderäte lehnen Hotel in Kissing ab

Ludwig Asam gab zu bedenken, dass bereits 80 Prozent der Arbeitnehmer in Kissing außerhalb der Gemeinde beschäftigt seien. „Wir müssen die Industrie vor Ort schützen.“ Auch Petra Pfeiffer von der SPD sprach sich gegen das Vorhaben aus. Bürgermeister Gürtner plädierte ebenfalls dafür, das Gewerbe im Industriegebiet im Hinblick auf die Lärmemissionen nicht einzuschränken. Der Bauausschuss lehnte das Vorhaben des Investors einstimmig ab.

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