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Kissing

16.01.2019

Kissinger Grüne setzen auf Katrin Müllegger-Steiger

Die Kissinger Grünen nominierte Katrin Müllegger-Steiger für die Bürgermeisterwahl am 24. März.
Bild: Eva Weizenegger

Plus  Die 41-Jährige will bei der Bürgermeisterwahl am 24. März ins Kissinger Rathaus einziehen. Sie setzt sich für ökologische und soziale Themen ein. Mehr Transparenz und Zusammenarbeit im Gemeinderat sind ihr wichtig.

Katrin Müllegger-Steiger wird für die Kissinger Grünen als Bürgermeisterkandidatin ins Rennen gehen. Mit 100 Prozent aller zwölf abgegebenen Stimmen stellte sie der Ortsverband bei der Nominierungsversammlung auf. Und Katrin Müllegger-Steiger ist zuversichtlich: „Kissing kann grün.“

So soll auch das Motto ihres Wahlkampfes lauten. Die 41-Jährige Realschullehrerin und Mutter von drei Kindern lebt seit zwölf Jahren in Kissing. Und ist seit 2010 im Gemeinderat ihres neuen Heimatortes für die Grünen vertreten. Doch kommunalpolitisch ist sie kein Neuling. Bereits mit 18 Jahren bewarb sie sich einen Sitz im Friedberger Stadtrat, den sie als 19-Jährige und somit jüngstes Mitglied 1998 antrat.

Seit 2004 ist sie zudem im Kreistag vertreten und dort auch seit 2010 Fraktionsvorsitzende. Sie traut sich das Amt der Bürgermeisterin zu. Erste Einblicke bekam sie in den vergangenen zwei Jahren, denn seit 2016 ist sie dritte Bürgermeisterin für Kissing.

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Müllegger-Steiger kandidierte bereits 2010

Auch ein Wahlkampf ist für die Grünen-Politikerin kein Neuland, denn bereits 2010 kandidierte sie für das Amt der Kissinger Bürgermeisterin und 2016 stellte sie sich als Kandidatin für den Landratsposten zur Wahl.

Falls sie ins Kissinger Rathaus einziehen sollte, hat sie sich einige Veränderungen vorgenommen. „Ich setze auf mehr Miteinander und eine größere Transparenz“, sagte sie bei der Nominierungsversammlung. Sie möchte, dass sich jeder Gemeinderat in seiner Arbeit wertgeschätzt fühlt und die bestmögliche Unterstützung durch sie und die Verwaltung erhalten soll. So will Müllegger-Steiger die Fraktionsvorsitzenden sowie die dritten und zweiten Bürgermeister schon im Vorfeld in die Entscheidungen stärker einbinden. „Wir sollen ein Team für Kissing sein“, sagte sie.

Die Kandidatin verspricht mehr Transparenz der Verwaltung

Mehr Öffentlichkeit will sie auch den Bürgern bieten. „Künftig sollen schwierige Themen auch in öffentlichen Sitzungen behandelt werden“, verspricht die Bürgermeisterkandidatin.

Bislang gebe es noch keine Bürgerwerkstätten, doch das soll sich in Zukunft ändern. „Das ist in unseren Nachbargemeinden schon lange üblich und ich könnte mir das gut zu Themen wie Ortskern, Belebung des Volksfestplatzes oder Entwicklung des Altortes vorstellen.“ Für Jugendliche will sie Bürgerversammlungen anbieten.

Ein großes Thema soll die ökologische Politik in der Gemeinde werden. Sowohl der Schutz der Naherholungsgebiete wie auch der natürlichen Artenräume stehen auf ihrer Agenda. Sie versprach: „Ich werde alles Mögliche tun, um eine vierspurige Autobahn zu verhindern, die uns Kissinger davon trennen würde.“ Schutz vor Autoverkehrslärm an der B2 geht ihrer Meinung nach auch ohne Osttangente. „Warum nicht endlich mal eine Untersuchung angehen, ob eine Tieferlegung der B2 möglich wäre?“, überlegte die Grünen-Politikerin.

In Kissing ist der Wohnungsdruck hoch

Fördern möchte sie den Lechsteg als Fahrradweg und nicht nur als touristische Attraktion. Zudem auch den öffentlichen Personennahverkehr. „Hier besteht dringend Nachbesserungsbedarf.“

Dass in Kissing der Wohnungsdruck hoch ist, sei bekannt. Kissing müsse, so Müllegger-Steiger, „endlich wirklich“ den sozialen Wohnungsbau angehen. „Natürlich auch mit unseren Kooperationspartnern, aber wir als Gemeinde Kissing sind auch in der Verantwortung.“ Deshalb seien auf Antrag der Grünen auch letztes Jahr erstmals dafür Gelder im Haushalt eingestellt.

Doch ein maßvolles und bedachtes Wachstum sei anzustreben. „Wir wollen keine reine Schlafstadt werden und uns auch dafür einsetzen, dass der Charakter der Gemeinde und die sozialen Strukturen erhalten bleiben.“

Maßvolles Wachstum für Kissing

Sie betonte, dass es nicht möglich sei, immer neue Baugebiete auszuweisen. Auch im gewerblichen Bereich müsse darauf geachtet werden, den Flächenfraß einzudämmen. Zudem sollen die ortsansässigen Betriebe gestärkt werden. „Einkaufen vor Ort muss unser Motto sein.“ Die Grünen seien damals als einzige Fraktion gegen das geplante Fachmarktzentrum gewesen. „Wir wollen das bestehende Gewerbe fördern und unterstützen“, betont Müllegger-Steiger.

Und sie legt nach: „Größer, schneller, weiter ist nicht mein Motto.“ Stattdessen lautet ihre Devise: „Kissing bleibt mit mir am Puls der Zeit, aber erhält sich seinen liebenswerten Charakter.“

Ihre Unterstützung im Wahlkampf sagte auch Christina Haubrich zu. Die Landtagsabgeordnete und Vorsitzendes des Grünen-Kreisverbands hatte die Wahl zur Nominierung geleitet.

Lesen Sie dazu auch einen Kommentar von Eva Weizenegger: Kissinger Grüne sind auf Wahlkampf vorbereitet



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