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Kissing

22.02.2021

Kissinger Grundschule: Der Anbau lässt auf sich warten

Diese Visualisierung zeigt, wie der dreistöckige Anbau (rechts im Bild) an die Grundschule in Kissing in Zukunft aussehen soll.
Bild: Arnold Consult AG (Visualisierung)

Plus Weil die Grundschule Kissing zu klein ist, soll angebaut werden. Warum sich der geplante Baustart nun verzögert.

Die Grundschule in Kissing soll einen provisorischen Anbau bekommen, weil das Gebäude für den laufenden Betrieb deutlich zu klein geworden ist. Eigentlich hätten die Module dafür bereits angeliefert werden sollen, aber nun verzögert sich der Start noch ein wenig.

Auf lange Sicht wird die Grundschule in einem neuen Gebäude untergebracht. Das Vorhaben befindet sich aber noch in einem ganz frühen Planungsstatus. Für den Neubau in der Nähe des jetzigen Gebäudes ist ein Architektenwettbewerb vorgesehen, für den bald die Kriterien festgelegt werden sollen.

Grundschule in Kissing leidet unter Platzmangel

Jedoch ist die Anzahl der Grundschüler bereits schon jetzt so hoch, dass der Betrieb nur noch mit Improvisationstalent aufrechterhalten werden kann. Der Gemeinderat hatte daher im vergangenen Jahr eine Lösung auf den Weg gebracht, die in absehbarer Zeit Abhilfe schaffen soll.

Auf dem Parkplatz im Norden der Schule neben der Bahnhofstraße soll ein dreistöckiger Anbau in Modulbauweise errichtet werden. Das Gebäude soll Platz für sechs Klassen bieten. Die Planung sieht einen Übergang zum bestehenden Schulhaus vor.

In der vergangenen Gemeinderatssitzung wurde aber bekannt, dass für die Module eine andere Bodenplatte benötigt wird. Wie Bürgermeister Reinhard Gürtner vortrug, enthielt der Auftrag an die Firma auch die Erstellung der Statik und eines Standsicherheitsnachweises. Die Berechnungen hätten allerdings ergeben, dass der Baugrund nicht tragfähig genug für die ursprünglich vorgesehenen Einzelfundamente ist. Stattdessen werde eine vollflächige und tragende Bodenplatte mit einer Stärke von ca. 40 Zentimetern benötigt. Das schlage sich im Auftrag durch eine Kostenerhöhung von vorläufig 55.000 Euro wider. Nicht enthalten seien hier die Mehrkosten für die statische Berechnung der Bodenplatte und die Erdarbeiten.

Anbau für Kissinger Grundschule: Grüne kritisieren Vorgehen

Katharina Eigenmann von den Grünen kritisierte, dass vorab keine Baugrunduntersuchung gemacht worden war. "Auch die Stärke von 40 Zentimeter kommt mir zu überdimensioniert vor", sagte sie. Andreas Vötter von der Bauverwaltung erklärte, dass 2018 beim benachbarten Bolzplatz ein Bodengutachten erstellt worden sei. Zudem habe der Auftrag vorgesehen, dass die Firma die Statik ausarbeite. Die Stärke von 40 Zentimetern sei die "wirtschaftlichste Variante". Die Architektin Margrit Piendl vom ausführenden Büro Arnold Consult erklärte, dass für eine Vorab-Bodenüberprüfung ein anderes Ausschreibungsverfahren nötig gewesen wäre. Zudem bezweifelte sie den Nutzen dieses Vorgehens. Letztlich segnete der Gemeinderat den Nachtrag einstimmig ab.

Auf Anfrage erklärte Vötter, dass die Gesamtbaukosten voraussichtlich nicht steigen würden, weil an anderer Stelle Einsparungen möglich seien. Der Auftrag war für etwa 1,1 Millionen Euro an die Firma vergeben worden. Die neue Bodenplatte müsse vor Ort mit Beton eingegossen werden und dann aushärten. Danach sollen die Module so schnell wie möglich angeliefert werden. "Die Firma steht Gewehr bei Fuß", sagte Vötter.

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