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Vernissage in Kissing

18.11.2018

Kissinger Kunstförderpreis geht an Eugen Kéri

Eugen Kéri ist der aktuelle Träger des Kissinger Kunstförderpreises. Diesen erhielt er für sein Werk  Urbanis II.
Bild: Manuela Rieger

Mit dem abstrakten und kontrastreichen Werk Urbanis II gewinnt der Augsburger die begehrte Auszeichnung.

Der Hauptpreis des Kissinger Kunstförderpreises geht in seiner 23. Auflage an den in Augsburg lebenden Künstler Eugen Kéri. Mindestens ebenso wichtig wie die ausgestellten und ausgezeichneten Arbeiten war aber bei der Vernissage im Kissinger Rathaus das Bekenntnis und Plädoyer aller Redner zu gesellschaftlicher Vielfalt, Offenheit, Mitmenschlichkeit und Entschleunigung.

Die bedrückende und beängstigend Digitalisierung und die schnelllebige Zeit haben sich in der Kunst einmal mehr als gesellschaftlich-politischer Seismograph erwiesen. Sowohl Lechkiesels Kunstvereinsvorsitzender Gernot Kragl wie auch stellvertretender Landrat Peter Feile, Kissings zweite Bürgermeisterin Silvia Rinderhagen und Werner Kraus, Jurymitglied und Marktbereichsleiter der Sparkasse Augsburg, gingen darauf ein und betonten die Rolle und die Aufgabe der Kunst in einer funktionierenden und freiheitsliebenden Gesellschaft. „Kunst lehrt uns mehr zu sehen und zu entspannen“, stellte Silvia Rinderhagen fest, „und ist ein wichtiger Teil unseres Lebens.“

Kissinger Kunstförderpreis wird schon seit 23 Jahren verliehen

Auf die 23-jährige Geschichte und die durchaus bemerkenswerte Kontinuität des Preises verwies Bürgermeisterin Rinderhagen. Seit 1995 vergibt die Gemeinde den Kunstförderpreis mit der Sparkasse als Partner. Längst hat sich der Preis über die Grenzen der Gemeinde hinaus etabliert, Künstler aus dem Wittelsbacher Land bewerben sich, darunter manch Absolvent der Kunstakademien in Nürnberg oder München.

Eugen Kéris Arbeiten, die von gegenständlicher Zeichnung bis zu abstrakten grafischen Kompositionen reichen, beeindrucken und faszinieren immer wieder aufs Neue. Er unterläuft Seh- und Genrekonventionen und macht die Wirklichkeit durchsichtig für die Wirklichkeiten hinter dem Offensichtlichen. In der Laudatio wurde die Raffinesse gelobt, mit der der Künstler in seiner Malerei neben der Dimension der Fläche den Raum der Kontraste in Ausgewogenheit schafft. Den ersten Platz erhält Kéri für sein Werk Urbanis II. Der in Mering ansässige Gernot Kragl, selbst schon einmal Preisträger, bekam den zweiten Platz für Sescape zuerkannt. Frei vom Gegenständlichen schafft Kragl mit großen Farbpartikeln tiefen Raum und löst im Verlauf Konturen wieder auf.

Seit Jahren erregen die Bilder des Aichacher Kunsterziehers Emmeran Achter die Aufmerksamkeit der Kunstkenner und er wurde bereits mit mehreren Preis ausgezeichnet. Den dritten Preis in Kissnge erhielt er nun für sein Werk Boot. Die spontane und virtuose Vorgehensweise haben die Jury überzeugt.

Mit Musik aus allen Genres konnte die Gruppe „Maxito Quintero and the manolos“ mit Julia Kratzer und Maxito Quintero und die Gitarrenklasse der Musikschmiede Kissing unter der Leitung von Reinhard Schelzig überzeugen, herzlicher Applaus war ihnen sicher.

Daten Zu sehen sind alle Werke bis 21. Dezember zu den Öffnungszeiten des Rathauses und während des Weihnachtsmarktes am 1.und 2. Dezember von 14 bis 20 Uhr.

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