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Jubiläum

25.10.2017

Kissinger Radsportverein feiert mit vielen Gästen

Ehrung beim Radsportverein: (hinten v. l.) Gregor Rigling, Christian Decker, Georg Scheibenbogen, Georg Bernhard, Ludwig Bernhard, Anton Müller, Helmut Wolf, Michael Rawein, Gabriel Müller; (vorne v. l.) Manfred Wolf, Johann Weiß sen., Franz Vötter, Josef Rieger, Walter Maruschtik, Josef Lechner, Willi Weiß.
Bild: Michaela Weiß

Alles begann vor 95 Jahren im Marxenwirt. 82 Mitglieder werden beim Festabend für ihre Treue ausgezeichnet

Beim Festabend zur 95-jährigen Vereinsgründung ehrte der Radsportverein Kissing 82 Mitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaft, 18 davon halten dem Verein bereits seit 65 Jahren die Treue.

Im Landgasthof Alt-Kissing feierte der Radsportverein Kissing seine 95-jährige Vereinsgründung mit einem Festabend. In seiner Begrüßungsrede hieß 1. Vorsitzender neben den vielen Mitgliedern und Gästen auch den Bezirksvorsitzenden des Bayerischen Radsportverbands, Werner Harfold-Lufcy, willkommen. Willi Weiß dankte allen Mitglieder, Betreuern, Helfern und Gönnern für die Unterstützung und das Engagement für den Verein. Bürgermeister Manfred Wolf hob beim Festabend die vielen Erfolge der Sportler hervor, die den Verein und die Gemeinde über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt gemacht haben. Für das gesellschaftliche Engagement bedankte sich der Kissinger Rathauschef und übergab an den Vorsitzenden Willi Weiß ein Geschenk. Werner Harfold-Lufcy sprach dem Verein ebenfalls ein großes Lob für den Sportbetrieb mit vielen Erfolgen aus und wies auch noch mal daraufhin, dass der Verein auch für die passiven Mitglieder viel organisiert. In der Vereinschronik, vorgetragen von Alfred Keller, erfuhren die Gäste viel Interessantes. So wurde beim Marxenwirt am 16. Juni 1922 der Radsportverein als „Radfahrerclub Hiasl Kissing“ gegründet. 1924 betrug der Monatsbeitrag 20 Pfennig. Die Preise schreckten nicht ab, was die Mitgliederzahlen bewiesen, denn 1927 verzeichnete der Verein 108 Mitglieder. Bei der Generalversammlung mit Tanz in den Mai wurde so viel gefeiert, dass dem Wirt das Bier ausgegangen war.

Schwere Zeiten kamen auf den Kissinger Verein in den 1930er-Jahren zu. 1934 wurde das gesamte Vereinsvermögen und Inventar beschlagnahmt und der Gendarmerie Mering übergeben. Doch der Zweite Weltkrieg konnte dem Radsportverein nichts anhaben: 1947 riefen 20 Männer ihn wieder ins Leben.

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Zehn Jahre später waren die Radler und ihre Aktivitäten so beliebt, dass aufgrund der großen Nachfrage 1957 gleich zwei Faschingsbälle abgehalten wurden.

Ein weiteres Großereignis stand für den Radsportverein 1970 ins Haus. Der Verein veranstaltete sein 1. Volksradfahren mit 1077 Teilnehmern. Auf 50-jährige Vereinsgeschichte blickten die Mitglieder 1972 beim Gründungsfest in der evangelischen Kirche zurück. Sportliche Erfolge regnete es ebenfalls: 1979 wurde eine Kunstradfahrerin des RSV bayerische Meisterin. 1990 richtete der Verein zum ersten Mal die bayerischen Radballmeisterschaften aus und 2001 startete der jährlich stattfindende Paartal-Cup für Kunstradfahrer. 2008 waren zwei Radballer in Japan beim Japan-Cup und ein Jahr später holten sich zwei Radballer des RSV den Vize-Europameistertitel. Zum Ende des Festabends erhielten 17 Vereinsmitglieder eine gesonderte Ehrung durch den Bund Deutscher Radfahrer für 25, 40, 50, 60 oder 65 Jahre Mitgliedschaft.

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