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05.02.2015

Kissinger Räten geht ein Licht auf

Die Mitglieder des Kissinger Bau- und Werkausschusses informierten sich im LEW-Leuchtenpark in Königsbrunn. Dort erklärte Christian Mayr die Funktionsweise der LED-Technik. Diese Lampe wird auch gerne als Kobra- oder Golfschläger-Leuchte bezeichnet.
Bild: Eva Weizenegger

Bau- und Werkausschuss besucht den Leuchtenpark in Königsbrunn

Regelrecht erleuchtet waren die Mitglieder des Kissinger Bau- und Werkausschusses nach ihrem Besuch im Leuchtenpark der Lechwerke in Königsbrunn.

1200 Straßenlampen stehen im Gebiet der Gemeinde Kissing, informiert Bauamtsleiter Alfred Schatz. Diese Lampen sind zum Großteil mit konventionellen Leuchtmitteln ausgestattet. 180 Leuchten sind bereits mit LED-Technik ausgestattet und 146 werden umgerüstet.

Auf welche Technik man künftig setzen will, darüber informierten sich am Montagabend die Kissinger Gemeinderäte. Christian Mayr, der den Leuchtenpark der LEW leitet, erklärte nicht nur die jeweiligen Lampenformen und -typen, sondern ging auch ausführlich auf die technischen Bedingungen ein. Jährlich besuchen 3000 Vertreter von Kommunen und interessierte Bürger die Einrichtung in der Nibelungestraße in Königsbrunn. Dort sind 50 unterschiedliche LED-Lampen in verschiedenen Höhen ausgestellt. Mayr erläuterte, dass LED-Lampen vor allem dann länger leben, je kühler die Temperatur ist. „Hitze mögen sie nicht“, sagte er. Ein Vorteil der LED-Beleuchtung sei, dass das Licht nahezu dort gebündelt wird, wo es benötigt wird. „Sie haben kaum Lichtverschmutzung so wie es bei den orangefarbenen Natriumdampfleuchten der Fall ist“, schilderte der Fachmann, „da haben Sie einen Verlust von 30 Prozent.“

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Mayr machte in seinem Vortrag deutlich, dass eine komplette Umstellung auf LED nicht ratsam sei. „Zum einen schreitet die Entwicklung dieser Technik rasant voran und wer jetzt alles auf einmal umstellt riskiert, dass er dann nicht mehr auf Neuerungen reagieren kann.“ LED-Leuchten haben, je nach Typ, eine Lebenserwartung zwischen zwölf und 25 Jahren. „Das bedeutet, dass dann auch auf einen Schlag in neue Lampen investiert werden muss.“

Mayr riet zur Modultechnik bei den LED-Lampen. Zwar seien sie nicht so lange haltbar, ihre Lebendauer liege bei zwölf Jahren, dafür aber seien diese aber leichter auszutauschen als die Monoblocktechnik. Zudem könne man bei Modulen auch schneller auf Neuerungen eingehen, beim Monoblock müsse weitaus mehr ersetzt werden. Zwar koste die LED-Lampe 150 bis 200 Euro mehr als die herkömmliche Natriumdampfleuchte, spare aber wesentlich mehr Energie und sei wartungsärmer. „Auf lange Sicht gerechnet lohnt sich das für die Kommune“, so Mayr. Je nach Typ und Leistung habe sich eine LED-Leuchte bereits nach sechs Jahren amortisiert.

Alfred Schatz informierte, dass für die 1200 Lampen der Gemeinde Kissing Unterhaltskosten in Höhe von 13000 bis 15000 Euro jährlich anfallen. 146 Lampen werden nun mit einem LED-Ersatzleuchtmittel nachgerüstet. Dafür zahlt die Gemeinde zwar 16105 Euro, spart aber jährlich 5260 Euro an Energiekosten ein. Kissing ist jedoch, was die LED-Technik anbelangt, eine Vorreiterkommune. „Das Baugebiet Lerchenwiese war das erste Gebiet, dass die LEW komplett mit LED-Lampen ausgestattet hat“, sagte Bürgermeister Manfred Wolf. Mittlerweile aber haben die Lechwerke schon 12 000 LED-Leuchten in ihrem Verbreitungsgebiet installiert.

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