Newsticker

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann schließt erneute Grenzkontrollen nicht aus
  1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Klären für das Gewerbegebiet

Gemeinderat

19.03.2015

Klären für das Gewerbegebiet

Großprojekt: Die Kläranlage in Dasing wird erweitert. 4,5 Millionen soll der Umbau insgesamt kosten. Wann sie fertig gestellt sein wird, ist noch unklar.
2 Bilder
Großprojekt: Die Kläranlage in Dasing wird erweitert. 4,5 Millionen soll der Umbau insgesamt kosten. Wann sie fertig gestellt sein wird, ist noch unklar.
Bild: Foto: Sebastian Richly

Dasing macht die Kläranlage fit für die Zukunft. Ein Millionenbetrag ist notwendig, um die Herausforderungen zu bewältigen. Jetzt sind die Planer gefragt

Dasing Die Kläranlage in Dasing wird erweitert. Rund 4,5 Millionen Euro werden die Baumaßnahmen voraussichtlich kosten. Ein hoher Betrag, doch durch die neue Technik wird das Werk wirtschaftlicher. Der Gemeinderat treibt die Planungen nun voran.

Geschäftsführer Stefan Steinbacher vom gleichnamigen Ingenieurbüro wies auf die Dringlichkeit der Umbaumaßnahmen hin: „Das Werk ist nahezu ausgelastet. Die Grenzen sind fast erreicht.“ Laut Bürgermeister Erich Nagl ( Freie Wähler) macht vor allem das zukünftige interkommunale Gewerbegebiet (IKG) eine Erweiterung notwendig. „Die geplanten Baugebiete sind nicht so tragisch, aber durch das IKG erhöhen sich die gesetzlichen Anforderungen erheblich.“ Und die seien vertraglich festgehalten. Im Gegenzug beteiligt sich das IKG mit 900000 Euro an den Baukosten. Laut Nagl wird sich der Anteil bei Bauende prozentual zu den Gesamtkosten noch erhöhen. Projektleiter Tom Schendel versicherte, dass die Umbaumaßnahmen nicht viel Platz beanspruchen würden: „Es ist kein kompletter Neubau. Wir brauchen kein zusätzliches Becken.“ Lediglich ein neues Bauwerk für die Vorklärung und Schlammeindickung ist notwendig sowie ein Faulturm für die Gasverwertung. Das entstandene Gas wird in einem separaten Behälter gespeichert und dient als Brennstoff für das kommende Blockheizkraftwerk. Die Gemeinde spart dadurch Energiekosten.

Allerdings nicht gleich, denn das Projekt soll auf zwei Bauphasen aufgeteilt werden. Wie viel Zeit zwischen den Bauphasen liegen wird, ist derzeit noch unklar. Sorgen bereitete Anne Glas (Aktive) die Geruchsbelastung in dieser Zwischenphase. Laut Schendel sollen eine vorübergehende Abdeckung und ein Biofilter die Gase binden. Karl Gamperl, Mitarbeiter des Bauhofs, hofft, dass im Januar die Ausschreibungen für den ersten Bauabschnitt beginnen können. Wann die Anlage vollständig erweitert sein wird, weiß auch er nicht: „Da gibt es zu viele Faktoren. Der Betrieb ist dann aber für die nächsten 30 Jahre sichergestellt.“ Die Kosten für die erste Bauphase liegen bei rund 2,5 Millionen Euro.

Haushalt Der Gemeinderat hat mit einer Gegenstimme die Haushaltsplanung für das Jahr 2015 verabschiedet. Nur Martin Asam (CSU) war nicht einverstanden. Er bemängelte einen fehlenden finanziellen Spielraum und schlug vor, den Neubau des Bauhofs aufzuschieben. Kleine Änderungen nahm Kämmerin Claudia Michl im Vergleich zur Ausschusssitzung vor. Unter anderem nahm sie die geplante Halbtagsstelle im Bereich der Asylbetreuung auf.

Nachgerückt Neu im Gemeinderat ist Karin Liebler (Aktive). Sie ersetzt Lorenz Bayr, der aufgrund gesundheitlicher Probleme zurückgetreten war. Bürgermeister Nagl vereidigte die Nachrückerin, nachdem der Rat zugestimmt hatte. Im Umweltaussschuss nimmt Martin Menzinger den Platz von Lorenz Bayr ein.

Biogasanlage Der Rat stimmte der Änderung des Bebauungs- und Flächennutzungsplans der Biogasanlage Höbstl zu. Ein zusätzlicher Behälter mit Foliendach darf in den Hang eingebaut werden, aber nicht höher sein als die bisherige Halle: „Das fügt sich gut in die Landschaft ein“, befand Johannes Ankner (Freie Wähler).

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren