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Mering

23.07.2020

Klaus-Dieter Ruf ist der neue Kulturbeauftragte in Mering

Als Vorstand der Kolpingkapelle liegt dem neuen Kulturbeauftragten Klaus-Dieter Ruf auch die Kolping-Kulturwerkstatt sehr am Herzen.
Bild: Heike John

Plus Klaus-Dieter Ruf will die Kulturvereine in der Marktgemeinde Mering besser vernetzen. Was für ihn die größte Herausforderung ist.

Sein Antrag beim Landratsamt für die Wiedereröffnung der Kolping-Kulturwerkstatt nach der Corona- Zwangspause war der erste Einsatz von Klaus-Dieter Ruf. Er ist der neue Kulturbeauftragte der Marktgemeinde.

Dabei agierte der Meringer in erster Linie auch als Vorsitzender der Kolpingkapelle Mering und neuerdings auch Bezirksleiter des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes im Bezirk 14. Die gute Vernetzung in Kulturkreisen, vor allem im musikalischen Bereich, bewog Bürgermeister Florian Mayer dazu, Klaus-Dieter Ruf als neuen Kulturbeauftragten vorzuschlagen. „Ich habe ihn Mitte April gefragt und es kam gleich ein positives Feedback“, freute sich Mayer. Noch in der konstituierenden Sitzung stimmte der Marktgemeinderat der Amtsvergabe zu. „Die Corona-Pandemie lähmt derzeit den gesamten Kulturbetrieb, nicht nur die Kolpingkapelle, die seit März keine Orchesterproben mehr durchführen kann“, bedauert Ruf. Auch die große Opern-Gala, die für Juli geplant war, ist auf nächstes Jahr verschoben. In der federführenden Mitorganisation dieses beliebten Events bewies Ruf schon mehrfach organisatorisches Talent. Seit der ersten Operngala vor neun Jahren ist er im Vorbereitungs- und Aufbauteam.

Das ist der neue Kulturbeauftragte der Marktgemeinde Mering

Engagiert zeigt er sich auch in der Kolpingsfamilie, deren Vorsitzender er seit 2008 ist. Im kommenden Jahr werden so einige größere Ereignisse in Mering stattfinden. So feiert die Kolpingkapelle, die 1921 als sogenannte Gesellenvereinsmusik gegründet wurde, ihren hundertsten Geburtstag. „Wir planen ein Streetfestival im Herbst, bei dem wir zusammen mit der ganzen Gemeinde feiern wollen“, kündigt Ruf an.

Die größte Herausforderung in seinem Amt als Kulturbeauftragter wird aber die Tausendjahrfeier werden, die Mering 2021 begehen kann. Bürgermeister Mayer erhofft sich da einige Impulse. „Erste Abstimmungen mit der Gemeinde gab es ja bereits 2019“, berichtet Ruf. Die Wiederaufnahme der Aktivitäten sei in Kürze vorgesehen. „Egal ob Trachtenverein, das Neue Theater Mering oder die verschiedenen Kapellen, ich möchte alle ins Boot holen und was Ordentliches auf die Füße stellen“, so lautet sein Wunsch für das große Jubiläum.

Klaus-Dieter Ruf: Kultur ist mehr als nur Musik in Orchestern

Kultur sei ja weitaus mehr als nur Musik in Orchestern, Chören und im Spielmannszug. Auch Theater und Tanz sowie die Heimat- und Kulturvereine gehörten dazu, erklärt er. Und nicht zu vergessen, auch das Faschingskomitee. Es gebe ein sehr breites Spektrum in Mering, das rund 18 Vereine und Gruppierungen umfasse, so zählt er auf. „Diese hatte ich im Herbst 2018 zusammen mit Vorstandskollegen aus der Kolpingkapelle schon einmal zu einem gemeinsamen Treffen in die Kulturwerkstatt geladen“, berichtet Ruf. Damals ging es darum, das Thema Vision 2025 zu erörtern. „Eine sehr interessante Runde, wie ich fand, die sich dann ja leider erübrigte“.

In der Vernetzung der Kulturvereine sieht Ruf ein großes Potenzial. „Im Prinzip ist ja jeder Verein irgendwie auch Kulturträger“. Ein großes Anliegen, das Ruf auch zu seinem Aufgabenbereich als Kulturbeauftragter zählt, ist die Unterbringung der Vereine. „Wenn ich da an den Heimatverein denke, der keinen Ort mehr für das Museum hat, dann ist höchste Zeit, sich da reinzuknien“, betont er. Bis Februar 2021 arbeitet der 60-Jährige noch als Produktmanager bei Fujitsu. Dann beginnt seine passive Altersteilzeitphase und ihm bleibt mehr Zeit, sich um kulturelle Anliegen in Mering zu kümmern. „Ich will in meinem Amt etwas bewegen.“

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