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Immobilien

18.04.2015

Klempner dringend gesucht

Warum Sanierung der Rieder Straße 1 bis 5 auf der Kippe steht

Bis zum Herbst 2015 sollte der städtische Wohnblock an der Rieder Straße 1 bis 5 in Friedberg eigentlich modernisiert sein. Doch bei der Ausschreibung der Arbeiten hat sich ein unerwartetes Problem aufgetan: Kein einziges Unternehmen hat ein Angebot für die Erneuerung der Sanitäranlagen abgegeben. Es ist nicht auszuschließen, dass das Projekt noch einmal verschoben werden muss.

Der Block in Friedberg-Süd stammt aus dem Jahr 1969. Darin befinden sich 24 Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von 1800 Quadratmetern. 2,2 Millionen Euro sollen insgesamt investiert werden, um einen zeitgemäßen Wohnstandard herzustellen und um das Gebäude energetisch zu ertüchtigen. 2014 machte die Stadt aus finanziellen Gründen einen Rückzieher. Dabei wurden anstehende Reparaturen wegen der geplanten Sanierung bereits verschoben.

Finanzreferent Wolfgang Schuss berichtete im Stadtrat von einer größeren Telefonaktion. Rund 50 Sanitärfirmen in einem Umkreis von 100 Kilometern wurden kontaktiert, nachdem die Ausschreibung in diesem Gewerk kein Ergebnis gebracht hatte. Nach persönlichen Gesprächen zeigten zehn Unternehmen Interesse, bis nächste Woche läuft noch die Frist zur Abgabe. „Ohne Sanitär kann die Baumaßnahme nicht laufen“, sagte Finanzreferent Schuß. Dann müsste die komplette Ausschreibung aufgehoben und im Herbst neu gestartet werden. Die Modernisierung würde sich um ein Jahr verzögern.

„Das wäre ein herber Schlag für die Bewohner“, sagte 3. Bürgermeisterin Martha Reißner (SPD). Die Leute seien schon so oft vertröstet worden. Die Stadt solle darum alle Hebel in Bewegung setzen, forderte sie. Bürgermeister Roland Eichmann (SPD) äußerte Verständnis für die Mieter, betonte aber: „Wir können keinen herzaubern.“

Eichmann selbst stieß auf Widerspruch, als er eingangs feststellte, Friedberg bilde eine Ausnahme in Bayern. Während andernorts die kommunalen Wohnungen in schlimmstem Zustand seien, werde in Friedberg nun der letzte städtische Wohnblock saniert.

„Es fehlt noch das ehemalige Lehrerhaus in Stätzling“, erinnerte Peter Gürtler (CSU). Und seine Kollegin Herta Widmann fügte mit Blick auf Ottmaring hinzu: „Man könnte auch noch weitere auflisten.“ (gth)

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