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Medizinwesen

22.03.2017

Klinik-Geschäftsführer unterschreibt neuen Vertrag

Dr. Krzysztof Kazmierczak .
Bild: Nicole Simüller

Die Kliniken an der Paar schrieben zuletzt Verluste. Doch Krzysztof Kazmierczak bleibt zunächst weitere fünf Jahre und zeigt sich zuversichtlich.

Krzysztof Kazmierczak bleibt Geschäftsführer der Kliniken an der Paar. Nachdem der zuständige Werkausschuss des Kreistags am Montag die Personalie abgesegnet hatte, unterzeichnete er gestern einen neuen Dienstvertrag mit einer Laufzeit von fünf Jahren.

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In die Kritik geraten war Kazmierczak Ende vergangenen Jahres, als er die Kreisräte mit schlechten Zahlen überraschte. Das Defizit der Kliniken lag doppelt so hoch wie erwartet – nach dem vorläufigen Abschluss bei rund 2,4 Millionen Euro. Mitglieder des Werkausschusses kritisierten, zu spät über diese Entwicklung informiert worden zu sein. Dazu gab es interne Querelen in den Krankenhäusern, die durch ein anonymes Schreiben auch an die Öffentlichkeit getragen wurden.

Organisatorische Versäumnisse

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Der Werkausschuss beschäftigte sich um den Jahreswechsel in mehreren außerplanmäßigen Sitzungen mit der Lage an den Kliniken. Landrat Klaus Metzger sprach anschließend von organisatorischen Problemen und Versäumnissen in unterschiedlicher Verantwortung von Geschäftsführung und Chefärzten. An der Umsetzung eines Maßnahmenkatalogs, um die Kliniken wieder in ruhigere Fahrwasser zu führen, soll Kazmierczak mitwirken. Der Kreis war bereit, dazu einen Vertrag abzuschließen, dessen Laufzeit über die bei Geschäftsführern üblichen fünf Jahre hinausgeht. Diese Entscheidung traf der Ausschuss im Januar mit zwölf gegen eine Stimme.

Auf Kazmierczaks Wunsch bleibt es nun aber bei einer Laufzeit von fünf Jahren. Im Gespräch mit unserer Zeitung begründete er dies mit der Abwägung verschiedener Gesichtspunkte. Jetzt wolle man sich auf die Arbeit konzentrieren. Dennoch sei es nicht ausgeschlossen, dass man sich künftig über neue Rahmenbedingungen unterhalte. Er sei an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert – „bis zu meinem Ruhestand“, sagte der 50-Jährige.

Kräfte sollen gebündelt werden

„Es war immer gemeinsames Ziel von Werkausschuss und Kreistag, diese erfolgreiche Zusammenarbeit fortzusetzen“, teilte Landrat Metzger gestern mit. „Wir glauben, dass der alte und nun auch neue Geschäftsführer der richtige Mann ist, um die internen Probleme, die zur aktuell schwierigen Situation der Häuser geführt haben, aktiv zu lösen.“ Eine Korrektur der externen Rahmenbedingungen, die erheblich zum Defizit beitragen, sei eine politische Aufgabe.

Kazmierczak zeigte sich zuversichtlich, dass sich die Kliniken trotz der neuen Herausforderungen erfolgreich weiterentwickeln werden. „Für uns, das gesamte Team der Kliniken, ist es jetzt wichtig, die Kräfte zu bündeln, um diese Herausforderungen zu bewältigen“, stellte er fest.

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