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So verstolpert Friedberg das Stadtmarketing

Kommentar Von Thomas Goßner
14.06.2019

Wie so oft machen handwerkliche Fehler der Stadtspitze positive Ansätze zunichte.

Wie unterschiedlich Einschätzungen doch sein können. Das Urteil, das der Friedberger Stadtrat in großer Mehrheit über den Citymanager Thomas David gefällt hat, steht der Bewertung aus Sicht des Einzelhandels diametral entgegen. Während Renate Mayer vom Aktiv-Ring die Zusammenarbeit in höchsten Tönen lobt, vermag die Politik nicht einmal zu erkennen, was David in den vergangenen eineinhalb Jahren überhaupt gemacht hat. Gibt es dafür eine Erklärung?

Vermutlich ist, wie so oft im Laufe dieser Sitzungsperiode, der Mangel an Kommunikation die Ursache. Die Serie der Missverständnisse begann schon damit, dass Bürgermeister Roland Eichmann – offenbar in Unkenntnis der finanziellen Situation des Aktiv-Rings – die Werbegemeinschaft für die Kosten des Stadtmarketings zur Kasse bitten wollte. Anschließend wurde so vieles in die Stellenbeschreibung gepackt, dass man, weil eh schon egal, auch noch die Überwachung der Leinenpflicht im Stadtgarten hätte dazuschreiben können.

Wie geht die Stadt Friedberg mit ihren Mitarbeitern um?

Das alles wäre vielleicht noch in geordnete Bahnen zu lenken gewesen, hätte man aus dem beliebig zusammengeschusterten Aufgabenkatalog Arbeitsaufträge mit klaren Prioritäten herausgepickt. Tatsächlich ließ aber auch der Stadtrat den Citymanager eineinhalb Jahre lang vor sich hinwerkeln, um ihn dann abzuservieren – immerhin mit dem freundlichen Hinweis, er könne sich ja erneut auf die Stelle bewerben. Über Davids Fähigkeiten und Leistungen kann man unterschiedlicher Meinung sein. Aber geht man so mit Mitarbeitern um?

Das Thema Citymanagement reiht sich nahtlos ein in die lange Liste der Themen, die im Friedberger Rathaus in den vergangenen fünf Jahren verstolpert wurden. Sie immer wieder aufzuzählen, ist obsolet und macht niemandem Freude. Gemeinsam ist ihnen aber eines: Die grundsätzlich positiven Ansätze werden immer wieder durch handwerkliche Fehler an der Stadtspitze zunichtegemacht.

Die politischen Fliehkräfte in Friedberg werden größer

Denn es ist noch lange nicht sicher, ob und in welcher Form es auch künftig ein Citymanagement in Friedberg geben wird. Die Fliehkräfte im Stadtrat werden umso größer, je näher der nächste Wahltermin rückt. Am Ende der Periode könnten ein paar neue Halteverbotsschilder das einzige sein, womit die Politik den innerstädtischen Handel beglückt hat.

Lesen Sie dazu auch unseren Bericht Aktiv-Ring bricht eine Lanze für den Citymanager

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Die Diskussion ist geschlossen.

16.06.2019

(Zitat:)
Das Thema Citymanagement reiht sich nahtlos ein in die lange Liste der Themen, die im Friedberger Rathaus in den vergangenen fünf Jahren verstolpert wurden. Sie immer wieder aufzuzählen, ist obsolet und macht niemandem Freude. (Zitatende)

Als distanzierter Beobachter fällt mir auf, dass es Ihnen offenbar Freude macht, die Stadtspitze grundsätzlich ins Negative zu schreiben. So wie Ihre Augsburger Lokal-Kollegen vor 11-12 Jahren mit dem ominösen "Mister X" machten und Wahlkampf pur im Sinne der Anti-OB-Position betrieben.
So wollen Sie wohl den Friedbergern die "Missis X" schmackhaft machen.

So schlagen Monopolmedien selbst in kleinen Einheiten durch - eigentlich besorgniserregend!

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