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Musikbund tagt in Friedberg

23.03.2009

Kraftakte abseits der Showbühne

Harmonie kennzeichnete die über vier Stunden dauernde Delegiertenversammlung des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM) in der Friedberger Stadthalle. Das lag nicht allein an den wohlklingenden Tönen der die Veranstaltung begleitenden Friedberger Jugendkapelle unter Andreas Thon, bei der sich die Fachleute gleich zu Hause fühlten. Vielmehr auch an den Inhalten, mit denen der wiedergewählte Vorsitzende Franz Pschierer durchaus renommieren konnte. Dass es auch vereinzelt gewisse "Dissonanzen" in der Arbeit der großen Musikerfamilie zu verkraften gilt, ließ er ebenso wie die einzelnen Referenten in ihren Tätigkeitsberichten vor den 200 angereisten schwäbischen Vertretern durchaus anklingen. Von Otmar Selder

Friedberg Harmonie kennzeichnete die über vier Stunden dauernde Delegiertenversammlung des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM) in der Friedberger Stadthalle. Das lag nicht allein an den wohlklingenden Tönen der die Veranstaltung begleitenden Friedberger Jugendkapelle unter Andreas Thon, bei der sich die Fachleute gleich zu Hause fühlten. Vielmehr auch an den Inhalten, mit denen der wiedergewählte Vorsitzende Franz Pschierer durchaus renommieren konnte. Dass es auch vereinzelt gewisse "Dissonanzen" in der Arbeit der großen Musikerfamilie zu verkraften gilt, ließ er ebenso wie die einzelnen Referenten in ihren Tätigkeitsberichten vor den 200 angereisten schwäbischen Vertretern durchaus anklingen.

Dass Friedberg den Zuschlag für die Jahresversammlung mit Neuwahlen erhielt, liegt wohl am 25-jährigen Jubiläum, das der Musikbezirk Aichach-Friedberg heuer feiern kann. Die Bedeutung des Verbandes mit den vermittelten Werten unterstrichen in ihren Grußworten sowohl Regierungspräsident Karl Michael Scheufele als auch Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert und Stadtrat Peter Gürtler, der die verhinderten drei Friedberger Bürgermeister vertrat.

Franz Pschierer legte in seinem Rechenschaftsbericht das ganze Spektrum der Jahresarbeit offen und hob neben den zahlreichen Konzerten, Wertungsspielen und Auftritten vor allem die erfreuliche Tatsache hervor, dass der Anteil der Jungmusiker bis 18 Jahre sich schon der 50-Prozent-Grenze nähert.

Kraftakte abseits der Showbühne

Pschierer ließ auch wissen, dass der Allgäu Schwäbische Musikbund außerhalb der Showbühnen harte Verwaltungsarbeit und finanzielle Kraftakte zu leisten habe. Die Zuschusserhöhung durch die öffentliche Hand für das Jahr 2009 habe die angespannte Lage aber beruhigt. Was die Verteilung der Mittel auf die Mitgliedsbezirke und Vereine anbelangt, so plädierte der Präsident intensiv dafür, mehr die Anzahl der Jugendlichen zu berücksichtigen. Die "teils kritisch diskutierte" (Pschierer) Zukunft der staatlichen Berufsfachschule für Musik in Krumbach war insofern ein Thema, als die Privatisierung unter Federführung des ASM stark angedacht ist. Pschierer und auch Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert berichteten über den Stand der Verhandlungen. Die Lösung würde beiden Vertragspartnern zugutekommen.

Der ASM lege dabei Wert auf die Erklärung, dass man für den Fall des Zustandekommens fair und vertrauensvoll mit dem Lehrpersonal der Krumbacher Schule umgehen wolle. Die Jahresberichte der Bundesjugendleiterin Michaela Klahr und den weiteren Fachbereichen wurden ohne Einwendungen zur Kenntnis genommen. Ebenso wie der Bericht zum Haushaltsvollzug des Schatzmeisters Klaus Jekle.

Beifall für Bundesdirigent Elmar Vögel

Mit viel Beifall wurden der langjährige Bundesdirigent Elmar Vögel nach 40 Jahren Blasmusik und 30 Jahren Verbandsarbeit sowie das "Urgestein" Josef Linder verabschiedet. Vertagt wurde die Neuwahl des Verbandsjugendleiters für die Bläserjugend.

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