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Kissing

14.06.2020

Kühners Landhaus verwöhnt seine Gäste regional, bayerisch und modern

Andreas Kühner betreibt Kühners Landhaus in Kissing in zweiter Generation seit zehn Jahren.
Bild: Edigna Menhard

Plus In Kühners Landhaus werden klassische Speisen und innovative Gerichte serviert. Für sein Konzept ist das Restaurant in Kissing ausgezeichnet worden.

Ein Geheimtipp ist Kühners Landhaus schon länger nicht mehr, obwohl der Gasthof etwas zurückgesetzt an der B2 kurz vor dem Kissinger Ortsende liegt und ein klein wenig versteckt ist. Dazu gibt es mittlerweile schon zu viele begeisterte Kommentare über das Lokal auf Bewertungsportalen wie Tripadvisor, Google und Co. „Hervorragendes Essen“, „Mittagessen vom Feinsten“, „Immer wieder ein Highlight“ schreiben die Leute.

Zum dritten Mal mit drei Rauten ausgezeichnet

Anerkennung gab es aber auch von ganz oberster Stelle: So erhielt das Wirtshaus das Qualitätssiegel „Ausgezeichnete bayerische Küche“, das gemeinsam vom bayerischen Landwirtschaftsministerium und dem bayerischen Hotel- und Gaststättenverband Dehoga vergeben wird. Es funktioniert ähnlich wie das Sternesystem bei Hotels. Mit maximal drei Rauten werden Gastronomiebetriebe ausgezeichnet, die regionaltypische Küchenkultur und regionale Produkte in den Mittelpunkt rücken. Andreas Kühner, der in zweiter Generation seit zehn Jahren das Restaurant betreibt, ist stolz auf diese Klassifizierung: „Es ist schwierig, die geforderten Kriterien zu erfüllen, weil die wirklich hoch angelegt sind. Umso mehr freut es mich, dass wir nun zum dritten Mal mit drei Rauten zertifiziert wurden.“

Andreas Kühner betreibt Kühners Landhaus in Kissing in zweiter Generation seit zehn Jahren. Im Video erklärt er sein Konzept.

Das Konzept des Landhauses passt wie maßgeschneidert zu den Anforderungen. Der Gastronomiebetrieb bezieht seine Lebensmittel vor allem aus dem Wittelsbacher Land. Erzeuger und Bauern kennt man persönlich. „Wir kaufen unser Fleisch aus der Region, die Fische in Kissing, genauso wie Nudeln, Eier, Gemüse, Blaukraut, Wild, Spargel. Unsere Brauereien sind von hier. Die Weine bekommen wir aus Unterfranken, Mittelfranken oder auch vom bayerischen Teil des Bodensees“, zählt der Inhaber auf.

Kühners Landhaus verwöhnt seine Gäste regional, bayerisch und modern

Kühners Landhaus bietet nun Gerichte für zu Hause an

Nach dem Shutdown aufgrund der Corona-Pandemie ist im Landhaus der reguläre Betrieb – unter Einhaltung der Auflagen – wieder aufgenommen worden. „Eine Neuerung haben wir. Seit der Corona-Krise kann sich jeder bei uns Fertiggerichte für zu Hause kaufen“, sagt Kühner. Die haltbar gemachten Gläser können im Restaurant, bei Feinkost Hettenkofer in Kissing oder über den Online-Shop des Gasthofs erworben werden.

Sein Konzept im Restaurant erklärt der gelernte Koch folgendermaßen: „Wir bieten zwar eine sehr regional bezogene bayerische Küche, aber ich möchte unseren Gästen nahebringen, dass diese ganz authentisch sein und Spaß machen kann. Man kann Altes und Neues super miteinander kombinieren und das im zeitgenössischen, innovativen Geist auf den Teller bringen.“

Serviert werden daher neben klassischen Speisen vor allem auch innovative Gerichte wie etwa Dry Aged Beef. „Wir lassen hier Ochsen- oder Färsenfleisch – das ist ein weibliches Rind – aus dem Wittelsbacher Land bei sehr niedriger Luftfeuchtigkeit vier Wochen reifen. Das Fleisch trocknet von außen ab. Übrig bleibt ein wirklich sehr intensiver Fleischgeschmack“, informiert der Küchenchef.

Kühner vertritt zudem die Philosophie „Nose to Tail“, was bedeutet, dass von einem geschlachteten Tier alles verwertet werde – von der Nase bis zum Schwanz. Innereien zählen zu seinen Lieblingsspeisen, verrät er, wie etwa Kalbsbries mit Nussbutter und Meersalz.

Klassiker wie Wiener Schnitzel sind in Kissing beliebt

Besonders beliebt seien zudem Steak oder Klassiker wie Wiener Schnitzel und Zwiebelrostbraten. Oder auch seine Tagesempfehlungen: „Da schaue ich, was ich marktfrisch bekomme. Das steht dann nicht in der Speisekarte“, erzählt er.

Außerdem achte er darauf, dass auf der Speisekarte neben Fischgerichten auch immer Gerichte für Vegetarier und Veganer zu finden seien wie Steinpilze, Morcheln oder Spargel, je nach Saison. „Ich muss aber zugeben, dass Fleisch schon meine Leidenschaft ist, egal in welcher Zubereitungsart. Und da sehe ich auch unsere Stärke. Deshalb kommen die Leute hierher“, räumt er ein.

Das Publikum ist gemischt. Nicht nur ältere Menschen gönnen sich die gehobene Küche des Landgasthofs. „Ich stelle fest, dass auch Jüngere großen Wert auf nachhaltiges, bayerisches Essen legen. Es muss halt etwas G’scheites sein, dann geben sie gerne ein paar Euro mehr fürs Essen aus“, sagt Andreas Kühner.

Selbstverständlich muss dann aber auch das Ambiente stimmen. Die Einrichtung ist – genau wie die Speisekarte – eine Mischung aus alten und neuen Elementen, originell, innovativ und von bester Qualität: Im Restaurant wurde bis zu 400 Jahre altes Holz, das von alten Scheunen abgebaut wurde, mit modernen Elementen kombiniert, einem Kamin mit offenem Feuer, Kupferelementen an der Bar, Kissen aus Lodenstoff an den Sitzecken.

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