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29.06.2009

Künftig auf drei Linien durch Friedberg

Friedberg Auf ein komplett neues System im öffentlichen Nahverkehr müssen sich die Friedberger einstellen, wenn Ende 2010 die Straßenbahnlinie 6 in Betrieb geht. Die endet bekanntlich am Park-and-ride-Platz, der derzeit an der Ecke Friedberger/Lechhauser Straße entsteht. Dort heißt es Umsteigen in den Bus, doch für die Fahrgäste soll das keine Verschlechterung bringen, sagte Karl-Heinz Heiß vom Augsburger Verkehrsverbund. Im Gegenteil versprach er vor dem Stadtrat sogar kürzere Reisezeiten und eine bessere Anbindung für Friedberg-Süd.

Heiß stellte in der jüngsten Sitzung das vorläufige Konzept vor, an dem es allerdings noch Änderungen geben kann. Noch sind nicht alle Fragen geklärt. Neu ist, dass statt des 36ers drei Buslinien verkehren. Weil nicht mehr wie bisher jeder Bus die komplette Schleife von der Innenstadt über Süd nach Ost fährt, muss man unter Umständen am Bahnhof umsteigen, um sein Ziel zu erreichen.

Viermal pro Stunde ins Stadtzentrum

Zwischen 5 und 8 Uhr und 15 und 20 Uhr kommt man vom Park-and-ride-Platz künftig viermal pro Stunde ins Stadtzentrum. Von 8 bis 15 Uhr sind es dann noch drei Fahrten, nach 20.45 verkehrt der Bus voraussichtlich nur noch einmal pro Stunde. Am Samstag gibt es tagsüber zwei Fahrtmöglichkeiten pro Stunde, am Samstagabend und am Sonntag nur eine. Der Nachtbus, den die Stadtwerke Augsburg mit finanzieller Unterstützung aus Friedberg für Spätheimkehrer betreiben, bleibt erhalten.

Künftig auf drei Linien durch Friedberg

Die Abfahrtszeiten der Busse an der Lechhauser Straße orientieren sich nicht an der Ankunft der Tram, sondern am Zugfahrplan der Paartallinie. Allerdings herrscht auf der Paartalbahn auch künftig kein exakter Takt, so dass auch die Busse nach einem unregelmäßigen Schema fahren - in der Zeit von 8 bis 15 Uhr zum Beispiel immer zur Minute 06, 36 und 54. Wenn die Bahn ihren Fahrplan ändert, müssen sich auch die Busfahrgäste auf neue Abfahrtszeiten einstellen.

Sorge um Anbindung von Friedberg-West

Umständlicher wird es künftig auch für die Bewohner im Südteil Friedberg-West: Sie müssen künftig mit den AVV-Bussen der Linien 101 und 102 zum Peterhof fahren, dort in die Trambahn bis zur Lechhauser Straße umsteigen und das letzte Stück in die Innenstadt wieder mit dem Bus zurücklegen, bestätigte Heiß eine Befürchtung des 2. Bürgermeisters Manfred Losinger ( CSU). "Wir müssen aufpassen, dass uns Friedberg-West nicht wegbricht", sagte Franz Reißner (SPD).

Verbesserungen in allen Bereichen bietet das Konzept nach Ansicht von CSU-Fraktionschef Thomas Kleist. Dagegen hatte Marion Brülls (Grüne) ein ganzes Paket von Verbesserungsvorschlägen parat - von einem klaren Takt bis zum Einsatz eines kleinen Shuttlebusses, der alle fünf bis zehn Minuten fährt. Eine höhere Frequenz sorgt ihrer Meinung nach für eine bessere Akzeptanz des Öffentlichen Nahverkehrs.

Für die Stadt wäre dies aber mit Kosten verbunden. Weil schon das jetzt vorgestellte Konzept über die Grundversorgung hinausgeht, die der Landkreis als Träger der Öffentlichen Nahverkehrs bereitstellen muss, muss die Stadt 100 000 Euro beisteuern. Ein Umstand, den Johannes Hatzold (Freie Wähler) kritisierte: Die Friedberger Bürger seien bereits durch den Bau der Linie stark belastet. Die 100 000 Euro sollten darum die Stadtwerke Augsburg übernehmen. "Aufgefallen

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