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Kultur

01.08.2020

Kunstwerk für den Dominikushof

Die „Lechlandschaft“ hier mit Jonas Ochs wirkt besonders eindrucksvoll im Licht- und Schattenspiel der alten Bäume des Dominikushofs.
Bild: Christina Riedmann-Pooch

Warum die Bildhauer finden, dass ihre „Lechlandschaft“ nirgendwo besser aufgehoben ist und wie sie entstanden ist

Seit kurzem kann sich nicht nur Familie Gastl vom Dominikushof über ein neues Kunstwerk freuen: Die „Lechlandschaft“ des Steinmetz- und Steinbildhauermeisters Jonas Ochs ist nun als Dauerleihgabe links neben dem Hofladen zu bewundern. Die zündende Idee zu diesem Kunstwerk kam dem Künstler Jonas Ochs, der auch Mitglied des Kunstkreises Lechkiesel ist, im Rahmen seiner Abschlussarbeit.

Er erzählt, dass er beim Fotografieren der Landschaft in unserer Region, von der er Schwarzweiß-Aufnahmen anfertigte, sofort an eine Steincharakteristik erinnert wurde: Aus einer flachen Perspektive betrachtet, ähnelt die Bewegung der Landschaft dem Stein „Rosso Verona“, der genau diesen Schwung und diese Struktur in sich hat. Auch die Wahl des zweiten Steins, ein „Jura“ aus dem Altmühltal, fiel dem Künstler leicht: „Es sollte etwas Helles sein, um auch den Nebel widerzuspiegeln, der oft auf dem Boden hängt.“

Für Biolandwirt Martin Gastl, der mit dem Künstler freundschaftlich verbunden ist, ist das 600 Kilogramm schwere Kunstwerk eine wunderbare Aufwertung für den Hof – und eine schöne Erinnerung an die Zeit, in der die Bildhauer Jonas Ochs und Tobias Breu in ihrer Steinacher Werkstatt in unmittelbarer Nachbarschaft waren.

Die beiden Steinbildhauer- und Steinmetzmeister mussten ihren damaligen Arbeitsplatz aufgrund von Lärm und Emissionsschutzauflagen in Steinach aufgeben (wir berichteten). Ende 2018 gaben sie ihren Betrieb mangels Werkstatt und aus gesundheitlichen Gründen von Tobias Breu schließlich auf. Mittlerweile arbeiten beide in einem Betrieb in München. Jonas Ochs, der nebenbei noch als Künstler aktiv ist, als Werkstattleiter, Tobias Breu wird sich in Kürze zum Restaurator umschulen. Der freundschaftliche Kontakt mit Martin Gastl und die positiven Erinnerungen an eine schöne Zeit bleiben jedoch unverändert: „Hier ist ein guter Ort. Einen besseren Platz für das Kunstwerk hätte es nicht geben können“, freut sich Jonas Ochs.

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