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Friedberg

12.06.2019

Kunstwerke aus Friedberg für einen guten Zweck

Andrea Iraschko und Karin Weindl übergeben Patchworkdecken an Kathrin Spreng von pro familia Augsburg (von links). Der Erlös kommt sozialen Projekte zugute. Foto: Manuel Weindl

Karin Weindl und ihre Mitstreiterinnen unterstützen pro familia. Der Erlös ihrer Handarbeit kommt sozialen Zwecken zugute.

Kathrin Spreng von pro familia in Augsburg war sichtlich berührt, was die kreativen Handarbeiterinnen in Friedberg und Umgebung zum Tag der Handarbeit alles genäht hatten. „Das sind ja wahre Kunstwerke, da werden sich viele Kinder und Familien riesig freuen“, staunte sie. Über 45 aufwendig und in liebevoller Detailarbeit genähte Patchworkdecken entstanden beim letzten Tag der Handarbeit, die nun dem Projekt „meins.ist.deins“ zukommen.

Der Tag der Handarbeit ist eine Benefizaktion der Initiative Handarbeit, bei der Karin Weindl und ihr Team seit nunmehr fast zehn Jahren mit einer jährlichen Handarbeitsaktion teilnimmt. Die Betreiberin eines Handarbeitsladens in Friedberg aktiviert dabei ihren großen Kundenstamm, um soziale Projekt zu unterstützen.

Decken für Friedberg und Afrika

So entstanden in den letzten Jahren bereits Decken für diverse Afrikaprojekte, Kinderkleider für das Rote Kreuz und die Friedberger Tafel oder historische Gewänder für das Friedberger Kinderheim anlässlich des Friedberg Altstadtfestes 2016.

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Bei der aktuellen Aktion kehrte Karin Weindl zu ihren Wurzeln zurück – dem Patchworken – und motivierte viele ihrer Kunden und Kursteilnehmer, Babydecken für den guten Zweck zu quilten. Nun konnte sie zusammen mit Mitarbeitern ihres Ladens die gesammelten Werke an Kathrin Spreng von pro familia Augsburg übergeben. Als Weindl die begeisterte Reaktion von Kathrin Spreng sah, war einmal mehr völlig klar, dass sie auch weiterhin ihre Kundinnen „einspannen“ wird, im Rahmen des Tages der Handarbeit solche sozialen Projekte zu unterstützen.

Ausstellung im Friedberger Schloss

Am Rande der Deckenübergabe erzählt sie noch eine nette Anekdote dazu: Als sie in diesem Winter einmal die Gelegenheit hatte, mit ihrem Mann durch die noch leeren Musemsräume des frisch renovierten Friedberger Schlosses zu laufen, entstand spontan die Idee, die Decken in diesen tollen Gemäuern zu präsentieren. Kurzerhand beschlossen sie, in das Museum „einzudringen“, um ein kleines Fotoshooting mit den Decken zu machen (natürlich nach Rücksprache und mit Erlaubnis eines Mitarbeiters des Schlosses, der aber unerwähnt bleiben möchte - wie sie augenzwinkernd anmerkt).

„Das war sozusagen die erste Blitz-Ausstellung in den zukünftigen Museumsräumen des Friedberg Schlosses lange vor seiner offiziellen Eröffnung“, so Weindl, die in ihrer Freizeit auch gerne fotografiert. „Die inoffizielle Besucherzahl der spontanen Patchwork-Ausstellung im Friedberger Schloss betrug damals genau zwei Personen: mein Mann und ich“, fügt sie schmunzelnd hinzu. (FA)

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