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Friedberg

29.01.2020

Landfrauentag: Ein guter Rahmen für die Landwirtschaft

Gute Rahmenbedingungen für die Region: Kreisbäuerin Sabine Asum und ihre Stellvertreterin Stefanie Koppold-Keis freuen sich mit Gastredner Erzabt Wolfgang Öxler aus St. Ottilien über einen sehr erfolgreichen Landfrauentag mit viel Schwung.
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Gute Rahmenbedingungen für die Region: Kreisbäuerin Sabine Asum und ihre Stellvertreterin Stefanie Koppold-Keis freuen sich mit Gastredner Erzabt Wolfgang Öxler aus St. Ottilien über einen sehr erfolgreichen Landfrauentag mit viel Schwung.
Bild: Sabine Roth

Plus Gastredner Wolfgang Öxler vom Kloster Sankt Ottilien stellt beim Landfrauentag in Friedberg die Heimat und den Menschen humorvoll in den Mittelpunkt.

Es ist eine Großveranstaltung, die viele Impulse gibt: 500 landfrauen und zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft kamen wieder zum Wittelsbacher Landfrauentag. Traditionell begrüßte der Landfrauenchor die Gäste in der Halle des TSV Friedberg. Passend zum Motto „Die Region gestalten“ stand auf der Bühne ein gedeckter Tisch voller Produkte aus der Region.

Bauern im Wittelsbacher Land mit vielfältigen Produkten

Die Vielfalt des Wittelsbacher Landes wollte die Kreisbäuerin Sabine Asum damit zum Ausdruck bringen. „All das können wir selber produzieren. Und das muss erhalten bleiben. Jeder entscheidet dies mit seinem Einkauf“, sagte sie bei ihrer Begrüßung. Trotz allem werden die Bedingungen für die Landwirtschaft schwieriger. „Unsere Region wird durch engagierte Menschen gestaltet, die sich hier zum Wohle anderer mit einbringen und nicht gegeneinander arbeiten“, betonte Asum.

Miteinander wachsen dem Himmel entgegen: Die Stimmung beim diesjährigen Landfrauentag war sehr ausgelassen und gut. Gemäß dem Motto: Gemeinsam sind wir stark.
Bild: Sabine Roth

Landrat Klaus Metzger hat als Verbindung zur Region einen Bilderrahmen mitgebracht. „Die Chancen und Herausforderungen muss man nutzen. Aber in einem attraktiven Rahmen“, so Metzger. „Unsere Aufgabe ist es, diesen Rahmen nun zu befüllen.“ Um die Herausforderungen gemeinsam zu meistern, bot der Landtagsabgeordnete Peter Tomaschko an, die Verbindung zum Landtag zu schaffen. „Man muss im Dialog bleiben.“ Er brachte einen bunten Blumenstrauß mit, der die Wertschätzung und Vielfältigkeit der Region ausdrücken soll.

Landfrauentag: Ein guter Rahmen für die Landwirtschaft

Politik soll Landwirten passenden Rahmen geben

Bürgermeister Roland Eichmann hatte einen Ziegelstein und Holzbalken des Schlossbauern aus Friedberg mit dabei. Mauern hielten die Stadt zusammen und das Holz stehe für die gute Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft. Eine Stadt ohne Hinterland könne nicht funktionieren. Bürgermeister Klaus Habermann aus Aichach hatte ein Bild vom Sisi-Schloss dabei und beschrieb es mit den Worten: „Heimat ist ein Gefühl und kein Ort!“.

Bezirksbäuerin Christiane Ade hat einen Kälberstrick mitgebracht. Er soll die Verbindung darstellen, die die Landfrauen zur Kirche, den Verbrauchern, den Schulen und den Kindergärten seit Jahren aufgebaut haben und weiter hegen und pflegen. Und der Kreisobmann des Bauernverbandes, Reinhard Herb, brachte einen Kräuterbuschen mit, weil das für ihn zur Region passt. Er forderte: „Wir sind vielfältig und einzigartig und binden alle mit ein. Die Politiker sollen den passenden Rahmen dazu gestalten.“

Landfrauentag: "Heimat ist dort, wo ich blühen kann"

Als Erzabt Wolfgang Öxler die Bühne betrat, waren alle gespannt auf seine Worte. Aber nicht nur das. Bevor er ins Kloster nach St. Ottilien ging, war er Musiker. Das hat er immer noch im Blut. Er nahm seine Gitarre zur Hand und brachte Schwung in die Halle. Mit seinem Kinderlied „Miteinander wachsen dem Himmel entgegen, miteinander gehen auf Gottes Wegen, Du und ich, ich und Du“, standen alle auf und bewegten sich. Über die Witze, die der Abt parat hatte, wurde viel gelacht.

Erzabt Wolfgang Öxler von St. Ottilien war der Gastredner beim Landfrauentag 2020 im Landkreis Aichach-Friedberg.
Bild: Sabine Roth

Heimat zeigt sich für ihn in der Sprache, im Dialekt. Man höre sofort, woher jemand komme. Und Region gestalten habe viel mit Heimat zu tun. „Heimat ist dort, wo ich blühen kann.“ Leider seien heute viele Menschen mit sich selbst nicht mehr im Einklang. Er verglich es mit einem Holzsteg, der erst klingt, wenn man ihn an der richtigen Stelle hält. Das Vertrauen und die Haltung müssen also stimmen. Aber auch loslassen müsse man können. Erst dann könne man sich auf andere einlassen. „Packen Sie es an, auch nur kleine Schritte zählen!“, motivierte er die Landfrauen. Und das Herz müsse sprechen. Dann spüre man, dass man bei sich beheimatet ist.

Verbindungen zwischen Landwirten und Verbrauchern schaffen

Seine Rede bewegte die Herzen der Bäuerinnen. Alexandra Huber aus Ecknach freute sich: „Heute haben wir gelernt, dass jeder etwas bewirken kann und sich in seinem Bereich einbringen soll. Und Verbindungen zwischen den Landwirten und den Verbrauchern geschaffen werden sollen.“ Den Schwung von Öxler könne sie ins Jahr mitnehmen.

Es wurde auch fleißig gespendet. So kamen 1600 Euro zusammen, die an Wolfgang Öxler übergeben wurden.

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