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Friedberg

04.08.2019

Laurentiusmarkt: Das Wassermeloneneis kommt gut an

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Beim Früchtefest in Friedberg sind einige Besucher unterwegs. Manche halten das Angebot für zu klein. Diese Gruppe ist trotzdem fündig geworden: beim Bauernhofeis-Stand der Familie Lidl aus Mering.
Bild: Oliver Wolff

Während des Friedberger Marktsonntags steigt das Früchtefest auf dem Marienplatz. Das Angebot ist manchen etwas zu dürftig.

Viermal im Jahr findet der Friedberger Marktsonntag statt. Dieses Mal steht der Laurentiusmarkt im Zeichen der Früchte. Neben dem großen Jahrmarkt im Innenstadtbereich mit rund 70 Fieranten sind auf dem Marienplatz ein paar Händler beim Früchtefest vertreten. Eines der Highlights: das Bauernhof-Eis der Familie Lidl aus Mering. Eine Friedbergerin steht zusammen mit vier Freunden vor dem Verkaufsanhänger und berät über die Eissorten-Auswahl. „Das Wassermeloneneis soll sehr gut sein.“ Ihre Vermutung wird prompt bestätigt, als die fünf von diesem probieren. „Sehr lecker und fruchtig“, beschreibt sie.

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Verkäufer Ruben Weißhaar gibt Einblick in die Rezeptur: „Unser Eis hat einen hohen Fruchtanteil von bis zu 50 Prozent.“ Außerdem komme die Milch aus eigener Herstellung und sei als A-2-Milch, auch „Urmilch“ genannt, deklariert. Deren Eiweißstruktur soll für den Menschen bekömmlicher sein, so Weißhaar. Des Weiteren setze der Milchbetrieb nicht auf Aromastoffe, sondern auf Früchte aus regionaler Herkunft.

Für die Kinder gibt es Obstsalat und andere Früchte zum Naschen

Ulrike Sasse-Feile hat ebenfalls ihren Stand auf dem Marienplatz aufgebaut. Normalerweise verkauft sie dort hin und wieder Weißwürste, dieses Mal bietet sie Prosecco wahlweise gemischt mit Fruchtsaft an. Für die Kinder gibt es Obstsalat und andere Früchte zum Naschen – und für den Heimweg Süßigkeiten mit Fruchtgeschmack. Das Besondere an Ulrike Sasse-Feiles Stand: 50 Prozent der Einnahmen gehen an die Kartei der Not, das Leserhilfswerg unserer Zeitung. „Wir machen oft eine Spendenaktion, und das aus Überzeugung“, sagt sie.

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Schräg gegenüber steht der Stand von Ottilie Näßl aus Burgstall bei Ried. Hier verkauft die Obstbäuerin Produkte aus beziehungsweise mit Holunder. „Wir haben knapp 1000 Holunderbäume.“ Und was stellt ihr Familienbetrieb aus den Blüten und Beeren alles her? Näßl zeigte ihr breites Sortiment: Neben klassischen Produkten wie Holunderblütensirup oder Apfel-Holunder-Saft sind auch echte Besonderheiten dabei, zum Beispiel Holundernudeln. Sie ist zum ersten Mal mit ihrem Stand auf dem Friedberger Laurentiusmarkt. Dabei sind Näßls Holunderspezialitäten in der Region nicht unbekannt: „Wir haben einen Hofladen und sind immer auf dem Weihnachtsmarkt in Gut Mergenthau.“

Kritik am Angebot beim Früchtefest in Friedberg

Im Rahmen des Früchtefests ist auch etwas für Kinder geboten. Renate Mayer hat in der Ludwigsstraße einen Pavillon fürs Kinderschminken und Basteln aufgebaut – dazu gibt es Trauben und andere Früchte zur Stärkung. Mayer ist Geschäftsführerin des Aktiv-Rings, der Werbevereinigung Friedberger Einzelhändler, und Mitorganisatorin des Früchtefests. Die Marktsonntage seien das „schärfste Schwert“, das die Einzelhändler in der Innenstadt haben. „Das Blumenfest im April lief phänomenal gut.“ Wie die diesmaligen Besucherzahlen ausfallen, kann sie am Sonntag noch nicht sagen. Ein Markt während der Hauptreisezeit habe nicht nur Nachteile, so Mayer. „Die, die da sind, wollen Entertainment.“ Den Friedberger Markt mache aus, dass er auf einfache Themen setzt.

Ein älteres Ehepaar aus Friedberg Süd ist von dem Früchtefest wenig begeistert. „Wir sind mit einer ganz anderen Erwartung hergekommen.“ Es habe weniger Angebot an Früchten gegeben als bei manchen Friedberger Wochenmärkten. „Von einem Früchtefest verstehe ich etwas anderes“, fügt der Ehemann hinzu. Trotz des aus ihrer Sicht mangelnden Angebots, sind sie gerne auf dem Friedberger Jahrmarkt. Hier sei eine ganz besondere Atmosphäre. „Früher war aber mehr los.“

Der nächste Marktsonntag findet am 22. September von 10 bis 18 Uhr statt. Dann steigt auch das Kürbisfest auf dem Marienplatz.

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06.08.2019

Da kann ich nur dem älteren Ehepaar zustimmen. Es ist ja schön und gut ein Motto festzulegen, wenn davon aber nur in homöopathischen Dosen etwas zu finden ist, kann man es sich auch schenken.

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