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Kissing

27.10.2020

Lehrer sollen in Kissing mit Laptops ausgestattet werden

Lehrer sollen zukünftig mit Laptops ausgestattet werden.
Bild: Sebastian Gollnow, dpa (Symbolbild)

Plus Kissing möchte ein Förderprogramm nutzen, um die Lehrer in der Gemeinde mit Laptops auszustatten. Dazu muss aber wohl schnell gehandelt werden.

Beim Schulgipfel Ende September im Kanzleramt ist beschlossen worden, dass Lehrer in Deutschland mit Laptops ausgestattet werden sollen. Diese würden in Corona-Zeiten für den Distanzunterricht dringend benötigt. Von diesem Förderprogramm möchte auch die Gemeinde Kissing profitieren.

Die Verwaltung bat daher in der vergangenen Sitzung des Hauptausschusses um die Freigabe, bei Bekanntgabe der Richtlinien sofort zuschlagen zu dürfen. Das Bundesprogramm sieht laut Sitzungsvorlage vor, dass alle Lehrer noch in diesem Jahr ausgestattet werden. Für Bayern wird mit einem Bedarf von 150.000 Laptops gerechnet. Damit die Kissinger Schulen schnellstmöglich ausgestattet werden, hatte die Verwaltung bereits Angebote angefordert. Wie Bürgermeister Reinhard Gürtner in der Sitzung erklärte, kam aber nichts herein.

75 Laptops für Lehrer werden in Kissing benötigt

In der Mittelschule werden 35 und in der Grundschule 40 Laptops benötigt. Die Gesamtkosten liegen mit Zubehör sowie Software bei voraussichtlich 67.500 Euro. Die Verwaltung geht davon aus, dass nur ein Teil der Schulen in nächster Zeit mit Geräten ausgestattet werden kann, da der Markt schnell leergefegt sein wird. Darum bat sie um den Auftrag, die Geräte zu beschaffen, sobald die Kostenübernahme-Richtlinien veröffentlicht werden.

Geräte, die nicht vollständig mit den vorgesehenen Mitteln beschafft werden könnten, rechne die Verwaltung über den Punkt "Digitales Klassenzimmer" ab. Hier betrage die Förderung 90 Prozent.

Kein Geld für private Laptops

Ronald Kraus von der SPD fragte: "Brauchen wir denn wirklich 75 Laptops. Viele Lehrer werden eigene Laptops haben, die sie auch weiterhin benutzen wollen." Er sprach sich dafür aus, den Lehrern aus den Mitteln eine Zuwendung zu geben.

Bürgermeister Reinhard Gürtner erklärte, dass die Laptops an ein sicheres, geschlossenes Netz angebunden werden sollen. Bei privaten Geräten gebe es Probleme mit dem Datenschutz. Laut dem geschäftsleitenden Beamten Hubert Geiger sieht der Handlungsauftrag der Regierung keine Zuschüsse für private Geräte vor. "Das Vorgehen ist ganz klar: Jeder Lehrer soll ein Laptop bekommen."

Katharina Eigenmann von den Grünen fragte, ob es ebenso angedacht sei, Schüler mit Laptops auszustatten. Die Bildungsminister von Bund und Ländern hatten auch beschlossen, Geld für Leihgeräte zu gewähren, die in erster Linie bedürftigen Schülern zur Verfügung gestellt werden sollen. Gürtner sagte in der Sitzung, dass die Verwaltung bereits einen Antrag gestellt habe.

In der Mittelschule gibt es 20 Leihgeräte für Schüler

Auf Anfrage erklärte Hans-Peter Bermann, der in der Kissinger Verwaltung unter anderem für die Schulen zuständig ist, dass die Gemeinde das Förderprogramm „Sonderbudget Leihgeräte“ genutzt habe. Die Verwaltung habe die Mittel vor den Sommerferien beantragt und Angebote eingeholt. In den Ferien seien die Tablets bereits geliefert worden. Für die Mittelschule stehen nun 20 Leihgeräte bereit, für die Grundschule 24. Sie seien fast komplett aus Bundesfördermitteln finanziert worden.

Michael Eder von der CSU erklärte in der Sitzung ebenfalls, dass es in seinen Augen sinnvoll sei, jeden Lehrer mit einem neuen Laptop auszustatten. Letztendlich stimmte der Hauptausschuss einstimmig dafür, die Verwaltung zu ermächtigen, die Laptops zu beschaffen, sobald die Förderrichtlinien veröffentlicht sind.

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