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Kissing

09.03.2020

Lesung in Kissing: Ein Mörder mit Interesse an Vögeln

Mit dem Signieren kam der Autor Max Abele kaum nach.
Bild: Manuela Rieger

Peter Glowotz alias Max Abele liest in der Bücherei aus seinem neuen Buch „Nur tote Schwaben schweigen“. Was das Buch besonders macht.

Eine gelungene Lesung von Max Abele aus seinem Krimi „Nur tote Schwaben schweigen“ gab es in der öffentlichen Bücherei in Kissing. Mehr als 60 Zuhörer lauschten ruhig und diskutierten nach der Lesung noch lange über den Roman. Viele kauften das Werk auch.

Zuvor mussten noch viele Stühle geholt werden, damit auch alle Besucher einen Sitzplatz bekamen. Jutta Wienke, in Vertretung der erkrankten Büchereileiterin Petra Scola, begrüßte das erwartungsvolle Publikum und die Lesung begann. Zum Inhalt: Ein Mörder mit dem Hang zur Poesie und scheinbarer Freude an Ornithologie versetzt die Bevölkerung rund um Ulm in Angst und Schrecken. Dazu ein kauziger Ermittler und seine etwas vorlaute, aber gewitzte Assistentin. Schon der Einstieg ist aberwitzig, denn der Kommissar muss nach drei Bieren und Schnäpsen dringend zum Pinkeln. Um seine Blase zu entleeren, fährt er an den Waldrand und erschrickt.

Lesung in Kissing: idyllische Plätze als Schauplatz der Morde

Die schwarze Henne, wie sich der Mörder nennt, reimt Vierzeiler nach dem alten Volkslied „Alle Vöglein sind schon da“ und ist der Ulmer Polizei immer einen Schritt voraus.

Während seiner Ermittlungen trifft der Kommissar auf eine Menge unterschiedlichster Leute: einen Orchestermusiker, Arzt oder den verschlossenen Abt von der Erzabtei Beuron. Schauplätze der Morde sind manchmal idyllische Plätze wie der Blautopf oder ein See bei Blaubeuren. In den versenkt die schwarze Henne einen „Wiedehopf“, der vorher als Plastikpuppe in einen Teppich gerollt war. Wer der Ermordete war, muss die Polizei noch herausfinden, doch die schwarze Henne grüßt schon von Neuem.

In Mering lebender Autor Peter Glowotz geht viel auf Reisen

Peter Glowotz, der sich für den ersten Genrekrimi das Pseudonym Max Abele gibt, verlegt die Handlungen seiner Protagonisten in das Schwabenländle. Das heißt nicht, dass es sich um ein Dialektbuch handelt, wenn auch der Kommissar hin und wieder ins Schwäbische verfällt. Den Reiz des Krimis macht die Vielschichtigkeit aus. Die Erforschungen des Ermittlers ändern sich im Stil, weil unterschiedlichste Protagonisten befragt werden müssen. Das braucht schließlich erhebliches Fingerspitzengefühl.

Der in Mering lebende Autor geht viel auf Reisen, um die Schauplätze seiner Bücher in aller Einzelheit beschreiben zu können. Dadurch werden diese Szenen sehr anschaulich und verursachen Kopfkino. Und genau das will Peter Glowotz, in diesem Fall alias Max Abele, erreichen. Seine erste Lesung eines neuen Werkes hält der Autor immer in der Kissinger Bücherei.

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