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Fußball-Nachlese

16.04.2018

Mancher Spitzenreiter lässt Federn

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Er hielt seinen Kasten gegen den Tabellenführer aus Wulfertshausen sauber: Bacherns Torhüter Wolfgang Axtner, der in dieser Szene per Faustabwehr gegen Wulfertshausens Philipp Gail klärt.
Bild: Peter Kleist

In der Kreisklasse rutscht Dasing aus, in der A-Klasse fertigt Bachern mit neuem Coach Wulfertshausen ab. Beim Kissinger SC herrscht gerade Torflaute.

Bei so manchem Spitzenreiter wird der vergangene Spieltag nicht gerade in bester Erinnerung bleiben. So beispielsweise beim TSV Dasing in der Kreisklasse Aichach oder dem SV Wulfertshausen in der A-Klasse Aichach. Beide gingen am Wochenende leer aus. Während der SVW trotz der unerwartet deutliche 0:4-Klatsche bei den Sport-Freunden Bachern Tabellenführer blieb, rutschte der TSV Dasingwieder auf Platz zwei ab – drei Wochen, nachdem man den TSV Friedberg von Platz eins verdrängt hatte. Ironie des Schicksals: Friedberg musste den Platz an der Sonne nach einem 0:2 gegen den SV Ried abgeben und die Rieder waren es nun auch, die Dasing vorübergehend vom Thron stießen und zwar durch einen 1:0-Sieg bei den Autobahnern. Den Riedern scheinen also Tabellenführer zu liegen. „Das schaut so aus, leider kommt jetzt kein Spitzenreiter mehr“, meinte Rieds Co-Trainer Michael Meisetschläger. Matchwinner des SVR war letztlich Torhüter Simon Helfer, der beim Elfmeter von Benedikt Engler richtig spekulierte und stehen blieb. „Das war wieder ein Kann-Elfmeter“, so Meisetschläger, der den Sieg als nicht unverdient bezeichnete.

Profiteur des Dasinger Ausrutschers war der TSV Friedberg, der nach seinem mühsamen 1:0 gegen Oberbernbach nun wieder ganz oben steht. Die Friedberger ließen in einem mäßigen Spiel jede Menge bester Chancen liegen, schließlich musste ein Elfmeter von Marcel Pietruska herhalten, um die drei Punkte zu sichern. Beide Teams hatten im Übrigen mit den alles andere als guten Platzbedingungen zu kämpfen.

Bei Bachern stand im Derby gegen den SVW ein neuer Mann an der Seitenlinie: Stefan Wintergerst. Spielertrainer Anil Zambak, von dem sich die Bacherner am Saisonende trennen wollten, wurde überraschend nun schon früher freigestellt. Wintergersts Einstand jedenfall darf als gelungen bezeichnet werden, schließlich gelingt nicht alle Tage ein 4:0 gegen den Tabellenführer.

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Auch der FC Stätzling hatte in der Landesliga Südwest einen Tabellenführer zu Gast – den designierten Meister TSV Nördlingen. Und die abstiegsbedrohten Stätzlinger waren nah dran an einer Sensation und hatten, nach Aussage von Trainer Alex Bartl, die Rieser am Rande einer Niederlage. Aber eben nur am Rande und dann kam in der Nachspielzeit der bittere Tiefschlag in Form eines umstrittenen Elfmeters. „Das war keiner, Julian Baumann spielt den Ball – aber wie wir in der Szene zuvor verteidigt haben, das war eben fatal“, ärgerte sich Bartl. Philipp Buser verwandelte den Elfmeter jedenfalls zum 2:1 für den Spitzenreiter, Stätzling stand wieder mit leeren Händen da. „Ein Punkt wäre mindestens verdient gewesen, die Jungs haben die taktischen Vorgaben glänzend umgesetzt“, trauerte der Stätzlinger Coach den verpassten Gelegenheiten nach.

Nicht gut drauf war auch Merings Trainer Gerhard Kitzler nach dem 0:2 der Seinen in Kaufbeuren. Nicht nur, dass der MSV im Rennen um Platz zwei wichtige Punkte liegen, nein, man verlor auch wieder einen Spieler durch Platzverweis. Diesmal erwischte es MSV-Torjäger Markus Gärtner, der sich in der letzten Minute zu einer Gegenspieler-Beleidigung hinreißen ließ. „Solche Undiszipliniertheiten müssen wir schleunigst abstellen, das müssen wir in den Griff kriegen“, schimpfte Kitzler. Mit Andreas Rucht kehrt ein Stürmer aus einer Rot-Sperre zurück, nun fällt mit Gärtner der nächste aus. Am Mittwoch gegen Gundelfingen muss vieles besser werden, forderte der Trainer. Nur ein Sieg hält die Hoffnung auf die Aufstiegsrelegation am Leben.

Platz zwei hatte der Kissinger SC in der Bezirksliga Süd eigentlich auch noch im Visier – doch wenn beim KSC die Torflaute weiter so anhält, dürfte daraus nichts werden. Das 0:0 gegen Olympia Neugablonz war das zweite torlose Unentschieden in Folge, der Abstand zum Tabellenzweiten Erkheim ist auf elf Punkte angewachsen. Auch wenn Kissing seine beiden noch azusstehenden Nachholspiele gewinnen sollte, läge man immer noch fünf Zähler hinter den Allgäuern. Und ausgerechnet jetzt fällt Torjäger Jonas Gottwald aus beruflichen Gründen mehrere Wochen aus. Am Mittwoch in Bobingen müsste der KSC seine Torflaute beenden – sonst rückt Platz zwei in unerreichbare Ferne.

Keine Ambitionen mehr auf Platz zwei hat der BC Rinnenthal in der Kreisliga Ost – 13 Punkte Rückstand in fünf Spielen aufzuholen, ist illusorisch. Doch mit dem 1:0 in Rehling wurde die Sieglos-Serie beendet. „Die Mannschaft hat das gemacht, was von ihr gefordert wurde. Sie hat sich gewehrt und hat gekämpft“, meinte Trainer Vincent Aumiller. Der bezeichnete den Sieg als „vielleicht etwas glücklich.“ Glücklos hingegen agierte der FC Stätzling II, der beim Spitzenreiter FC Affing mit 0:1 verlor. Trainer Felipe Lameira ärgerte sich darüber, dass sein Team gerade in der ersten Halbzeit aus guten Möglichkeiten nichts gemacht hatte. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt damit weiter fünf Punkte – und am Sonntag steht das brisante Derby gegen den BC Rinnenthal auf dem Programm.

Derby-Time war in der Kreisklasse Augsburg-Mitte, in der die beiden zweiten Garnituren des Kissinger SC und des SV Mering aufeinandertrafen. Kissing behielt – wie schon in der Vorrunde beim 1:0 – die Oberhand. Diesmal mit 2:0 und das, obwohl die Meringer optisch mehr vom Spiel hatten. Während Kissing die Saison locker ausklingen lassen kann, hängt Mering mit nur neun Punkten auf der Habenseite weiter am Direktabstiegsplatz fest.

Ebenfalls längst gesichert ist der SV Ottmaring trotz der 1:3-Niederlage bei Trenk und auch Merching sollte sich nach dem 1:0 bei Türkspor Augsburg II auf eine nächste Saison in der Kreisklasse einstellen dürfen.

In der A-Klasse Aichach haben die Sportfreunde Friedberg nach dem 0:0 gegen Laimering nur mehr geringe Chancen auf Platz zwei, während dem FCL der Punkt im Kampf um den Klassenerhalt gut tut. Den dürfte der eine Aufsteiger BC Rinnenthal II nach dem 0:0 in Schiltberg so gut wie sicher haben. Der andere Aufsteiger, der SV Ottmaring II, muss nach dem 2:6 in Weilach dagegen noch bangen.

Freude herrscht beim TSV Mühlhausen, der mit dem 5:1 bei Griesbeckerzell II seinen sechsten Sieg in Folge feiern konnte und so in der B-Klasse Aichach 1 seinen Aufstiegsplatz weiter festigte.

Und es gab an diesem Wochenende auch Tabellenführer, die ungeschoren davon kamen – so der TSV Dasing II in der B-Klasse Aichach 2. Im gegensatz zu ihrer „Ersten“ gewannen die Dasinger das Derby gegen Ried II mit 3:0 und grüßen somit weiterhin von der Tabellenspitze – mit fünf Punkten Vorsprung.

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