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Prozess in Aichach

13.03.2017

Mann schickt 15-Jähriger Pornos

Weil er Pornos an eine 15-Jährige verschickte, stand nun ein Mann vor dem Aichacher Amtsgericht.
Bild: Alexander Kaya (Symbolfoto)

Ein 33-Jähriger schickt einer 15-Jährigen aus Norddeutschland Fotos und Videos, die ihn bei sexuellen Handlungen zeigen. Es ist nicht das erste Mal, dass er vor Gericht steht.

Wegen der Verbreitung von Jugendpornos stand der Angeklagte vor wenigen Jahren schon einmal vor Gericht. Damals musste er eine Geldstrafe zahlen. Nun saß der 33-Jährige aus dem nördlichen Landkreis Aichach-Friedberg wegen einer ähnlichen Tat erneut auf der Anklagebank des Aichacher Amtsgerichts. Der Mann hatte einer 15-Jährigen aus Norddeutschland im Sommer des vergangenen Jahres vielfach Fotos und Videos geschickt, die ihn bei sexuellen Handlungen zeigten.

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Vor Gericht bestätigte er, dass er selbst mit dem Mädchen auf Facebook Kontakt aufgenommen hatte, „weil sie mir gefiel“. Nach Gesprächen über Alltag und Hobbies habe sie ihn „förmlich angebettelt“, Fotos von sich zu schicken, auch Nacktbilder. Richter Walter Hell sah aber anhand des Gesprächsverlaufs auf Facebook und WhatsApp, dass er es war, der Druck auf das Mädchen ausübte, Bilder zu senden.

Dem Angeklagten sei bewusst gewesen, dass sie erst 15 Jahre alt war, er bat sie laut Hell deshalb, die Sache geheim zu halten. Aufgeflogen ist das Ganze, als der Vater des Mädchens ihr Handy kontrollierte und Anzeige gegen den 33-jährigen Bauhelfer erstattete. Dieser gestand vor Gericht alle Anklagepunkte, wies aber daraufhin, dass auch das Mädchen ihm Fotos und Videos von sich geschickt habe. Das sei aber nicht mehr nachvollziehbar, weil der Gesprächsverlauf teilweise gelöscht wurde.

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Der Mann suchte wahrscheinlich gezielt nach dem Mädchen

Staatsanwalt Heinrich Pytka sah eine positive Sozialprognose für gegeben, da der Angeklagte geständig war, eine Arbeit und einen festen Wohnsitz hat – der Mann wohnt noch bei seinem Vater. Laut Pytka wusste er jedoch, dass er sich schuldig macht und habe wahrscheinlich gezielt nach dem Mädchen gesucht. Gegen ihn spricht außerdem, dass er mehrfach vorbestraft ist.

Richter Hell folgte Pytkas Plädoyer und verurteilte den 33-Jährigen zu einem Jahr und vier Monaten auf Bewährung. Die Bewährungszeit setzte er auf vier Jahre fest. Außerdem muss der Mann 120 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Dann hänge er nicht so viel vor dem Computer, so der Richter. Hell betonte außerdem, dass der Angeklagte seine Gelüste in den Griff bekommen müsse, sonst lande er beim nächsten Mal im Gefängnis. Der Mann nahm das Urteil noch im Gerichtssaal an.

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