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Gemeinderat

22.03.2009

Marodes Kanalnetz kommt Merching teuer zu stehen

Im Sommer soll endlich der zweite Bauabschnitt der Hauptstraße in Merching in Angriff genommen werden. Doch bevor die Baumaschinen anrollen können, muss das Kanalnetz der Gemeinde in diesem Bereich saniert werden. Die Kosten sind enorm.

Merching (sev) - Im Sommer soll endlich der zweite Bauabschnitt der Hauptstraße in Merching in Angriff genommen werden. Doch bevor die Baumaschinen anrollen können, muss das Kanalnetz der Gemeinde in diesem Bereich saniert werden. Die Gesamtkosten dafür belaufen sich auf 153 000 Euro. Und nimmt man das marode Kanalsystem in der Bahnhofstraße mit dazu, erhöht sich diese Summe auf 225 000 Euro.

Untersuchung mit der Kamera

Arno Mögele vom Neusäßer Ingenieurbüro Steinbacher Consult stellte in der jüngsten Gemeinderatssitzung den Räten das Konzept für die Kanalbaumaßnahmen vor. Bereits vor einem Jahr wurde der bauliche Zustand der Rohre mithilfe einer Videountersuchung erfasst. Mögele zeigte einige Bilder von dieser TV-Befahrung. "Das ist nur ein kleiner Ausschnitt, aber schon der lässt erkennen, in welch marodem Zustand beispielsweise der Kanal in der Bahnhofstraße ist", erklärte der Neusäßer Ingenieur. Zudem verlaufen einige Schmutz- und Regenwasserkanäle über Privatgrund.

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Da von der Kirchstraße eine hohe Belastung auf den bestehenden Schmutz- und Regenwasserkanal kommt, könne es bei diesen Kanälen in Richtung Untermühlstraße auf Privatgrund zu einer Überlastung kommen. Auch diese Situation sollte im Zuge des Straßenausbaus behoben werden. Sie sollen künftig über öffentlichen Grund geleitet werden. Zudem verlaufen einige Kanäle in so geringer Tiefe, dass Baufahrzeuge bei der Straßenerneuerung diese zerstören würden.

Die Gemeinderäte Wolfgang Teifelhart (CSU) und Eugen Seibert (SPD) regten an, dass die Kanäle in der Bahnhofstraße erst im Zuge des Straßenausbaus, der für nächstes Jahr anvisiert ist, in Angriff genommen werden. "Wir könnten doch alle Anschlüsse so vorbereiten, dass wir den endgültigen Anschluss erst dann machen, wenn wir auch mit dem Bahnhofstraßenausbau beginnen, so reißen wir die Straße nicht zweimal auf", sagte Seibert. Rudolf Gerstberger (FDP/Parteifreie) könnte sich auch vorstellen, diesen Teil der Bahnhofstraße bereits jetzt mit auszubauen: "Warum packen wir das nicht gleich an?"

Zuschüsse erst 2010

Kämmerer Bernhard Frank warnte vor zu großem Eifer: "Für heuer werden wir für die Bahnhofstraße keine Zuschüsse bekommen, die können erst für nächstes Jahr eingereicht werden." Die Räte einigten sich darauf, dass das Ingenieurbüro noch einen Vorschlag ausarbeitet, welche Kosten bei einer Übergangslösung auf die Gemeinde zukommen, wenn die Ver- und Entsorgungsleitungen in der Bahnhofstraße nicht sofort mit erneuert werden.

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