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Friedberg

04.10.2013

Mauer und Blech weg bei den Pallottinern

Nachdem die Abgrenzungsmauer teilweise abgerissen ist, öffnet sich das Provinzialat der Pallottiner in Friedberg  nach außen. Rektor Pater Alexander Holzbach spricht darüber mit Landschaftsarchitekten Stephan Fritz.
Bild: Andreas Schmidt

Die Außenanlagen des Provinzialats haben ein neues, offeneres Gesicht bekommen. Letzte Pflanzarbeiten werden jetzt erledigt

Es gibt Friedberger, die früher nicht so recht gewusst haben, was sich hinter der Mauer an der Vinzenz-Pallotti-Straße verbarg. Nun ist die Mauer zumindest teilweise weg. Für Vorbeifahrende wird das Provinzialat der Pallottiner, die deutsch-österreichische Zentrale dieser katholischen Gemeinschaft, sichtbarer als zuvor. Im Rahmen der Sanierung des früheren Pallottiheims und der Neugestaltung der Kirche sind auch die Außenanlagen umgestaltet worden. Wenn im Oktober noch einige Bäume gepflanzt sind, ist auch dies erledigt. Offener und grüner wirkt jetzt das öffentlich zugängliche Umfeld des Provinzialats.

Mehr Offenheit nach außen zu signalisieren, war gerade der jüngeren Generation der Pallottiner ein Anliegen. Ein bisschen skeptisch gegenüber dem Mauerabriss war zunächst Pater Alexander Holzbach, der seit zwei Jahren als Rektor Hausherr des Provinzialats ist. Denn von seiner früheren Wirkungsstätte Limburg war er das Missionshaus gewohnt, das eher einem Kloster ähnelt als das Friedberger Provinzialat. Doch inzwischen ist auch Holzbach überzeugt: „Gut, dass die blöde Mauer weg ist.“

Stattdessen zeigt jetzt eine große rote Tafel mit dem Pallottiner-Symbol, was dahinter alles zu finden ist. Und sie weist Besuchern den Weg unter anderem zu neu angelegten Parkplätzen. Weg mit dem Blech vom eigentlichen Kirchhof lautete die Devise. Der früher als Parkplatz genutzte Vorplatz der Pallottikirche lud nicht dazu ein, dort zu verweilen. „Nun funktioniert er als Aufenthaltsbereich nach der Kirche“, weiß Pater Holzbach. Vor allem Kinder nehmen gerne auf den Granitblöcken Platz. Noch weitere solche Sitzgelegenheiten sind auf dem Gelände zu finden. Wobei Landschaftsarchitekt Stephan Fritz mit dem Granit eine günstigere Lösung gefunden hat als mit Beton. Um eine neue Rasenfläche mit einem Ahorn herum kann zumindest Anlieferverkehr weiterhin die Pforte anfahren.

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Teilweise begrünt worden ist auch der Mittelhof des Gebäudekomplexes zwischen Wohnungs- und Verwaltungstrakt. Zuvor war er geteert und hinter einer Mauer verborgen. Deswegen sagte ihm Pater Holzbach früher das Ambiente eines Gefängnishofs nach. Ein Kompromiss zwischen mehr Grün und Zweckmäßigkeit wurde dort insoweit gefunden, als die Zufahrt für die Anlieferung unter anderem zur Küche weiter möglich ist.

Im Zusammenhang mit den Baumaßnahmen hat sich auch ein eher verstecktes Juwel leicht gewandelt: Im Park der Pallottiner wurde teilweise Gelände modelliert und neu gepflanzt. Landschaftsarchitekt Stephan Fritz schwärmt von dem bis zu 50 Jahre alten und teils exotischen Baumbestand. Öffentlich zugänglich ist der Park normalerweise nur während der Rockmesse. Ansonsten nutzen die Pallottiner und ihre Gäste im Pastoraltheologischen Institut diesen stillen Rückzugsbereich.

Der Park ist teilweise nach wie vor von einer Mauer umgeben. Manchmal schießen Kinder aus Versehen Fußbälle darüber. Die Patres kicken die Bälle dann ab und zu wieder auf die andere Seite. Ein „sehr schönes Heimspiel“ war das Projekt auch für den Friedberger Landschaftsarchitekten Fritz. So wie die Pallottiner aus Friedberg ist auch er zeitweise bundesweit aktiv.

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