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Gemeinderat

22.04.2015

Mehr Platz für Kindergartenkinder

Johann Weiß und Bürgermeister Erwin Gerstlacher vor dem Grundriss des Kinderhauses.
Bild: Heike John

In Ried werden Gebühren für Kindergarten und Kinderkrippe angehoben

Der Kindergarten im Rieder Kinderhaus muss um eine dritte Gruppe erweitert werden. Dies erfuhren die Rieder Räte bereits in einer vorangegangenen Sitzung. Aktuell ging es nun um die Zustimmung zur Erweiterung auf die angrenzenden Räumlichkeiten der Grundschule auf Grundlage des dargelegten Raumprogramms.

Außerdem wurde die Verwaltung damit beauftragt, die Betriebserlaubnis zu beantragen. In Abstimmung mit dem Landratsamt, der Rektorin und der Kindergartenleitung kann aus dem bestehenden Lehrerzimmer zusammen mit dem angrenzenden Kopierraum ein neuer Gruppenraum mit rund 51 Quadratmetern geschaffen werden.

Einrichtung startet im neuen Jahr mit dritter Kindergartengruppe

Die Umbaumaßnahmen können mit relativ geringem Aufwand kostengünstig und schnell in den Sommerferien umgesetzt werden, sodass die Einrichtung bereits ab dem neuen Jahr mit einer dritten Kindergartengruppe starten kann. Auch zusätzliches Personal wird eingestellt. „Die Sozialräume sowie der zur Verfügung stehende Garten reichen auch bei einer Aufstockung auf eine dritte Gruppe völlig aus“, zerstreute Bürgermeister Erwin Gerstlacher die Bedenken von Elisabeth Fischer (Bürgergemeinschaft Ried).

Weiterhin werden auch der Mehrzweckraum sowie die Turnhalle in der Schule mitbenutzt, was ja grade das Miteinander im Kinderhaus ausmache, wie Gerstlacher fand. Er informierte, dass die Lehrer sich bereit erklärt hätten, im kommenden Schuljahr die derzeitige Bibliothek als Lehrerzimmer zu nutzen. Auf die Nachfrage von Ingo Lanius (Lebensqualität Ried), was nach diesem Jahr geschehe, wies Gerstlacher auf den dann anstehenden Ausbau der Schule hin. Zwei Klassenzimmer seien zu einem früheren Zeitpunkt abgegeben worden, nun das dritte.

Da die Grundschule wie schon erwähnt langfristig wieder zweizügig laufe, müsse jedoch in naher Zukunft eine Lösung gefunden werden. Voraussichtlich im Schuljahr 2016/17 soll über einen Anbau an die Schule nachgedacht werden. Bei Planspielen am Grundriss des Kinderhauses war man sich schnell einig, wo ein solcher Anbau mit einem separaten Zugang am sinnvollsten sei. Der Planer hatte ursprünglich einen Anbau am Werkraum in Richtung des neu angelegten Kinderspielplatzes favorisiert, den Gerstlacher aber nicht beeinträchtigt sehen möchte. Er favorisiert ganz klar ein eigenes Gebäude, das im Hinblick auf die ab 2017 anzubietende offene Ganztagsbetreuung durchaus noch ein viertes Zimmer haben könne. Der separate Eingang sei vor allem dann sinnvoll, wenn der Komplex in späteren Jahren bei rückläufigen Schülerzahlen wieder für einen anderen Zweck umgewidmet werden sollte. Kurzfristig per E-Mail erhielten die Gemeinderäte vor der Sitzung auch noch die Beschlussvorlagen zur Anpassung der Gebühren für Kindergarten und Krippe sowie zur Einführung einer Pauschale für die Mittagsverpflegung. Die Kalkulation der Gebühren stammt von 2006 und ihre Anpassung ist längst überfällig. Wie der geschäftsführende Beamte Andreas Sausenthaler argumentierte, habe er sich Satzungen vieler anderer Einrichtungen angesehen und daraufhin sehr moderat kalkuliert.

Moderate Gebührenerhöhung ist unerlässlich

Auch nach einer geplanten Erhöhung, die erst nach der Anhörung durch den Elternbeirat beschlossen werden könne, sei Ried mit seinen Gebühren noch eine der günstigsten Einrichtungen in der Region, betonte Bürgermeister Erwin Gerstlacher. Ein Kindergarten könne letztendlich nie kostendeckend sein, aber eine moderate Gebührenerhöhung sei nach so langer Zeit unerlässlich. Debattiert wurde auch über die Abrechnung der Mittagsverpflegung. Bisher werden die ohnehin subventionierten Mittagessen alle spitz abgerechnet, das bedeutet exakt aufgelistet und verrechnet, was einen enormen Verwaltungsaufwand verursache, machte Andreas Sausenthaler glaubhaft. Im Zuge der Auseinandersetzung mit dem Thema einigten sich die Gemeinderäte auf die Einführung einer Verpflegungspauschale, die für die Verwaltung eine enorme Vereinfachung bedeutet. Die Neufassung der Gebührensatzungen geht den Betroffenen nach eingehender Abstimmung mit dem Elternbeirat zu.

Die Diskussion ist geschlossen.

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